Stand: 21.09.2017 20:47 Uhr

Nächster Rückschlag: THW Kiel verliert in Wetzlar

Der THW Kiel hat in der Handball-Bundesliga den nächsten Rückschlag einstecken müssen und am 6. Spieltag bereits die dritte Saisonniederlage kassiert. Der deutsche Rekordmeister unterlag bei der HSG Wetzlar nach enttäuschender Leistung mit 22:30 (13:14). "Klar, muss das in der Höhe nicht sein", sagte Linksaußen Rune Dahmke dem NDR Hörfunk, "aber daran merkt man, dass wir ab einem gewissen Zeitpunkt aufgeben." Eine bittere Erkenntnis. Besser war die Laune dagegen bei der SG Flensburg-Handewitt, die sich im Topduell durchsetzte. Das Team von Trainer Maik Machulla gewann 30:25 (16:11) beim bisherigen Tabellen-Zweiten MT Melsungen.

Kiel - verunsichert in Wetzlar

Wetzlar - Kiel 30:22 (14:13)

Tore Wetzlar: Björnsen 8, A. Hermann 6, Kvist 5, Ferraz 3, Kohlbacher 2, Lindskog 2, Pöter 2, Cavor 1, Mirkulovski 1
Tore Kiel: Dissinger 5, Ekberg 4, R. Toft Hansen 3, Bilyk 2, Vujin 2, Zarabec 2, Dahmke 1, Frend Öfors 1, Weinhold 1, Wiencek 1
Zuschauer: 4.421

Der 6. September 2016 ist vielen Fans des THW Kiel noch in schlechter Erinnerung. Es war der dritte Spieltag der vergangenen Saison, als der Rekordmeister in Wetzlar sensationell mit 24:27 unterlag. Eine 14-jährige Siegesserie bei den Hessen ging damals zu Ende - und auch diesmal fuhren die Kieler als enttäuschte Verlierer nach Hause. Im Tor begann Andreas Wolff - der Nationalkeeper erwischte mit seinem Team einen Fehlstart (1:4). Die "Zebras" holten auf und gingen in der 19. Minute erstmals in Führung (6:5). Zur Pause musste die Gäste aber wieder der Heimmannschaft den Vortritt lassen (13:14). In der zweiten Hälfte rückte Niklas Landin für Wolff ins Tor, doch der auch Däne bekam zu wenig Hände an die Bälle - der wacklige THW musste Wetzlar auf 17:21 davonziehen lassen (44.). Danach fand das inviduell besser besetzte Gislason-Team kein Mittel gegen die mannschaftliche Geschlossenheit des Gegners, der sich in einen Rausch spielte und in Torhüter Benjamin Buric den überragenden Mann des Abends in den Reihen hatte. Die Niederlage fiel mit 22:30 am Ende deutlich und deftig aus. "Natürlich muss ich mich selbst fragen, warum die Mannschaft so verunsichert ist", sagte der geknickte THW-Trainer Gislason bei "sky".

Flensburg ruhig und souverän

Melsungen - Flensburg 25:30 (11:16)

Tore Melsungen: Reichmann 10, Kühn 4, Jaanimaa 3, F. Lemke 3, Maric 3, Golla 2
Tore Flensburg: Lauge 10, Glandorf 5, Svan 5, Mogensen 3, Wanne 3, H. Toft Hansen 2, Zachariassen 2
Zuschauer: 4.300

Die Flensburger waren vor ihrer Partie gewarnt, schließlich hatten sich die mit den Europameistern Finn Lemke, Tobias Reichmann und Julius Kühn verstärkten Melsunger bereits gegen Kiel durchgesetzt. Die SG begann sehr konzentriert, mit viel Tempo und gelungenen Spielzügen. Das zeigte Wirkung beim Gegner: "Das ist doch kein Freundschaftsspiel, ey", ermahnte Melsungens Trainer Michael Roth seine Spieler. Doch die Gäste aus dem hohen Norden agierten weiter souverän, hatten das Geschehen unter Kontrolle und lagen nach dem ersten Durchgang mit 16:11 vorne. Nach der Pause wurde Melsungen stärker, vor allem die Treffer von Reichmann weckten die Fans auf. Doch die SG ließ den Gegner nicht mehr nah an sich herankommen. Angeführt von den Rückraumschützen Rasmus Lauge und Holger Glandorf spielten die Flensburger das Spiel seriös zu Ende und konnten sich über den verdienten 30:25-Sieg freuen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 21.09.2017 | 22:40 Uhr

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