Stand: 03.09.2017 16:38 Uhr

Flensburg nervenstark: Sieg gegen den Meister

von Johannes Freytag, NDR.de

Die SG Flensburg-Handewitt hat die richtige Antwort auf die bittere 29:32-Niederlage in Hannover gegeben und am Sonntagnachmittag den Meister Rhein-Neckar Löwen mit 27:22 (12:9) in die Schranken gewiesen. Ein bärenstarker Torwart Mattias Andersson und eine hochkonzentrierte Defensivleistung sorgten nach vier Heimniederlagen in Folge für den ersten SG-Sieg gegen die Mannheimer. Beste Werfer auf Flensburger Seite waren Holger Glandorf und Rasmus Lauge mit jeweils sieben Treffern. Bei den Löwen ragte Patrick Groetzki mit sechs Toren heraus.

Starker Andersson entnervt die Löwen

Flensburg - RN Löwen 27:22 (12:9)

Tore Flensburg: Glandorf 7, Lauge 7/1, Mogensen 5, Svan 5, Mahé 2/2, Andersson 1
Tore RN Löwen: Groetzki 6, Pekeler 4, Petersson 3, Schmid 3, Larsen 2, Baena Gonzalez 2, Guardiola 1, Tollbring 1
Zuschauer: 6.300
Strafminuten: 10 / 6

Die Flensburger präsentierten ein ganz anderes Gesicht als in Hannover - vor allem die Abwehrleistung überzeugte diesmal: Keeper Andersson zeigte starke Paraden und seine Vorderleute gingen aggressiv und offensiv zu Werke. Eine Zwei-Minuten-Strafe für Andy Schmid nutzten die Flensburger dann zu einer Zwei-Tore-Führung (17./7:5), die allerdings nicht lange Bestand hatte. Sieben Minuten vor dem Ende des ersten Durchgangs lag die SG 8:9 zurück und drehte dann mit einer bemerkenswerten Energieleistung die Partie: Lauge traf zum 10:9 (26.), Andersson ins leere gegnerische Tor zum 11:9 (28.). Die Halle stand Kopf und es wurde noch besser (und kurioser) aus Flensburger Sicht: Zunächst vergab Lauge per Siebenmeter die mögliche Drei-Tore-Führung (30.), um dann mit der Halbzeitsirene nach einem Löwen-Fehlpass per Weitwurf doch noch das 12:9 zu erzielen. Zum Vergleich: Am Donnerstag hatte die SG in Hannover in den ersten 30 Minuten 20 Gegentore kassiert.

Löwen kommen noch einmal heran

Kurios begann auch der zweite Durchgang. Löwen-Spielmacher Schmid musste wegen eines zerrissenen Trikots raus, fehlte fast eine Minute lang als Passgeber. Die Folge: Obwohl die SG sogar zwischenzeitlich in Unterzahl agierte, warf sie durch Svan, Lauge und Thomas Mogensen ein 15:9 (33.) heraus. Eine Vorentscheidung? Es schien so, denn obwohl die Mannheimer oft mit einem siebten Feldspieler agierten, entwickelten sie lange nicht entscheidende Durchschlagskraft. Eine Viertelstunde vor dem Ende lag das Team von Trainer Maik Machulla noch immer mit fünf Toren vorn (45./20:15). Aber dann wurde es doch noch einmal eng: Ein Wurf von Schmid ins obere Eck brachte die Löwen auf zwei Treffer heran (52./22:20). Nun stand es Spitz auf Knopf, aber auf Andersson war Verlass. Seine Paraden und ein verwandelter Siebenmeter von Kentin Mahé brachten die Befreiung (57./25:22). Am Ende wurde es mit dem 27:22 dann doch ein wenig zu deutlich.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 03.09.2017 | 22:30 Uhr

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