Stand: 14.09.2017 21:16 Uhr

Es geht doch! Kiel und Flensburg gewinnen

Durchpusten im Norden: Die Fehlstarter aus Kiel und Flensburg haben am fünften Spieltag der Handball-Bundesliga mit viel Mühe in die Erfolgsspur zurückgefunden. Der THW Kiel verhinderte die dritte Niederlage in Folge und gewann gegen den SC DHfK Leipzig mit 29:26 (15:14). Der deutsche Rekordmeister tat sich am Donnerstagabend lange schwer, setzte sich dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte und einer starken Schlussphase durch. Ganz ähnlich war der Spielverlauf in Flensburg. Angeführt von Topwerfer Holger Glandorf besiegte die SG nach Anfangsproblemen den HC Erlangen mit 29:21 (14:12).

Landin überragt im Kieler Tor

Kiel - Leipzig 29:26 (15:14)

Tore Kiel: Weinhold (7), Zarabec (6), Nilsson (4), Ekberg (3/3), Wiencek (3), Dahmke (3), Landin (1), Toft Hansen (1), Dissinger (1)
Tore Leipzig: Weber (5/1), Semper (4), Rojewski (4), Milosevic (3), Krzikalla (2), Jurdzs (1), Janke (1), Pieczkowski (1)
Zuschauer: 10.285

Der THW war gewarnt. Leipzig hatte erst am vergangenen Sonntag mit dem 25:22-Sieg gegen Flensburg ein dickes Ausrufezeichen in der Liga gesetzt. Und auch gegen Kiel begann der Außenseiter stark - der Rekordmeister lag nach 18 Minuten mit zwei Toren zurück (7:9). Fünf Minuten später konnte der THW zum 11:11 ausgleichen - und kurz darauf sogar in Führung gehen. Niklas Landin, der im Tor begann und stark hielt, traf in den leeren Leipziger Kasten - die Gäste hatten in Unterzahl ihren Keeper rausgenommen. Als Patrick Wiencek anschließend erhöhte, wurden die Fans in der Ostseehalle lauter. Der Wendepunkt? Nein. Zur Pause prangte lediglich ein knapper 15:14-Vorsprung auf der Anzeigetafel und in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs war der THW-Vorsprung schnell wieder verspielt (16:16), nach 40 Minuten lagen die "Zebras" sogar wieder zurück (19:21). Vor allem Nationalspieler Wiencek stemmte sich in dieser Phase gegen die drohende Niederlage - der aufgeputschte Kreisläufer forderte die Fans immer wieder zur lautstarken Unterstützung auf und sah später nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Auch Linksaußen Rune Dahmke fasste sich jetzt ein Herz und brachte den THW mit einem Doppelpack mit 24:22 in Führung (44.).

"Wichtig, füreinander zu kämpfen"

Keeper Landin wurde nun immer stärker und war der große Rückhalt des zweiten Durchgangs, in der Offensive lenkte der kleine Miha Zarabec (1,77 m) geschickt das Geschehen. Nach dem Schlusspfiff konnten die Kieler einen verdienten 29:26-Erfolg feiern - ein wichtiger Sieg für das Selbstvertrauen des in die Krise geratenen Rekordmeisters. Erfolgreichster Kieler Werfer war Steffen Weinhold mit sieben Toren. "Wir haben versucht zusammenstehen, es war wichtig das wir füreinander gekämpft haben", sagte der Nationalspieler.

Starker Glandorf führt Flensburg zum Sieg

Flensburg - Erlangen 29:21 (14:12)

Tore Flensburg: Glandorf (12), Lauge Schmidt (6/4), Wanne (4), Mogensen (3), Toft Hansen (2), Svan (1), Jeppsson (1)
Tore Erlangen: Schröder (5), Büdel (4/2), Stranovsky (3), Steinert (2/1), Theilinger (2), Jonas Link (2), Haass (1), Bissel (1), Nikolai Link (1)
Zuschauer: 5.221

In Flensburg hatten Fans und Mannschaft an diesem Jubiläums-Donnerstag schon vor dem Spiel Grund zu feiern. Thomas Mogensen erhielt vor dem Anpfiff eine Ehrung zum 500. Auftritt im Trikot der SG am vergangenen Sonntag - eine Marke, die vor ihm nur Lars Christiansen und Jan Holpert erreicht hatten. Außerdem absolvierte Mattias Andersson gegen Erlangen seine 500. Bundesliga-Partie. In diesem Spiel war der schwedische Rotinier von Anfang an gefordert, die erste Hälfte war ausgeglichen, die Flensburger konnten sich nicht absetzen - Halbzeitstand: 14:12. Der überragende Rückraumspieler Holger Glandorf (zwölf Treffer) war es dann, der die SG fast im Alleingang auf die Siegerstraße warf - seine Mannschaft zog entscheidend auf 21:16 davon (40.). Diesen Vorsprung gaben die Flensburger nicht mehr aus der Hand, das 29:21 war am Ende ein souveräner Heimerfolg.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 14.09.2017 | 22:40 Uhr

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