Stand: 22.04.2017 19:08 Uhr

Flensburg wahrt ein wenig Final-Four-Hoffnung

von Florian Neuhauss, NDR.de
Gegen Skopje kamen Anders Eggert (l.) und Co. oft einen Schritt zu spät.

Der April bleibt für die SG Flensburg-Handewitt ein Monat zum Vergessen: Am Sonnabend verloren die Schleswig-Holsteiner in der Handball-Champions-League das Viertelfinal-Hinspiel gegen Vardar Skopje 24:26 (9:15). Trainer Ljubomir Vranjes, der in der Vorbereitung auf die Partie auf intensives Videostudium gesetzt hatte, rüttelte seine Mannen in mehreren Auszeiten wach. Das Bundesliga-Topteam, das den Rückstand von zwischenzeitlich sieben Toren zumindest noch deutlich reduzierte, blieb in eigener Halle vor 4.837 Zuschauern aber zu lange unter seinen Möglichkeiten. Vor knapp zwei Wochen verloren die Nordlichter das Pokal-Finale gegen den THW Kiel, am Ostersonntag ging in Berlin die Tabellenführung flöten. Auch das Rückspiel beim mazedonischen Meister findet noch im April statt - Anwurf ist am kommenden Donnerstag um 19 Uhr.

Flensburg mit schwacher erster Hälfte

Die Flensburger taten sich von Beginn an schwer mit der offensiven Deckung der Gäste. Zudem zeigte Skopjes Keeper Arpad Sterbik, wie er schon dreimal die "Königsklasse" gewinnen konnte. In den ersten neun Minuten schaffte es nur Rasmus Lauge, den gebürtigen Jugoslawen mit spanischem Pass zu überwinden. Auf der anderen Seite machten es die Flensburger defensiv aber zunächst kaum schlechter, sodass die Mazedonier nur 3:1 führten. In der Folge nutzten diese ihre Chancen allerdings konsequenter. Auf Schlagdistanz hielt die SG danach Rechtsaußen Bogdan Radivojevic, der anders als seine Mitspieler beherzt Richtung Tor zog (12./14. - 4:6). Mitte der ersten Hälfte brachte Vranjes im Tor Mattias Andersson für Kevin Möller, der bis dahin gerade mal einen Wurf gehalten hatte. Aber auch der Routinier konnte nicht verhindern, dass Skopje bis auf sechs Tore davon zog. Die Gäste spielten nicht fehlerlos, die Schleswig-Holsteiner ließen aber zu viele Chancen liegen.

Erst sieben Tore Rückstand, dann nur noch zwei

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Jorge Maqueda erhöhte nach der Pause gleich auf 16:9 (31.). Doch nun hielten die Hausherren dagegen. In Überzahl schaltete Lauge am schnellsten - und traf ins leere Tor (12:17/37.). Kentin Mahé verwandelte eine Minute später einen Siebenmeter. Plötzlich waren es "nur noch" vier Tore Rückstand. In der 45. Minute wechselte Vranjes noch einmal den Torhüter, nachdem Andersson keinen Finger mehr an den Ball bekommen hatte. Der Coach zog nun alle Register - mit Erfolg. In seiner letzten Auszeit ordnete der Schwede den Kempa-Trick an. Gesagt, getan - Mahé passte raus zu Lasse Svan, der legte vor dem Tor quer und Hampus Wanne verkürzte auf 21:23 (49.). Plötzlich war die Hoffnung zurück auf dem Feld und auf den Tribünen. Mehr verhinderten aber Pech mit Schiedsrichter-Entscheidungen und Keeper Sterbik, der die Flensburger zur Verzweiflung trieb. Mit dem 24:26 ist der Traum von der Endrunde der Champions League in Köln und einem zweiten Titelgewinn nach 2014 aber noch nicht ganz vorbei.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 22.04.2017 | 19:30 Uhr

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