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Am Ende konnte HSV-Coach Martin Schwalb gegen Wetzlar jubeln.
Die HSV-Handballer haben ihren Trainer Martin Schwalb zwar gehörig Nerven gekostet, ihm und sich selbst das Weihnachtsfest aber in einem Herzschlagfinale gerettet. Der Meister von 2011 siegte am Samstagabend dank eines Tores von Fredrik Petersen kurz vor dem Abpfiff im Verfolgerduell gegen die HSG Wetzlar mit 30:29 (11:15). "Die zweite Halbzeit war überragend, ganz großer Sport. Es war beeindruckend, wie wir den Kampf angenommen und bis zum Schluss daran geglaubt haben, das Spiel noch gewinnen zu können", jubelte Schwalb. In der ersten Partie der Rückrunde bestätigten die Hanseaten damit den guten Eindruck von zuletzt, als sie mit 38:27 (19:14) gegen "Zebra"-Schreck MT Melsungen gewonnen hatten. In der Tabelle setzten sie sich mit dem nun elften Saisonsieg zwei Punkte vor die Hessen.
Tore für den HSV: Duvnjak (7), Petersen (6/3), Schröder (6), Hens (4), Vori (3), Nilsson (2), Flohr (1), Lindberg (1/1)
Tore für die HSG: Schmidt (7/3), Tiedtke (5), Fäth (5), Müller (5), Müller (3), Reichmann (1), Harmandic (1), Kristjansson (1), Fridgeirsson (1)
Zuschauer: 11.160
Die Tabellennachbarn begegneten sich zu Beginn des Spiels auf Augenhöhe. In der achten Minute brachte Hans Lindberg die Hausherren erstmals in Front (4:3). Doch nur drei Minuten später lag Wetzlar durch ein Tor von Philipp Müller (6:5) wieder vorn und der HSV bekam plötzlich kaum noch ein Bein auf den Boden. Jens Tiedtke baute den Vorsprung der Gäste erstmals auf fünf Treffer aus (10:5/16.), nach einem weiteren Müller-Tor waren es sogar sechs (14:8/25.). Für den 11:15-Halbzeitstand sorgte in den Schlusssekunden der ersten Hälfte Hamburgs Stefan Schröder. In der Folge kämpften die Hamburger um den Anschluss und Pascal Hens verkürzte tatsächlich auf 15:17 (34.). Zwar zogen die Hessen, nachdem Igor Vori für zwei Minuten runter musste, wieder davon (20:15/38.), doch der HSV blieb dran. Vori verkürzte den Abstand wieder auf ein Tor (20:21/45.). Acht Minuten später kamen die Gastgeber durch Domagoj Duvnjak zum 25:25.
Alles war vorbereitet für eine heiße Schlussphase: Doch die begann aus Hamburger Sicht denkbar ungünstig. Wegen zwei Zeitstrafen innerhalb von einer Minute für Marcin Lijewski und Matthias Flohr hatten die Wetzlarer plötzlich zwei Mann Überzahl. Der HSV spielte aber geschickt, ließ nur einen Treffer zu und ging dann durch Duvnjak sogar erstmals wieder in Führung (27:26/55.). Nun liefen die Hessen immer wieder einem Rückstand hinterher. 34 Sekunden vor dem Ende stand es allerdings 29:29. HSV-Coach Schwalb nahm noch eine letzte Auszeit - und zwei Sekunden vor dem Ende machte Petersen mit seinem sechsten Tor den Sieg perfekt.