Stand: 25.11.2015 21:54 Uhr

THW Kiel ringt Melsungen nieder

von Johannes Freytag, NDR.de
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Steffen Weinhold steuerte drei Treffer zum Kieler Sieg gegen Melsungen bei.

Der THW Kiel hat das Spitzenspiel in der Handball-Bundesliga gewonnen. 32:27 (17:15) rang der Rekordmeister am Mittwochabend den bis dato auswärts unbesiegten Überraschungszweiten MT Melsungen nieder. Dass sich Kiel am Ende durchsetzte, lag vor allem an Torhüter Niklas Landin, der das Duell gegen seinen Vorgänger Johan Sjöstrand für sich entschied. Die Schleswig-Holsteiner schlossen damit nach Minuspunkten (sechs) zu den Nordhessen auf. Der Rückstand auf Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen, jüngst von Melsungen bezwungen, beträgt vier Minuspunkte. Beste Kieler Werfer waren Domagoj Duvnjak mit neun Treffern und Rune Dahmke (acht).

Der Kader des THW Kiel für die Serie 2015/2016

Starker THW-Beginn, Melsungen kämpft sich heran

THW Kiel - MT Melsungen 32:27 (17:15)

Tore für Kiel: Duvnjak (9), Dahmke (8), Ekberg (4/2), Vujin (4), Weinhold (3), Cañellas (2), Dissinger (2)
Tore für Melsungen: Sellin (7/3), Maric (6), Allendorf (4), Schneider (3), P. Müller (2), Vuckovic (2), Danner (1), Rnic (1), M. Müller (1)
Zuschauer: 10.285

Die "Zebras" zeigten von der ersten Sekunde an, dass sie gewillt waren, Melsungen mit schnellem, aggressivem Spiel unter Druck zu setzen. Christian Dissinger traf bereits nach 31 Sekunden zum 1:0, nach 13 Minuten hatte Duvnjak mit seinem dritten Treffer bereits für eine Drei-Tore-Führung (8:5) gesorgt. Nach 19 Minuten lag Kiel mit fünf Treffern vorne (12:7). Entscheidend in dieser Phase der Partie war nicht nur die Kieler Offensivstärke: THW-Keeper Landin glänzte mit starken Paraden, während sich der frühere Kieler Sjöstrand auf Melsunger Seite nicht entscheidend in Szene setzen konnte. Nach 20 Minuten wurde Sjöstrand durch René Villadsen ersetzt. Dass die MT gegen Ende der ersten Spielhälfte bis auf 15:16 herankam, lag aber nicht an Villadsen, sondern mehr an der Nachlässigkeit der Gastgeber: In Überzahl kassierten sie zwei Gegentreffer - erst mit der Halbzeit-Sirene stellte Duvnjak wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung her (17:15).

Landin verhindert den Ausgleich

Was auch immer THW-Coach Alfred Gislason seinem Team in der Pause gesagt haben mag, es zeigte zunächst Wirkung: Binnen fünf Minuten warfen sie ein 20:16 heraus (35.). Aber die Nordhessen - wieder mit Sjöstrand im Tor - ließen sich nicht abschütteln: Drei Minuten später stand es nur noch 20:19 und Landin verhinderte mit einer starken Parade gegen Johannes Sellin den Ausgleich. Im Gegenzug traf Niklas Ekberg per Siebenmeter, kurz darauf Duvnjak - die "Zebras" hatten wieder ein kleines Polster von drei Toren vorgelegt (22:19/40.). Sicherheit gab das nicht, Melsungen blieb dran, drei Minuten vor dem Ende war der Vorsprung auf ein Tor zusammengeschmolzen (28:27). Gislason nahm seine letzte Auszeit, um sein Team noch einmal entscheidend einzustellen. Und das gelang: Steffen Weinhold, Duvnjak und Joan Cañellas machten mit ihren Treffern den Deckel endgültig drauf.

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