Stand: 10.02.2016 20:40 Uhr

Kiel kommt gut aus der EM-Pause

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Der THW Kiel feierte einen ungefährdeten Heimsieg gegen Gummersbach.

Der THW Kiel ist erfolgreich aus der EM-Pause gekommen. Der deutsche Handball-Meister gewann am Mittwoch in eigener Halle mit 31:26 (14:11) gegen den VfL Gummersbach und hält damit den Druck auf den Bundesliga-Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen aufrecht. In einer nicht immer hochklassigen Partie war Domagoj Duvnjak mit neun Toren bester THW-Werfer. Für die vor allem in der ersten Hälfte gut mithaltenden Gummersbacher traf Julius Kühn acht Mal. Eine gelungene Generalprobe für die "Zebras", die am Sonntag (19.30 Uhr) in der Champions League bei der SG Flensburg-Handewitt antreten müssen.

THW ohne drei Europameister, aber mit Lackovic

Die Kieler taten sich nach der EM-Pause und mit einer auf einigen Positionen neu zusammengestellten Mannschaft schwer, ins Spiel zu finden. Steffen Weinhold, Christian Dissinger und auch Rune Dahmke, die drei deutschen Europameister des THW, konnten nicht auflaufen. Dafür standen in Ilija Brozovic vom insolventen HSV und Blazenko Lackovic (wurde aus Skopje geholt) zwei Neue auf der Platte. Zudem konnte Dominik Klein nach überstandener Kreuzbandzerrung wieder mitwirken. Vor allem Lackovic, der schon für Flensburg und Hamburg in der Bundesliga aufgelaufen war, war sofort präsent und half dem stotternden THW-Angriffsmotor mit erfolgreichen Einzelaktionen in die Gänge zu kommen. Es lag allerdings nicht nur an dem Kieler Findungsprozess, sondern auch an der Gummersbacher Disziplin, dass die Gastgeber sich nicht zunächst nicht absetzen konnten. Im Gegenteil: In doppelter Unterzahl hatten sie fünf Minuten vor der Pause Glück, dass der VfL etwas den Faden verlor. Die Drei-Tore-Führung zur Halbzeit für die Schleswig-Holsteiner fiel gefühlt etwas zu hoch aus.

Zu viele Zeitstrafen bei Gummersbach

Das kümmerte die Kieler kaum. Nach dem Seitenwechsel hatte sich das Team von Trainer Alfred Gislason gefunden und legte einen ihrer berühmt-berüchtigten Zwischenspurts ein. 17:12 hieß es nach 35 Minuten, gegen Gummersbacher, die das Niveau aus der ersten Hälfte nicht mehr halten konnten. Auch die dritte Zwei-Minuten-Strafe gegen Erlend Marmelund, gleichbedeutend mit dem Spielausschluss, brachte den Rekord-Meister nicht aus dem Tritt. Auch der VfL kassierte einige Zeitstrafen. Ständig in Unterzahl war für die Gäste in der ausverkauften THW-Arena nichts zu holen. Knapp zehn Minuten vor dem Ende führten die "Zebras" souverän mit 25:20 - die Vorentscheidung. Der VfL hatte nicht die Möglichkeiten, um eine Aufholjagd zu starten.

THW Kiel - VfL Gummersbach 31:26 (14:11)

Tore Kiel: Duvnjak (9), Ekberg (8), Vujin (6), Klein (5), Lackovic (3)
Gummersbach: Kühn (8), Schmidt (7), Ernst (3), Bult (2), Pevnov (2), Schröder (2), Schindler (1), von Gruchalla (1)
Zuschauer: 10.285

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