FC St. Pauli: Braun-weiße Sympathieträger
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Der FC St. Pauli
Während der Winterpause haben die Verwantwortlichen des FC St. Pauli auf die Verletzung von Stammtorwart Philipp Tschauner reagiert und Philipp Heerwagen vom VfL Bochum geholt. Zudem erklärten sie den Kampf um den Platz im Tor für offen. Der bisherige Ersatzmann Benedikt Pliquett hat sich dabei offenbar durchgesetzt. Offensivmann Rouwen Hennings, der kaum noch zum Zug kam, ging auf Leihbasis zum VfL Osnabrück. Zudem flüchtete kurz vor dem Transferschluss Ralph Gunesch vor dem Überangebot an Innenverteidigern zum Ligakonkurrenten FC Ingolstadt.
Offensiv sind die Hamburger individuell sehr gut besetzt. Vor allem Max Kruse als Vorbereiter und Vollstrecker, zehn Tore in 19 Spielen, ist derzeit einer der Ausnahmekicker in der Zweiten Liga. Auf Marius Ebbers, sechs Treffer in zehn Partien, ist ebenfalls Verlass. Wenn es beim Tabellenvierten hakt, dann zumeist in der Defensive. Das Abwehrverhalten der ganzen Mannschaft ist nicht immer optimal. Doch hier scheint Abhilfe in Sicht. Die beiden lange verletzten Carlos Zambrano und Lasse Sobiech sind auf dem Weg zurück zu alter Stärke. Mit einem fitten Innenverteidigerpärchen Zambrano/Sobiech wäre St. Pauli für das Auftsiegsrennen exzellent besetzt. Ein Nachteil ist der Ausfall von Stammkeeper Tschauner. Ob Pliquett oder Heerwagen ihn ersetzen können, ist ungewiss.
Trainer Andre Schubert hat Recht, wenn er sagt: "Die Qualität im Kader ist sehr hoch." Diese konstant auf den Platz zu bringen ist aber die eigentliche Kunst und Notwendigkeit, will St. Pauli nach dem sofortigen Bundesligaabstieg auch den sofortigen Wiederaufstieg schaffen. Im Rennen mit Düsseldorf, Frankfurt und Greuther Fürth scheint alles möglich: Der direkte Aufstieg, Relegation oder aber auch der undankbare vierte Platz. Bleibt die Stammachse Zambrano/Sobiech-Boll-Kruse-Ebbers fit und an ihrer Leistungsgrenze ist St. Pauli im kommenden Sommer wieder Erstligist.