Stand: 03.12.2017 14:02 Uhr

Flensburg wieder Erster - "Recken" bleiben dran

Die SG Flensburg-Handewitt hat sich am 15. Spieltag der Handball-Bundesliga keine Blöße gegeben. Die Schleswig-Holsteiner setzten sich am Sonntagmittag bei GWD Minden mit 34:30 (18:13) durch und lösten die punktgleichen Füchse Berlin wieder von der Tabellenspitze ab. Die Hauptstäder hatten an diesem Wochenende spielfrei. Erfolgreichste Schützen für den Vizemeister waren Rasmus Lauge und Hampus Wanne mit je neun Treffern.

SG gut erholt von Derby-Pleite gegen Kiel

Die SG zeigte sich gut erholt von der Derby-Pleite am vergangenen Mittwoch in der Königsklasse gegen den THW Kiel. Bereits nach sieben Minuten schlug eine 5:2-Führung für die Schleswig-Holsteiner zu Buche. Auch im Anschluss war das Team von Coach Maik Machulla dem Kontrahenten in allen Belangen überlegen und konnte den Vorsprung rasch auf fünf Tore ausbauen (14:9/20.). Herausragende Flensburger Akteure in der ersten Hälfte waren Lauge und Anders Zachariassen. Auch Keeper Mattias Andersson zeigte sich nach seinem unglücklichen Auftritt im Duell mit den "Zebras" stark formverbessert. Der Routinier entschied das Torwart-Duell mit dem früheren THW-Ersatzmann Kim Sonne für sich. Bereits zur Pause schienen die Norddeutschen mit einer 18:13-Führung die Weichen auf Sieg gestellt.

Machulla-Team zwischenzeitlich in Bedrängnis

GWD Minden - SG Flensburg-Handewitt 30:34 (13:18)

Tore GWD Minden: Svitlica 8/4, Gullerud 5, Michalczik 4, Rambo 4, Korte 3, Pusica 2, Südmeier 2, Doder 1, Zvizej 1
SG Flensburg-Handewitt: Lauge Schmidt 9/3, Wanne 9, Zachariassen 6, Svan 5, Glandorf 3, Mogensen 2
Zuschauer: 2.727

Doch in den zweiten 30 Minuten wurde es noch einmal brenzlig für den Favoriten. Er agierte nach der Halbzeit plötzlich unkonzentriert und fahrig, sodass Minden Tor um Tor aufholen konnte. Als Mats Korte zum 24:24 egalisierte (43.), war die Partie wieder völlig offen. Die SG war gezwungen, die Schlagzahl wieder zu erhöhen und tat dies auch umgehend. Mit einem 3:0-Lauf durch Treffer von Wanne, Holger Glandorf sowie Zachariassen ging der Gast wieder mit 27:24 in Front (49.). Diesen Vorteil gab die Machulla-Equipe nicht mehr aus der Hand und brachte den Arbeitssieg letztlich abgeklärt über die Zeit.

Hannover-Burgdorf bezwingt Gummersbach

Weitaus spannender gestaltete sich das Duell der TSV Hannover-Burgdorf mit Altmeister VfL Gummersbach, das die Niedersachsen mit 28:22 (12:12) gewannen. Die nach dem Trainerwechsel von Dirk Beuchler zu Denis Bahtijarevic wiedererstarkten Bergischen, die zuletzt unter anderem Kiel bezwangen, verlangten den "Recken" von Beginn an alles ab. In einer von beiden Seiten sehr intensiv geführten Begegnung brachte Gäste-Schlussmann Carsten Lichtlein die TSV-Schützen im ersten Durchgang nahezu zum Verzweifeln. Einen Tag vor seinem 37. Geburtstag entschärfte der Europameister von 2004 und 2016 in den ersten 30 Minuten acht Würfe und hatte so großen Anteil am Remis der abstiegsbedrohten Gummersbacher zur Halbzeit.

Rasche Vorentscheidung nach der Pause

TSV Hannover-Burgdorf - VfL Gummersbach 28:22 (12:12)

Tore TSV Hannover-Burgdorf: Mortensen 7/3, Patrail 7, Karason 5, Olsen 4, K. Häfner 2, Pevnov 2, Kastening 1
VfL Gummersbach: Köpp 5, Sommer 5, von Gruchalla 4/2, Pujol 3, Zhukuv 2, Lichtlein 1, Matic 1, Preuss 1
Zuschauer: 5.205

Nach dem Seitenwechsel wusste sich Hannover insbesondere im Positionsangriff erheblich zu steigern, während der VfL sein Niveau aus dem ersten Durchgang nicht halten konnte. Die Hausherren konnten sich schnell auf 19:13 absetzen (41.) und so den Grundstein für den elften Saisonsieg legen. Hernach konnten die Gäste das Duell zwar wieder ausgeglichen gestalten. Weil die "Recken" aber bis zum Schluss konzentriert deckten, geriet ihr Erfolg nicht mehr in Gefahr.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 03.12.2017 | 22:40 Uhr

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