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Der THW Kiel hat in der Handball-Champions-League den dritten Auswärtssieg knapp verpasst. Das Team von Trainer Alfred Gislason trennte sich nach einem packenden Spiel vom KIF Kolding mit 31:31 (13:13). "Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel werden würde, ahnten aber nicht, wie schwierig", so der Coach. Rund 170 Kilometer von der Kieler Förde entfernt lieferten sich der THW und die gastgebenden Dänen einen heißen Tanz. Mit einer aggressiven Deckung am eigenen Kreis setzten beide Teams bei Ballgewinn zu schnellen Tempogegenstößen an. Da in der Anfangsphase sowohl Koldings Anders Petersen als auch Kiels Thierry Omeyer eine starke Vorstellung im Tor zeigten, konnte sich keine Mannschaft absetzen - 6:6 nach zwölf Minuten. Die 2.800 Zuschauer, darunter auch viele Kieler Anhänger, sahen in der Folgezeit ein kampfbetontes, aber auch hektisch geführtes Duell. Vor allem die Aktionen der Schleswig-Holsteiner wirkten Mitte der ersten Halbzeit zunehmend zerfahren. Die Hausherren nutzten die Ballverluste der Norddeutschen aus und gingen zwischenzeitlich mit 11:9 (21.) in Führung.
Trainer Gislason reagierte, brachte Daniel Narcisse für Filip Jicha - und der Franzose führte sich bestens ein. Erst legte er den Treffer von Christian Zeitz auf, mit seiner dritten Ballberührung markierte er das 13:11 (25.). Mit einem 4:0-Lauf hatte der Bundesliga-Spitzenreiter die Partie gedreht, vergab anschließend aber zu viele einfache Würfe. Bis zur Pause traf nur noch der zwölfmalige dänische Meister und glich zum 13:13 aus. Der THW Kiel erwischte nach der Pause den besseren Start und führte nach Zeitz' Treffer in der 37. Minute mit 18:16. Beim Stand von 24:22 (37.) musste Kiels Kim Andersson für zwei Minuten auf die Strafbank. Kolding nutzte die Überzahl, glich zum 24:24 (39.) aus und ging vier Minuten vor dem Ende sogar mit 30:28 in Führung. In den letzten drei Minuten scheiterten die Gastgeber jedoch insgesamt dreimal an der Latte beziehungsweise am Pfosten. "Wir müssen auch deshalb mit einem Punkt zufrieden sein. Wir haben das Spiel nie wirklich kontrolliert und konnten ihm nicht unseren Stempel aufdrücken", bilanzierte Gislason. Der starke Zeitz (8), Jicha (7) und Igor Anic (6) waren die besten Werfer auf THW-Seite.
Die Hauptrunde wird in vier Gruppen mit jeweils sechs Clubs ausgetragen. Davon erreichen nach zehn Spieltagen jeweils die vier Bestplatzierten das Achtelfinale. Die Runde der letzten 16 sowie das Viertelfinale werden im K.o.-System in Hin- und Rückspiel ausgetragen. Die vier besten Teams spielen Ende Mai in Köln (29./30.) beim Final Four den Sieger aus.
Die Hamburger gewinnen mit 34:27. (Meldung vom 08.11.2009)
Der Meister siegt mit 30:29. (Meldung vom 03.11.2009)
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