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THW Kiel überrollt Rhein-Neckar Löwen

von Bernd Schlüter, NDR.de

Filip Jicha vom THW Kiel © picture-alliance Detailansicht des Bildes Kiels Filip Jicha war mit zehn Treffern der Top-Torschütze der Partie. Der THW Kiel kann in der Handball-Bundesliga weiterhin einen Rekord für die Ewigkeit aufstellen. Der Tabellenführer aus Schleswig-Holstein gewann am Mittwochabend sein Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen vollkommen ungefährdet mit 33:25 (17:9) und weist damit auch nach 21 Saisonspielen eine blütenweiße Weste auf. Noch ist es zwar ein weiter Weg, aber angesichts der Kieler Dominanz dürfen die Fans so langsam vom Meistertitel ohne Minuspunkt träumen. Noch 13 Siege fehlen dem THW-Team zu solch einem historischen Triumph. "Es hat mich gefreut, wie die Jungs gespielt haben", sagte Gislason. "Wir haben das ganze Spiel dominiert, standen in der Abwehr gut und haben im Angriff gute Lösungen gefunden. Und: Jeder ist für den anderen da, das zeichnet diese Mannschaft aus."

Partie nach 23 Minuten schon so gut wie entschieden

Kiel - RN Löwen 33:25 (17:9)

Zuschauer: 10.250
Tore für Kiel:
Jicha (10), Ilic (6/3), Ahlm (3), Klein (3), Narcisse (2), Reichmann (2), Sprenger (2 ), Zeitz (2), Andersson (1), Lundström (1), Palmarsson (1)
Tore für RN Löwen: Gensheimer (8/2), Groetzki (5), Bielecki (3), Michael Müller (3), Schmid (3), Lijewski (2), Myrhol (1)

Wie meistens in der laufenden Spielzeit stellten die Kieler schon in der ersten Halbzeit die Weichen auf Sieg. Nur in der Anfangsphase konnten die Gäste Kiels 3:2:1-Deckung mit variablem und kreativem Angriffsspiel vor ein paar Probleme stellen. Als THW-Coach Alfred Gislason seine Defensive aber auf eine 6:0-Formation umstellte und die Norddeutschen in der Abwehr die Zügel anzogen, verloren die Löwen komplett den Faden. Knapp zehn Minuten blieben sie ohne Treffer, als Kiel von 7:6 (13.) auf  14:6 (23.) davonzog. Es war ein Klassenunterschied: Die Gastgeber verteidigten kompakt, Keeper Thierry Omeyer hielt mehr als die Hälfte der Würfe auf sein Tor. Und auf der anderen Seite schienen die Süddeutschen in der Abwehr nicht ihr letztes Hemd zu geben, während die Kieler ihre Fans sogar mit mehreren Kempa-Treffern aus der zweiten Reihe verwöhnten.

Lockere Laufeinheit nach dem Seitenwechsel   

Die Partie war entschieden - und trotzdem schien auch direkt nach Wiederanpfiff noch jede Menge Feuer unter dem Hallendach zu sein: Kiels Marcus Ahlm und Löwe Börge Lund gerieten aneinander, die Schiedsrichter ahndeten dies mit Zwei-Minuten-Strafen für beide (34.). Insgesamt aber war die Luft doch raus. Die Rhein-Neckar Löwen hatten schon in der ersten Halbzeit einen unmotivierten Eindruck hinterlassen, nun aber ließen es auch die Norddeutschen etwas lockerer angehen. Allein in den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs durften die Gäste sechs Treffer erzielen und so das Ergebnis einigermaßen im Rahmen halten. Den Zuschauern in der Kieler Arena war es egal, sie genossen den souveränen Sieg und klatschten sich rhythmisch in Stimmung. Gislason wechselte derweil munter durch und gab allen ein paar Minuten Einsatzzeit, sodass unter den THW-Akteuren am Ende elf Torschützen waren. Überragend dabei: Filip Jicha, der es auf zehn Treffer brachte.

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Tabelle der Handball-Bundesliga © picture-alliance / Sven Simon, NDR.de/Screenshot Fotograf: Anke Fleig / SVEN SIMON
 

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Kiels Filip Jicha jubelt. © dpa
 
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