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Handball-Bundesligist THW Kiel hat in der angeblichen Manipulations-Affäre eine Geldüberweisung vom früheren Trainer Zvonimir Serdarusic erhalten. "Nach der Vernehmung von Uwe Schwenker bei der Staatsanwaltschaft Kiel ist eine Zahlung von Noka Serdarusic beim THW Kiel eingegangen", bestätigte Klaus-Hinrich Vater am Sonntag bei NDR 1 Welle Nord. Über den Grund und die Höhe der Zahlungen wollte der Aufsichtsrats-Vorsitzende keine Angaben machen. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, soll Serdarusic 30.000 Euro auf ein Konto des Vereins überwiesen haben. Demnach soll die Summe ein Teil der 152.000 Euro sein, deren Verbleib im Mittelpunkt des Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft stehen.
Der Kieler Ex-Manager Schwenker hatte jüngst als Beschuldigter bei der Staatsanwaltschaft ausgesagt, 92.000 Euro seien an einen kroatischen Spielervermittler für dessen Dienste bei Spielertransfers geflossen. Barabhebungen in Höhe von 60.000 Euro erklärte Schwenker laut dem Nachrichtenmagazin damit, dass er das Geld Trainer Serdarusic "geliehen" habe. Der Coach verrechnete die Summe nun angeblich mit noch ausstehenden Prämien beim THW und überwies den Rest zurück. "Die dem THW bisher bekannten Angaben von Schwenker haben den Verdacht von Bestechungszahlungen an Schiedsrichter nicht bestätigt. Soweit in den Medien über Rückzahlungen an den THW Kiel berichtet wird, beziehen sie sich ausschließlich auf ein internes Vertragsverhältnis", hieß es in einer Stellungnahme des Rekordmeisters nach einer Sitzung am Sonntag.
Nähere Angaben wollten die Verantwortlichen wegen laufender Ermittlungen nicht machen. Sobald es Grünes Licht von der Staatsanwaltschaft gebe, werde sich der THW genauer erklären, sagte der Aufsichtsrats-Vorsitzende Vater. Dem THW wird vorgeworfen, mindestens zehn Spiele in der Champions League durch Schiedsrichter-Bestechung manipuliert zu haben, darunter das siegreiche Finale 2007 gegen den Nord-Rivalen SG Flensburg-Handewitt. Gemeinsam mit Serdarusic wird Schwenker als Drahtzieher von Bestechungsversuchen vermutet. Beide haben bislang alle Schuldzuweisungen bestritten.
Zu Inhalten der Vernehmung sagt die Kieler Staatsanwaltschaft nichts. (Meldung vom 16.11.2009)
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