Stand: 16.09.2017 19:04 Uhr

CL: Flensburg-Handewitt ringt Aalborg nieder

von Christian Görtzen, NDR.de
Flensburgs Holger Glandorf (l.) und Aalborgs Martin Larsen greifen nach dem Ball.

Keine 48 Stunden nach dem Bundesliga-Heimsieg gegen den HC Erlangen (29:21) ist die SG Flensburg-Handewitt zu einem mühsamen Auftaktsieg in der Champions League gekommen. Gegen den dänischen Meister Aalborg Handbold gelang der Mannschaft von SG-Coach Maik Machulla dank eines Kraftaktes in der zweiten Halbzeit vor 4.000 Zuschauern in der eigenen Arena ein 30:27 (13:15). Zum Matchwinner avancierte Ersatztorhüter Rasmus Lind, der Mitte der zweiten Halbzeit in die Partie gekommen war. Die SG hatte den 34 Jahre alten Dänen im Juli nach der schweren Adduktorenverletzung von Kevin Möller für den Zeitraum bis zum Jahresende verpflichtet. Lind hatte nach 15 Jahren beim dänischen Club Holstebro eigentlich schon seine Karriere beenden wollen.

Flensburger scheitern oft an Aggefors

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Unter den Flensburger Gegnern in der Gruppe B gelten Paris Saint-Germain, Veszprém (Ungarn), THW Kiel oder Kielce (Polen) als die großen Kaliber. Doch es zeigte sich sehr schnell, dass auch das Heimspiel gegen den dänischen Meister für die SG zu einer großen Herausforderung werden würde. Aalborg präsentierte sich mutig, gut strukturiert im Offensivspiel und sicher im Torabschluss. Und so gelang es den Norddeutschen nur für eine kurze Phase, sich von den Gästen auf drei Tore (4:1 und 5:2) abzusetzen. In der Anfangsphase erwies sich bei den Gastgebern Torhüter Mattias Andersson als Rückhalt. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit hatte der 39 Jahre alte Schwede allerdings sehr oft das Nachsehen. Und da die Norddeutschen unter anderem durch Jacob Heinl und Anders Zachariassen jeweils in einer 1:1-Situation an Aalborgs gutem Torhüter Mikael Aggefors scheiterten und die dänischen Rückraumspieler die Lücken in der SG-Deckung nutzten, drehte sich das Ergebnis zugunsten der Gäste. Martin Larsen gelang in der 27. Minute gar das 14:12 für Aalborg, letztlich ging es für den Außenseiter mit einem 15:13 in die Pause.

Lind wird zum großen Rückhalt

SG Flensburg-Handewitt - Aalborg Handbold 30:27 (13:15)

Tore Flensburg: Glandorf 8, Lauge Schmidt 7/5, Steinhauser 6, Jeppsson 3, Mahé 2, H. Toft Hansen 2, Wanne 2
Tore Aalborg: Juul 7/6, Holst Jensen 5, Wiesmach 4, Larsen 3, Hald 2, Meinby 2, Saugstrup 2, Antonsen 1, Dadi Smárason 1
Zuschauer: 4.000
Zeitstrafen: 6:4

Den Schleswig-Holsteinern war zu Beginn des zweiten Abschnitts ihre Motivation anzusehen, dass sie dem Spielverlauf eine Wende geben wollten. Doch sie überdrehten dabei, agierten zu hektisch, schlossen mehrmals überhastet ab und scheiterten an Aggefors. Und so kam es, dass Aalborg durch Buster Engelbrecht Juul-Larsen per Siebenmeter mit 19:15 (34.) in Führung ging. Die SG kämpfte sich aber wieder mühsam heran. Beim Stand von 21:23 brachte Machulla vor einem Siebenmeter für Aalborg Lind für den schwachen Andersson. Der Däne wehrte den Wurf von Juul-Larsen ab. Lind blieb zwischen den Pfosten. Und das zahlte sich aus. Kurz darauf entschärfte er Würfe von Janus Dadi Smarason, Lovro Jotic und Larsen. Holger Glandorf erzielte mit seinem sechsten Treffer bei zehn Versuchen den Ausgleich zum 23:23 (47.). Zum großen Rückhalt wurde Lind, der drei Siebenmeter hielt. Die SG war nun in der Spur. In der Offensive traf vor allem Glandorf,der mit acht Treffern erfolgreichster Flensburger war. Am Ende gelang ein 30:27-Erfolg.

Der Kader der SG Flensburg-Handewitt 2017/2018

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 16.09.2017 | 22:40 Uhr

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