Stand: 03.03.2016 21:46 Uhr

SG Flensburg-Handewitt patzt beim Angstgegner

Bitter für Rasmus Lauge und seine Flensburger: Einen sicher geglaubten Sieg gab die SG in Hannover noch aus der Hand.

Es soll einfach nicht sein für die SG Flensburg-Handewitt. Die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes kam am Donnerstagabend bei der TSV Hannover-Burgdorf vor 4.100 Zuschauern in der ausverkauften Arena nicht über ein 25:25 (15:10) hinaus. Die Schleswig-Holsteiner verspielten in den letzten zehn Minuten eine Sechs-Tore-Führung. Damit datiert der letzte Sieg in Hannover weiter vom 21. Dezember 2011, als dort ein 31:29 gelang. Danach folgten zwei knappe Niederlagen und jetzt zwei Remis. Flensburg liegt mit jetzt 36:8 Punkten als Dritter zwei Zähler hinter den Rhein-Neckar Löwen und dem THW Kiel (beide 38:6) zurück. Der TSV Hannover-Burgdorf gelang die Belohnung für eine kämpferisch herausragende Leistung. Das Team von Trainer Jens Bürkle ist mit jetzt 26:20 Zählern Tabellenachter.

Glandorf in Gala-Form

H-Burgdorf - SG Flensburg-Handewitt 25:25 (10:15)

Tore Hannover: Häfner (8), Christophersen (5), Olsen (4), Mortensen (3/2), Karason (2), Patrail (2), Lehnhoff (1/1)
Tore SG Flensburg-Handewitt: Glandorf (10), Svan (6), Lauge Schmidt (3), Eggert (2/1), Mogensen (2), Jakobsson (1), Kozina (1)
Strafminuten: 14:4
Zuschauer: 4.100

Die SG musste auf Kentin Mahé (fiebrige Erkältung) verzichten. Aber auch ohne den französischen Spielmacher waren die Gäste schnell richtig gut drin in der Partie. Die von Tobias Karlsson organisierte Abwehr ließ den Niedersachsen nur wenige Lücken. Und wenn sie dann doch einmal durchkamen, war da häufig noch der "alte Mann" im Tor der SG - der 37-jährige Schwede Mattias Andersson stand in der ersten Halbzeit einige Male einem Torerfolg der Gastgeber im Weg. Nach neun Minuten hatten sich die Flensburger durch einen Treffer ihres Rückraumspielers Holger Glandof auf 6:3 abgesetzt. Und diese Führung baute das Team von Trainer Ljubomir Vranjes bis zur Pause auf fünf Tore Differenz aus; Thomas Mogensen gelang das 15:10. Allein Glandorf, der am vergangenen Sonnabend im Champions-League-Heimspiel gegen MKB Veszprem (28:29) unter seinen Möglichkeiten geblieben war, steuerte sechs Treffer zu dieser Führung bei.

Häfner und Christophersen schocken die SG

Diesen Vorsprung verteidigten die Flensburger auch zum Beginn der zweiten Halbzeit. In der 40. Minute sorgte Rechtaußen Lasse Svan für das 19:14. Das Team von TSV-Trainer Bürkle mühte sich nach Kräften, dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben. Es wurde aber enorm dadurch erschwert, dass die Gastgeber Glandorf einfach nicht in den Griff bekamen. Durch zwei Treffer des Nationalspielers setzte sich die SG auf 24:18 (49.) ab. Dann aber drehte bei Hannover-Burgdorf Europameister Kai Häfner auf. Drei Treffer steuerte er zu einem 4:0-Lauf der Gastgeber zum 22:24 (53.) bei. Häfner gelang gar das 24:25 (57.). SG-Coach Vranjes nahm die Auszeit. Doch auch das half nichts mehr. Hannover wurde von den begeisterten Fans nach vorne gepeitscht, und Christophersen gelang 42 Sekunden vor dem Ende das 25:25. Eine Sekunde vor dem Ende erhielt die SG noch einen Freiwurf. Den setzte Petar Djordjic aber neben das Tor.

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