Stand: 23.09.2017 19:02 Uhr

Flensburgs großer Kampf wird nicht belohnt

von Johannes Freytag, NDR.de
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Thomas Mogensen war im ersten Durchgang bester Flensburger Werfer.

Die SG Flensburg-Handewitt hat im zweiten Gruppenspiel in der Handball-Champions-League die erste Niederlage kassiert. Nur 48 Stunden nach dem Bundesligaspiel in Kassel bei der MT Melsungen (30:25) gab es ein 27:28 (14:15) beim ungarischen Rekordmeister Veszprém. Die Norddeutschen waren direkt von der Ligapartie via Frankfurt nach Budapest geflogen, ließen sich die Reisestrapazen aber kaum anmerken. Zwischenzeitlich lagen die Flensburger beim Wiedersehen mit Ex-Trainer Ljubomir Vranjes sogar mit vier Toren in Führung, das ungarische Starensemble kam aber wieder heran und stellte den Sieg dank der stärkeren Schlussphase sicher. Bester Flensburger Torschütze war Lasse Svan mit fünf Toren. Bei den Ungarn traf Mate Lékai (acht) am häufigsten.

Flensburg nur zu Beginn unkonzentriert

Flensburg tat sich zunächst schwer und lag schnell mit drei Toren zurück (0:3/7.). Aber das Team von Maik Machulla kämpfte sich in die Partie, Hampus Wanne glich zum 4:4 aus (12.). In der Folge war es ein ausgeglichenes Spiel, bei dem auf beiden Seiten die Torleute mit vielen Paraden glänzten. Mehrfach vergab Flensburg durch Magnus Röd oder Kentin Mahé die Möglichkeit in Führung zu gehen. Aber auch in Unterzahl ließen die Norddeutschen Veszprém nicht davonziehen, Mattias Andersson verhinderte einen Zwei-Tore-Rückstand, im Gegenzug glich Wanne wieder zum 12:12 aus (26.). Als es dann doch 12:14 stand, nahm Machulla eine Auszeit: "Alles gut, wir müssen weiter geduldig spielen", beruhigte der SG-Coach seine Profis. Die kurze Ansprache hatte Erfolg - mit einem 14:15 ging es in die Pause.

SG gibt Vier-Tore-Vorsprung her

Veszprém - Flensburg 28:27 (15:14)

Tore Veszprém: Lekai (9), Nagy (8), Blagotinsek (3), Ugalde Garcia (2),
Nilsson (2), Marguc (1), Sulic (1), Ilic (1), Tönnesen (1)
Tore Flensburg: Svan (5), Wanne (4), Toft Hansen (4), Mogensen (4), Lauge
Schmidt (3), Glandorf (2), Mahe (2/1), Röd (2), Karlsson (1)
Zuschauer: 5.019

Der zweite Durchgang begann mit einer starken Phase der Flensburger, die plötzlich mit drei Toren in Front lagen (19:16/39.). Zu verdanken hatte der Bundesligist das erneut den Paraden von Keeper Andersson, der die Ungarn verzweifeln ließ. Dann vergab Simon Jeppsson erst das mögliche 20:16 und kassierte anschließend eine Zwei-Minuten-Strafe. Aber auch das konnte Veszprém nicht nutzen - im Gegenteil: In Unterzahl hielt Flensburg den Vorsprung, baute ihn danach durch Svan sogar auf vier Tore aus (22:18/42.). Die SG verteidigte aggressiv, ging dabei ein großes Risiko - weitere Zeitstrafen waren die Folge. Zugleich vergab der Bundesligist eigene gute Möglichkeiten, neun Minuten vor dem Ende stand es nur noch 23:22 für die SG. Und es kam noch schlimmer: In der 54. Minute kassierte sie den Ausgleich, kurz darauf ging Veszprém durch Laszlo Nagy in Führung (25:24/55.). Die Halle kochte und die ungarischen Fans peitschten ihr Team nach vorne. Es ging nun hin und her - bis erneut Nagy zum 28:26 traf (59.). Der endgültige k.o. für die SG, die nur noch auf einen Treffer herankam.

Der Kader der SG Flensburg-Handewitt 2017/2018

Dieses Thema im Programm:

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