Stand: 19.03.2016 19:45 Uhr

28:27 - Flensburg vor Sprung ins Viertelfinale

von Christian Görtzen, NDR.de
Flensburgs Rasmus Lauge Schmidt (r.) wird beim Sprungwurf von Montpelliers Matej Gaber attackiert.

Die SG Flensburg-Handewitt hat sich eine sehr gute Ausgangsposition für das Erreichen des Viertelfinals in der Handball-Champions-League geschaffen. Die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes kam am Sonnabend im Achtelfinal-Hinspiel dank eines Treffers in letzter Sekunde von Johan Jakobsson beim frischgekürten französischen Ligapokal-Sieger Montpellier HB zu einem 28:27 (15:13). Jakobsson war vor 2.800 Zuschauern mit fünf Toren auch der erfolgreichste SG-Spieler. Die Norddeutschen boten insgesamt eine konzentrierte Vorstellung. Am kommenden Sonntag (17 Uhr) kann der Titelträger von 2014 vor heimischem Publikum den Schritt ins Viertelfinale vollziehen. "Das waren harte 60 Minuten. Es ist noch nicht vorbei. Wir können auch besser spielen", sagte Vranjes.

Flensburg mit konzentrierter Leistung

Montpellier HB - SG Flensburg-Handewitt 27:28 (13:15)

Tore Montpellier: Gajic (6), Gaber (5), Simonet (4), Dolenec (4), Kavticnik (3), Bonnefond (2), Borges (2), Guigou (1)
Tore Flensburg-Handewitt: Mogensen (5), Svan (5), Glandorf (4), Toft Hansen (4), Schmidt (4), Eggert (3), Jakobsson (3)
Strafminuten:
4:4
Zuschauer:
2.800

Die Norddeutschen fanden recht gut in die Partie. Legten die Gastgeber vor, zog die SG nach. Kritisch wurde es in der ersten Halbzeit lediglich beim Stand von 6:4 (11.) für HB, als die Franzosen bei eigenem Ballbesitz die Chance auf einen Drei-Tore-Vorsprung besaßen. Ludovic Fabregas setzte seinen Wurf allerdings an den Pfosten. Flensburg gelang nach 25 Minuten durch Thomas Mogensen mit dem 12:11 die erste Führung seit dem 1:0. Durch einen Tempo-Gegenstoß erhöhte Lasse Svan umgehend auf 13:11. Den Zwei-Tore-Vorsprung verteidigten die Schleswig-Holsteiner bis zum Ertönen der Pausensirene. Es ging mit einem 15:13 in die Kabine. Rückraumspieler Jakobsson, der bei seinen Wurfversuchen von Fabregas zum Teil sehr hart attackiert wurde, sorgte für den Schlusspunkt der ersten Halbzeit.

Jakobsson trifft in letzter Sekunde

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Die SG zeigte sich nach der Pause weiterhin konzentriert. Und auch nach dem Ausgleich der Gastgeber zum 19:19 (43.) behielten die Gäste die Nerven. Das Vranjes-Team zog dank der Treffer von Mogensen, Henrik Toft Hansen und Jakobsson auf 22:19 davon. In der zweiten Halbzeit wurde auch SG-Torhüter Mattias Andersson, der vor der Pause unter seinen Möglichkeiten geblieben war, zu einem Faktor im Spiel der Flensburger. Der Schwede entschärfte zahlreiche Würfe der Franzosen, die sich alle Mühe gaben, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Dennoch kam Montpellier heran. Es schien schon auf ein 27:27 hinauszulaufen, doch dann trumpfte Jakobsson auf. Er warf den Ball in letzter Sekunde aus gut elf Metern zum 28:27 ins Tor der Gastgeber. Sollten sich die Norddeutschen gegen Montpellier durchsetzen, bekämen sie es im Viertelfinale - der letzten K.o.-Rundenphase vor dem Final Four in Köln (28. und 29. Mai) - entweder mit Kielce (Polen) oder Brest (Weißrussland) zu tun.

Der Kader der SG Flensburg-Handewitt 2015/2016