Stand: 21.02.2016 16:39 Uhr

Kiel siegt und zieht mit den Löwen gleich

von Matthias Heidrich, NDR.de
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Domagoj Duvnjak (r.) war gegen Leipzig mit acht Toren bester THW-Werfer.

Nach dem Arbeitssieg in der Champions League gegen Wisla Plock hat sich der THW Kiel den 18. Saisonerfolg in der Handball-Bundesliga ebenfalls hart verdienen müssen. Der von vielen Verletzungen geplagte Meister bezwang am Sonntag den SC DHfK Leipzig zwar mit 30:21 (18:12). Doch die Schleswig-Holsteiner hatten es keineswegs so leicht, wie es das klare Ergebnis vermuten lässt. Durch den Sieg zogen die "Zebras" nach Punkten mit Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen gleich, der zuletzt gegen die SG Flensburg-Handewitt verloren hatte. Lediglich die um vier Treffer bessere Tordifferenz spricht noch für die Mannheimer.

Leipzig mit mutiger Taktik

Kiel - Leipzig 30:21 (18:12)

Tore Kiel: Vujin (8), Duvnjak (8), Sprenger (2), Klein (2), Dahmke (2), Canellas Reixach (2), Lackovic (2), Brozovic (1), Jaanimaa (1), Anic (1), Landin (1), Jacobsen (1)
Leipzig: Zhedik (6), Steinert (4), Jurdzs (3), Binder (3), Milosevic (2), Herth (1), Roscheck (1), Weber (1)
Zuschauer: 10.285

Leipzig präsentierte sich von Beginn an äußerst mutig beim haushohen Favoriten. Trainer Christian Prokop schickte die Gäste in den ersten 15 Minuten konsequent mit sieben Mann in den Angriff, ohne Torwart. Das klappte gegen die 3-2-1-Deckung der Kieler zunächst gut. 6:4 führten die Sachsen nach zehn Minuten und das nicht unverdient. THW-Trainer Alfred Gislason reagierte, stellte auf eine 6:0-Deckung um - mit Erfolg. So zwangen die Gastgeber den Aufsteiger zu technischen Fehlern, die sie rigoros bestraften. Vor allem Domagoj Duvnjak sorgte mit drei Treffern in Folge für die 11:9-Führung nach 21 Minuten. Selbst Niklas Landin durfte sich jetzt in die Torschützenliste eintragen. Der THW-Torwart, der sich nun steigerte, traf in den verwaisten DHfK-Kasten zum 13:9 (22.).

Erst jetzt wich Prokop von seiner Taktik ab und ließ die Leipziger Angriffe nur noch mit sechs Feldspielern fahren. Die Kieler hatten sich, angeführt von ihrer "Lebensversicherung" Duvnjak, nun besser auf den Aufsteiger eingestellt und warfen zur Pause eine komfortable 18:12-Führung heraus.

THW führt klar, tut sich aber trotzdem schwer

Ein lockeres Nach-Hause-Spielen gab es für den THW nach dem Seitenwechsel trotzdem nicht. Leipzig erwies sich nach Wiederanpfiff weiter als zäher Gegner. Das lag auch an Jens Vortmann. Der vom insolventen HSV Hamburg nach Leipzig gewechselte Torwart nahm einige klare THW-Chancen weg. Auf mehr als fünf Tore konnten die "Zebras" lange Zeit nicht enteilen. Allerdings hielten die Gäste wie schon in Hälfte eins das Niveau nicht über die komplette Distanz. In der Schlussphase warfen die Kieler doch noch einen Kantersieg heraus, weil sich im Leipziger Spiel wieder einige leichte Fehler eingeschlichen hatten. Duvnjak und Marko Vujin waren mit jeweils acht Toren die besten TWH-Werfer.

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