Stand: 07.04.2017 09:00 Uhr

Sprenger: "Gerne mit einem Titel verabschieden"

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Kiels Rechtsaußen Christian Sprenger.

Sein Debüt beim Final Four feierte Christian Sprenger bereits 2004 mit dem SC Magdeburg, mit dem THW Kiel folgte zwischen 2011 und 2013 ein Titel-Hattrick. Im Sommer wird der 34-Jährige seine sportliche Laufbahn beenden und den Kielern in der Funktion als Jugend-Koordinator erhalten bleiben. Im Interview mit NDR.de spricht der Rechtsaußen über sein letztes Final Four.

Herr Sprenger, zum fünften Mal nehmen Sie am Final Four um den DHB-Pokal teil. Drei Mal durften Sie den "Pott" hochhalten. Welcher war der schönste Sieg?

Christian Sprenger: Ich wollte unbedingt mal den Pokal gewinnen, dieser Wunsch war mit dem ersten Erfolg erfüllt. Aber im Grunde waren alle drei Titel sehr schön. 2012, als wir das überragende Triple holten, hat natürlich auch eine ganz besondere Note.

In den vergangenen drei Jahre musste der THW Kiel beim Final Four zuschauen. Nun ist die Freude sicherlich groß, wieder in Hamburg dabei zu sein?

Spielplan

Sonnabend, 8. April:
SC DHfK Leipzig - THW Kiel 32:35
Rhein-Neckar Löwen - SG Flensburg-Handewitt 23:33
Sonntag, 9. April:
THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt 29:23

Sprenger: Ja, absolut. Das Final Four ist eine Riesenveranstaltung. Nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für uns Spieler. Man muss einmal auf der Platte gestanden, auf die in vier Viertel geteilten Ränge mit den Fans der vier Mannschaften geblickt und die besondere Atmosphäre geschnuppert haben. Und dann geht es an diesem Wochenende auch noch um einen Titel.

Im Halbfinale geht es gegen den SC DHfK Leipzig, der als Außenseiter gilt. Ein Glückslos?

Sprenger: Wir wissen, was Leipzig draufhat. Wir haben uns in der Bundesliga sehr schwer getan, und am Sonnabend hätten die Sachsen fast in Mannheim gewonnen. Wir dürfen diesen Gegner nicht unterschätzen und werden es auch nicht.

Wir nehmen mal an, der THW gewinnt sein Halbfinale. Was passiert dann bis zum Endspiel?

Sprenger: Die Abläufe bei so einem Turnier-Wochenende sind immer gleich. Schafft man das Halbfinale, geht es erst einmal in die Kabine, in das Entmüdungsbad und zurück ins Hotel, wo gegessen wird. Dann haben unsere Physiotherapeuten ein Mammut-Programm vor sich. Alles dreht sich um die Regeneration. Das andere Halbfinale sehen wir vielleicht etwas in der Halle, auf der Rückfahrt oder im Hotel. In jedem Fall aber im Zuge der Vorbereitung, zu der auch eine Video-Analyse gehört. Zunächst einmal müssen wir aber unsere Hausaufgaben erledigen und das Halbfinale erfolgreich bestreiten. Das wird kein Selbstläufer. Ich habe nur das Gefühl, dass es bis auf uns Spieler alle anderen so sehen.

Was machen Sie am Sonntagabend?

Sprenger (schmunzelt): Ich würde natürlich am liebsten mit dem Pokal im Mannschaftsbus sitzen. Ich bin aber kein Typ, der große Töne spuckt, allein schon aus Respekt vor den Gegnern. Auch die anderen drei Teams fahren nach Hamburg, um einen Titel zu gewinnen.

Im Sommer beenden Sie Ihre Karriere. Hat dieses Final Four deshalb für Sie einen besonderen Charakter?

Sprenger: Im Moment ist es jedes Heim- und jedes Auswärtsspiel ein kleiner Abschied für mich. Praktisch in jeder gegnerischen Mannschaft gibt es Freunde und Bekannte, mit denen man mal zusammengespielt hat. Das Final Four wird auch ein kleiner persönlicher Abschluss, und ich würde mich gerne mit einem Titel verabschieden.

Das Interview führte Jan Kirschner, NDR.de

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 09.04.2017 | 22:50 Uhr

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