Stand: 12.06.2017 11:51 Uhr

HSV-Ikone Hens beendet Handball-Karriere

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Pascal Hens in seinem letzten Bundesligaspiel: Gegen den THW Kiel reichte es immerhin noch zu einem Treffer.

Am Ende schloss sich der Kreis: Pascal Hens hat sein letztes Bundesligaspiel gegen den Verein bestritten, gegen den er auch einst in der höchsten deutschen Handball-Klasse debütierte. Mit dem 22:25 von Balingen-Weilstetten gegen den THW Kiel endete am Sonnabend die beeindruckende Karriere des langjährigen DHB-Nationalmannschaftskapitäns, die 1999 mit der Partie der SG Wallau-Massenheim gegen Kiel begonnen hatte. Hens, der vor allem in seinen 13 Jahren beim HSV Hamburg zahlreiche Titel gewann, wird seinen auslaufenden Vertrag in Balingen nicht mehr verlängern: "Für mich ist es jetzt vorbei", sagte der Weltmeister von 2007.

Die Karriere von "Pommes" in Bildern

13 Jahre beim HSV von Erfolg zu Erfolg

Damit verlässt ein ganz Großer seines Sports die Bühne. "Trotz der Verletzungen ist sehr viel sehr gut gelaufen. Deshalb möchte ich auch Danke sagen bei all denen, die mich in den Jahren so phänomenal unterstützt haben. Aber jetzt bin ich froh, dass das Kapitel Handball beendet ist", erklärte Hens, der mit seiner brachialen Spielweise in gut 500 Erstliga-Spielen auf der Königsposition im linken Rückraum wirbelte und durch seine aufgeschlossene und sympathische Art in Verein und DHB-Auswahl stets Publikumsliebling war.

Unfreiwilliger Abschied aus Hamburg

Von 2003 bis 2016 lief der Rückraumspieler für die HSV-Handballer auf, mit denen er die Meisterschaft 2011, die Champions League (2013), zweimal den DHB-Pokal (2006 und 2010) sowie den Europapokal der Pokalsieger (2007) gewann. Der Abschied aus Hamburg war dann nicht freiwillig, sondern der Insolvenz des Clubs wegen des Rückzugs von Mäzen Andreas Rudolph geschuldet. Einem halben Jahr in Dänemark beim HC Midtjylland folgte das Engagement in Balingen, das nun sein Ende fand.

Wie es nun weitergeht? Erst mal geht es zurück zu Frau und Kindern nach Hamburg, danach will er mit der Familie in den Urlaub fahren und "nach zwei Jahren wieder Golf spielen." Den aktiven Handball werde er "wohl vermissen, auch wenn ich es mir momentan noch nicht vorstellen kann", sagte der Mann, dessen Markenzeichen der blond gefärbte Haarkamm war.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 12.06.2017 | 22:40 Uhr

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