Stand: 10.02.2012 10:56 Uhr
HSV: Duschebajew-Verpflichtung wohl geplatzt
Noch bei Atletico Madrid an der Seitenlinie: Trainer Talant Duschebajew.
Der nahezu als perfekt gegoltene Wechsel von Startrainer Talant Duschebajew zum deutschen Handball-Meister HSV Hamburg ist offenbar geplatzt. Nach übereinstimmenden Medienberichten wird der 43-Jährige im Sommer nicht vom spanischen Topclub Atlético Madrid an die Elbe wechseln. Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, scheiterten die Verhandlungen an den zu hohen Gehaltsforderungen Duschebajews. Angeblich soll der gebürtige Kirgise ein Jahresgehalt von rund 550.000 Euro gefordert haben. Das war wohl auch für HSV-Mäzen Andreas Rudolph und -Präsident Martin Schwalb, die Duschebajew als ihren Wunschtrainer bezeichnet hatten, zu viel.
Schwalb: "Wir haben keinen Zeitdruck"
Schwalb hatte bereits in den vergangenen Tagen aber auch stets betont, dass der ehemalige Weltklasse-Handballer nicht der einzige Kandidat für die Nachfolge des entlassenen Per Carlén war. "Wir haben keinen Zeitdruck und werden uns in aller Ruhe entscheiden. Spätestens zum 30. Juni", sagte Schwalb. Unter Interimstrainer Jens Häusler hatten die Hamburger am Mittwoch gegen die Füchse Berlin (24:23) einen wichtigen Erfolg im Kampf um die Qualifikation für die Champions League gefeiert. Duschebajew und der HSV waren sich zuvor in mehreren Punkten einig geworden, angeblich hatte der 43-Jährige auch die Freigabe von Madrid erhalten. Der Trainer selbst hatte sich derweil in der spanischen Tageszeitung "Marca" klar zu seinem derzeitigen Arbeitgeber bekannt. "Ich will bei Atletico bleiben", sagte Duschebajew.
Das große Rätseln: Wer wird neuer HSV-Coach?
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Nach nur knapp sechs Monaten ist die Amtszeit von Per Carlén beim HSV Hamburg bereits wieder beendet. Der Verein zog mit der Entlassung des Schweden die Konsequenzen aus der schwachen Hinrunde. Wer aber folgt beim Meister auf Carlén?
Der frühere Weltklasse-Handballer Talant Duschebajew wartet angeblich sehnsüchtig auf seine Chance, Trainer in der Bundesliga zu werden. Derzeit arbeitet der Kirgise erfolgreich beim spanischen Top-Club Atletico Madrid. Bei den Hamburgern galt er als Wunschtrainer, nun ist der Wechsel aber offenbar geplatzt.
Als Kandidat wird in den Medien der frühere Meistertrainer des THW Kiel, Zvonimir "Noka" Serdarusic, gehandelt. Der 61-Jährige wurde im Handball-Manipulationsprozess freigesprochen, seinem Comeback in der Bundesliga stünde nichts im Wege.
Ebenfalls im Gespräch ist Michael Roth vom Bundesliga-Konkurrenten MT Melsungen. Der frühere Nationalspieler leistet bei den Hessen hervorragende Arbeit. Da er zudem als guter Freund von HSV-Präsident Martin Schwalb gilt, wird sein Name an der Elbe zwangsläufig gehandelt.
Markus Baur hat eine Verlängerung seines Kontrakts beim TuS Nettelstedt-Lübbecke abgelehnt. Nun könnte der Weltmeister von 2007 beim HSV anheuern. Allerdings soll Baur vor einem Engagement beim Deutschen Handballbund (DHB) stehen.
Ola Lindgren feierte mit der HSG Nordhorn von 2003 bis 2009 große Erfolge. Sein anschließendes Engagement bei den Rhein-Neckar Löwen verlief unglücklich. Dennoch genießt der frühere Kreisläufer einen ausgezeichneten Ruf in der deutschen Handball-Szene.
Bereits seit 2004 coacht Velimir Petković FA Göppingen. In der vergangenen Serie führte der Bosnier die Schwaben überraschend zum Erfolg im EHF-Cup der Pokalsieger. Petković gilt als "Taktik-Fuchs". Und eben einen solchen sucht der HSV.
Sead Hasanefendić musste vor einigen Wochen den Stuhl beim VfL Gummersbach räumen. Und das, obwohl der Serbe die Oberbergischen in den vergangenen beiden Jahren zu zwei Europapokal-Siegen geführt hatte. Hasanefendić gilt als exzellenter Taktiker. Zudem verfügt er über große internationale Erfahrung.
Eine naheliegende Lösung wäre, dass Carléns Vorgänger Martin Schwalb die Mannschaft übergangsweise wieder trainiert. Der Einfluss des Präsidenten auf das Team soll noch immer groß sein. Findet sich nicht schnell ein geeigneter neuer Coach, würde Schwalb wohl bis zum Saisonende auf die Bank zurückkehren.
Vielleicht entscheidet sich der HSV aber auch für eine Übergangslösung mit einem Spielertrainer. Routinier Guillaume Gille wäre dann ein aussichtsreicher Kandidat.
Vielleicht entscheidet sich der HSV aber auch für eine Übergangslösung mit einem Spielertrainer. Routinier Guillaume Gille wäre dann ein aussichtsreicher Kandidat.
Zweimaliger Welthandballer
Der frühere Welthandballer Talant Duschebajew scheint der Wunschkandidat des HSV zu sein.
Der HSV Hamburg hatte sich im Dezember von seinem bisherigen Trainer Per Carlén getrennt, der erst zu Saisonbeginn verpflichtet worden war. Für den Rest der Saison soll dessen bisheriger Assistent Jens Häusler das Team betreuen. Ex-Spielmacher Duschebajew wurde in seiner aktiven Zeit als Spieler zweimal zum Welthandballer gewählt und mit der russischen Nationalmannschaft Weltmeister und Olympiasieger. Vier Jahre spielte er in Deutschland für Nettelstedt und Minden.
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Mit neuem Trainer und zwei neuen Spielern aus Flensburg geht der HSV Hamburg die Operation "Titelverteidigung" in der Bundesliga an. Das Aufgebot der Hanseaten in Bildern.
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