Stand: 12.10.2017 21:08 Uhr

Heimsiege für Kiel und Flensburg

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Flensburgs Rasmus lauge (l.) und Kiels Marco Vujin (r.) feierten mit ihren Clubs Heimsiege.

Drei Tage vor dem Aufeinandertreffen in der Champions League haben der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt in der Handball-Bundesliga zwei wichtige Heimsiege gelandet. Die "Zebras" setzten sich am Donnerstagabend mit 28:23 (13:9) gegen Frisch Auf Göppingen durch und haben mit dem zweiten Sieg in Folge zumindest in der Liga eine Trendwende eingeleitet. Flensburg bezwang den TVB 1898 Stuttgart 28:17 (12:10) und hält damit weiter Kontakt zur Spitzengruppe. Beste Werfer der Nordclubs waren Kiels Marko Vujin und Lukas Nilsson (je fünf Tore) sowie Flensburgs Rasmus Lauge (sieben Treffer).

Keeper Wolff für Kiel ein Faktor

Die "Zebras" begannen stark und gingen durch Treffer von Steffen Weinhold und Nikola Bilyk schnell mit 2:0 in Führung (2.). Doch Göppingen konterte ebenso schnell und glich wieder aus (4.). Nach zwölf Minuten gingen die Gäste erstmals in Führung (6:5) und Kiel zeigte Nerven: Niclas Ekberg verwarf einen Siebenmeter (15.), und selbst in fast zweiminütiger doppelter Überzahl gelang es dem THW nicht, einen Treffer zu erzielen. Aber Keeper Niklas Landin baute die "Zebras" mit seinen Paraden auf: Plötzlich lief es bei den Hausherren, die auf vier Tore davonziehen konnten (27./12:8).

Der Vier-Tore-Vorsprung hatte im zweiten Durchgang nicht lange Bestand, Göppingen kam bis auf einen Treffer heran (37./15:16). Aber die Kieler hielten dagegen und konnten wieder ein kleines Polster herauswerfen (42./19:16). Dann setzte THW-Keeper Andreas Wolff entscheidende Signale mit einem gehaltenen Siebenmeter und einer weiteren Parade, die Rene Toft Hansen mit dem 21:17 für Kiel krönte (46.). Kurz darauf erhöhte Patrick Wiencek auf 22:17 (49.) - die Vorentscheidung? Ja, weil Wolff im THW-Tor weiter eine gute Leistung zeigte und mehrere Chancen der Göppinger vereitelte.

Flensburg nur eine Halbzeit unkonzentriert

Die Flensburger starteten ebenfalls furios in die Partie: Nach 36 Sekunden eröffnete Holger Glandorf den Torreigen, nach vier Minuten traf Hampus Wanne bereits zum 4:1 für die Schleswig-Holsteiner. Die SG hielt den Druck hoch, Glandorf und Wanne versäumten es aber, die Führung weiter auszubauen. Stattdessen kam Stuttgart wieder ran (7:6/15.). Kurios ging es weiter: Erst zogen die Flensburger auf fünf Treffer davon (20./11:6), dann brachten sie den TVB erneut durch eigene Fehlwürfe - unter anderem vergab Lauge einen Siebenmeter - wieder ins Spiel zurück (25./11:10). Mit einem viel zu knappen 12:10 für Flensburg ging es in die Halbzeitpause.

Das schien sich kurz nach Wiederbeginn zu rächen, als Tobias Schimmelbauer für die Stuttgarter auf 11:12 verkürzte (32.). Aber mit einem 5:0-Lauf baute die SG die Führung erstmals auf sechs Tore aus (40./17:11). Diesmal verspielten die Gastgeber den Vorsprung nicht, im Gegenteil: Kentin Mahé erhöhte auf neun (50./23:14) - die Partie war gelaufen. SG-Coach Maik Machulla gönnte seinem Keeper Mattias Andersson eine Pause und verhalf dem 34-jährigen Rasmus Schmidt Lind zu ein paar Einsatzminuten (53.). Der Däne bekam allerdings kaum Gelegenheit, sich auszuzeichnen.

THW Kiel - Göppingen 28:23 (13:9)

Tore Kiel: Nilsson 5, Vujin 5/1, Bilyk 4, Dahmke 3, Wiencek 3, Zarabec 3, Ekberg 2/1, Weinhold 2, R. Toft Hansen 1
Göppingen: Schiller 6/4, Kozina 5, Urban 3, Bagersted 2, A. Damgaard 2, Kneule 2, Sesum 2, Pfahl 1
Zuschauer: 10.285 (ausverkauft)
Strafminuten: 2 / 18

Flensburg - Stuttgart 28:17 (12:10)

Tore Flensburg: Lauge 7, Wanne 5, Mahé 4/2, Svan 4, Glandorf 3, Jeppsson 2, Mogensen 1, H. Toft Hansen 1, Zachariassen 1
Stuttgart: Kretschmer 4, Schimmelbauer 4, Orlowski 2, Schagen 2, Schweikardt 2, Späth 2, Weiß 1
Zuschauer: 5.789
Strafminuten: 2 / 6

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 12.10.2017 | 22:40 Uhr

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