Stand: 23.03.2016 21:46 Uhr

SG Flensburg-Handewitt bleibt oben dran

von Ingmar Deneke, NDR.de
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Überragender Toschütze: SG-Rechtsaußen Lasse Svan.

Das war eine ganz "klare Kiste": Handball-Bundesligist SG Flensburg-Handewitt hat einen wichtigen Auswärtssieg gefeiert. Am 26. Spieltag gewann das Team von Trainer Ljubomir Vranjes beim HBW Balingen-Weilstetten deutlich mit 29:22 (17:12). In der Tabelle ziehen die Flensburger vorerst am THW Kiel vorbei und belegen den zweiten Platz hinter Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen. Bester Torschütze war Flensburgs Rechtsaußen Lasse Svan (neun Treffer).

Flensburg zieht schnell davon

Balingen-Weilstetten - Flensburg-Handewitt 22:29 (12:17)

Tore HBW Balingen-Weilstetten: Theuerkauf (5), Böhm (4), Nyokas (4), Thomann (3/2), Hausmann (2/2), Ilitsch (1), Krieg (1), Russ (1), Vasilakis (1)
Tore SG Flensburg-Handewitt: Svan (9), Glandorf (6), Wanne (6/2), Lauge (4), Djordjic (1), Kozina (1), Mogensen (1), Toft Hansen (1)
Zuschauer: 2.350

Den Flensburgern waren die Reisestrapazen nicht anzumerken. Beim knapp 900 Kilometer entfernten HBW waren die Norddeutschen von Anfang an hellwach. Nach der schnellen 1:0-Führung der Gastgeber kam die SG mächtig ins Rollen und erspielte sich bis zur elften Minute einen Sechs-Tore-Vorsprung (9:3). Herausragend in dieser frühen Phase waren Rückraumspieler Holger Glandorf (zwei Tore) und die beiden Außen Svan und Hampus Wanne, die bis dahin jeweils dreimal getroffen hatten. Nun ging es darum, den komfortablen Vorsprung zu behaupten und auszubauen. Das gelang: Die Flensburger kontrollierten die Partie und zogen Stück für Stück davon. Wanne verwandelte einen Siebenmeter zum 14:6 (21.). Die Schleswig-Holsteiner überzeugten beim HBW, vor fast exakt einem Jahr hatte die SG auf der Schwäbischen Alb nur mit Mühe ein 20:20 erreicht. Am Ende der ersten Hälfte ließ Flensburg dann doch noch etwas nach, das 17:12 war trotzdem ein gutes Polster.

SG lässt nichts mehr anbrennen

Ein gehaltener Siebenmeter von SG-Torwart Mattias Andersson war der erste Höhepunkt der zweiten Hälfte. Die Flensburger, die personell aus dem Vollen schöpfen konnten, wollten den selbst ernannten "Galliern von der Alb" keinen Anlass zur großen Gegenwehr geben. Glandorf sorgte in der 46. Minute für eine Neun-Tore-Führung, der überragende Rechtsaußen Svan erhöhte auf 26:16. Am Ende spielte das auswärtsstärkste Team der Bundesliga den Sieg locker und sicher nach Hause. Die weite Reise hatte sich gelohnt.

Bereits am Sonntag sind die Flensburger wieder im Einsatz, diesmal in der Champions League. Das Rückspiel gegen Montpellier steht auf dem Programm. Im Hinspiel hatte sich der Bundesligist in Frankreich mit 28:27 durchgesetzt. Die Erfolgsserie der SG Flensburg-Handewitt dürfte also weitergehen.