HSV Hamburg: Ein "Projekt" auf Erfolgskurs
Aus den Negativ-Schlagzeilen ins sportliche Rampenlicht: Das ist der HSV Hamburg. mehr
Erst als seine Siebenmeter saßen, gelang dem HSV die Wende: Matthias Flohr (l.).
Die Bundesliga-Handballer des HSV Hamburg haben das Jahr 2012 mit einem Heimsieg abgeschlossen und wichtige Punkte im Kampf um die Qualifikation zur Champions League eingefahren. Gegen FA Göppingen gelang nach einer kuriosen ersten Halbzeit ein 34:29 (14:14)-Erfolg. Bester Werfer der Hamburger war Pascal Hens mit sieben Toren. Wichtig war der Sieg für den HSV deshalb, weil die SG Flensburg-Handewitt ihr Heimspiel souverän mit 35:22 gegen Balingen-Weilstetten gewann. Nationalspieler Lars Kaufmann war dabei der treffsicherste SG-Werfer mit neun Toren. Einen Auswärtssieg feierte Hannover-Burgdorf: Beim 30:26 in Lübbecke war Lars Lehnhoff mit sechs Toren bester Schütze seines Teams.
Tore für Hamburg: Hens (7), Lindberg (6), Flohr (6/4), Vugrinec (5), Duvnjak (4), Vori (3), G. Gille (1), B. Gille (1), Kraus (1)
Tore für Göppingen: Rnic (7), Markez (5/5), Haaß (3), Schöne (3), Schubert (3/1), Späth (2), Mrvalijevic (2), Thiede (2), Oprea (1)
Zuschauer: 13.171 (ausverkauft)
Die Hamburger fanden zunächst überhaupt nicht in die Partie. Nach der 1:0-Führung durch Matthias Flohr vergab der amtierende Meister nicht nur beste Wurfmöglichkeiten, sondern zog sich auch schlecht zurück. Die Folge war eine unglaubliche 10:2-Führung der Gäste nach einer knappen Viertelstunde. Besonders eklatant war die Siebenmeterschwäche der Hamburger: Sowohl Michael Kraus als auch Hans Lindberg scheiterten jeweils zwei Mal, erst Flohr brach in der 17. Minute den Bann. Dieser Treffer und die Einwechslung der Franzosen Guillaume und Bertrand Gille brachte die Wende im Spiel: In der 27. Minute gelang der Ausgleich - mit einem 14:14 ging es in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel lief es wesentlich besser für die Norddeutschen. Pascal Hens und Domagoj Duvnjak warfen eine Drei-Tore-Führung (36.) heraus. Die Göppinger kamen noch einmal bis auf einen Treffer heran, aber Dan Beutler mit einem gehaltenen Siebenmeter (51.) und Duvnjak mit einem Treffer in Unterzahl (52.) sorgten für die Schlüsselszenen in der zweiten Hälfte, an deren Ende der HSV vom Ergebnis her doch recht klar siegte.
Tore für Flensburg: Kaufmann (9), Mogensen (5), Svan Hansen (5), Knudsen (5), Voigt (3), Djordjic (3), Glandorf (2), Szilagyi (2), Mocsai (1)
Tore für Balingen: Wilke (8/4), Häfner (3), Alvanos (3), Bürkle (2), Gutbrod (2), König (1), Schlinger (1), Strobel (1), Ilitsch (1)
Zuschauer: 5.965
Auch Flensburg tat sich lange schwer gegen HBW Balingen-Weilstetten. Erst nach knapp zwölf Minuten gingen die Schleswig-Holsteiner erstmals in Führung (5:4). Die gaben sie dann allerdings nicht mehr her - und warfen bis zur 20. Minute einen 11:5-Vorsprung heraus. Mit einem klaren 17:7 endete die erste Halbzeit einer insgesamt dann doch einseitigen Bundesligapartie. Auch in der zweiten Spielhälfte ließ die SG nichts mehr anbrennen: Nach 42 Minuten hieß es 25:13, drei Minuten vor dem Ende 34:21.
Tore für Lübbecke: Vukovic (5), Tluczynski (4), Remer (4), D. Svensson (4),Verjans (3), Lyke (2), K. Svensson (2), Schröder (1), Gustafsson (1)
Tore für Hannover: Lehnhoff (6), Jurdts (5), Hallgrimsson (5), Johannsen (4), Svavarsson (3), Olsen (3), Jonsson (2), Clößner (2)
Zuschauer: 3.250
Einen überraschenden Auswärtssieg und zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf feierte die TSV Hannover-Burgdorf beim 30:26 (16:10) in Nettelstedt-Lübbecke. Dabei dominierten die Niedersachsen ihren Gegner schon in der ersten Hälfte, in der sie bis auf die neunte Minute (4:4) immer vorne lagen. TSV-Keeper Nenad Puljezevic hatte mit fünf Paraden entscheidenden Anteil an der 16:10-Pausenführung. In der zweiten Halbzeit gelang es Lübbecke nicht mehr heranzukommen, sodass Hannover die Partie am Ende souverän nach Hause brachte.