Stand: 09.06.2017 09:00 Uhr

"Recken" im freien Fall: Was wird aus Bürkle?

Hannover-Burgdorfs Trainer Jens Bürkle wirkt konsterniert.

Wenn am Sonnabend gegen 17.40 Uhr in der Unihalle von Wuppertal die Schlusssirene ertönt, wird dies bei den Fans des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf folgende Gefühle erzeugen: tiefe Dankbarkeit und grenzenlose Erleichterung. Nach der Partie beim Bergischen HC ist sie dann endlich vorbei, diese absurde Saison, die solche Extreme bereitgehalten hatte. "So schön die Hinrunde war, so weh tut die Rückrunde", räumte Trainer Jens Bürkle am vergangenen Mittwoch nach der 23:27-Heimniederlage seiner Mannschaft gegen den Abstiegskandidaten TBV Lemgo ein.

Der 36-Jährige zuckte im Verlauf der Pressekonferenz wiederholt mit den Schultern. Dem gebürtigen Schwaben, der einen Vertrag bis 2019 besitzt, stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Es könnte für ihn nicht nur das letzte Heimspiel der Saison, sondern auch das vorletzte als Chefcoach der TSV Hannover-Burgdorf gewesen sein.

2:28 Punkte aus 15 Spielen

Immerhin ist den "Recken" unter seiner Verantwortung in den 15 Bundesligaspielen des Jahres 2017 nicht ein einziger Sieg gelungen. Es reichte nur zu Unentschieden gegen den TVB 1898 Stuttgart (24:24) und beim Tabellenletzten HSC 2000 Coburg (27:27). Das gefühlte Nichts von 2:28 Punkten hat das Team um die Europameister Kai Häfner und Erik Schmidt in der Tabelle tief abstürzen lassen. Nach den ersten 18 Spielen hatten die Niedersachsen mit 22:14 Zählern noch den fünften Rang belegt, von der Qualifikation für den EHF-Cup geträumt. Und nun gehen sie mit 24:42 Punkten als Elfter in den 34. Spieltag.

Letzte Chance beim BHC

Gegen Lemgo bot Hannover-Burgdorf eine erschreckend uninspirierte Leistung. Da war - außer bei Morten Olsen - nicht zu erkennen, dass die Mannschaft mit Macht die Trendwende erzwingen wollte. Und so bleibt nur noch eine Chance, den Bann zu brechen - am Sonnabend beim BHC. "Eine Sache wollen wir noch erreichen, und das ist ein Sieg in der Rückrunde", beschwor Schmidt, den es nach dieser Serie zu den Füchsen Berlin zieht. Bürkle strahlte nach dem Lemgo-Spiel nicht wirklich Zuversicht aus. "Wir sind in einer Situation, die alles andere als schön ist", räumte der Coach in der Pressekonferenz ein.

"Der Handball fällt uns gerade schwer"

Der neben ihm sitzende Geschäftsführer Benjamin Chatton rang in seiner Analyse nach Worten. "Der Handball fällt uns gerade schwer. Wir werden versuchen, das Spiel beim Bergischen HC zu gewinnen. Dass dies alles andere als einfach ist, liegt auf der Hand. Nichtsdestotrotz wollen wir mit einem Erfolgserlebnis aus der Saison gehen", sagte der 36-Jährige. Selbst wenn dies tatsächlich gelingen sollte, dürfte es doch sehr fraglich sein, ob Bürkle als Trainer des Teams angesichts dieser Rückrundenbilanz weitermachen darf.

Dieses Thema im Programm:

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