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St. Paulis Defensive hielt gegen Cottbus. Hier klärt Verteidiger Schachten (r.) vor Sanogo.
Der FC St. Pauli ist bei der Pflichtspiel-Premiere seiner neuen Gegengerade zu einem Teilerfolg gekommen. Zum Auftakt der Zweitliga-Restrunde trennten sich die Hamburger am Sonntagnachmittag vom Aufstiegsanwärter Energie Cottbus 0:0. 26.578 Schaulustige - Zuschauerrekord im Millerntorstadion - sahen eine abwechslungsreiche Begegnung, in der die Gäste dem Sieg am Ende näher waren.
Daniel Ginczek (v.) hatte die beste St.-Pauli-Chance im ersten Abschnitt.
Beide Teams suchten von Beginn an ihr Heil in der Offensive. Das Resultat war ein fußballerisch anspruchsvolles Duell auf Augenhöhe, in dem die Gäste durch Boubacar Sanogo die erste Möglichkeit besaßen. Nach einem Stellungsfehler von Florian Mohr tauchte der Ivorer frei vor Philipp Tschauner auf, scheiterte jedoch am prächtig reagierenden Schlussmann der Hamburger (14.). Anschließend hatten die Hausherren etwas mehr Ballbesitz, Energie aber die zweite Chance. Diesmal verhinderte Innenverteidiger Markus Thorandt mit einer Grätsche gegen Marco Stiepermann das 0:1 (24.). Die erste und zugleich einzige nennenswerte St.-Pauli-Gelegenheit im ersten Abschnitt hatte kurz darauf Daniel Ginczek. Den Schuss der Leihgabe von Borussia Dortmund konnte Cottbus-Keeper Thorsten Kirschbaum gerade noch mit den Fingerspitzen an den Außenpfosten lenken (27.). Andere zwingende Aktionen waren von den Kiezkickern im ersten Durchgang nicht zu sehen. Nichtsdestotrotz wusste die Elf von Coach Michael Frontzeck, in der Routinier Florian Kringe (doppelter Nasenbeinbruch) fehlte, bis zum gegnerischen 16-Meter-Raum durch gefälliges und schnörkelloses Spiel zu überzeugen.
Zu Beginn der zweiten Hälfte bekamen die Hanseaten dann aber schwerer Zugriff auf die Partie. Cottbus verteidigte nun höher, gewann mehr Zweikämpfe im Zentrum und suchte schneller den Weg nach vorn. In der 53. Minute fehlten den Lausitzern nur Millimeter zur Führung. Denn diese stand Ivica Banovic im Abseits, als er einen Freistoß per Hinterkopf in die Maschen beförderte. Eine korrekte Entscheidung des Unparteiischen Jochen Drees (Münster-Sarmsheim). Im Anschluss fanden die Gastgeber wieder besser ins Spiel, konnten die gut gestaffelte Energie-Verteidigung aber nur selten in Verlegenheit bringen. Immerhin war der Versuch löblich, nicht in Aktionismus zu verfallen und den Ball am Boden zu halten. Eine dieser durchaus hübsch anzusehenden Kombinationen endete auf dem Fuß von Fin Bartels, dessen Direktabnahme allerdings deutlich über das Gehäuse flog (68.).
Tore: keine
Zuschauer: 26.578
St. Pauli: Tschauner - Avevor, Mohr, Thorandt, Schachten - Funk, Daube - Bartels (89. Gyau), Buchtmann (62. Ebbers), Gogia (79. Thy) - Ginczek
Cottbus: Kirschbaum - Schulze, Möhrle, Börner, Bittroff - Banovic, Kruska - Farina (69. Sörensen), Fomitschow - Stiepermann (77. John Jairo Mosquera), Sanogo
Gefährlicher blieben weiter die Lausitzer. So musste Tschauner zunächst bei einer verunglückten Sanogo-Flanke sein ganzes Können unter Beweis stellen und wenige Sekunden später einen Schuss von André Fomitschow abwehren (72.). Zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte St. Pauli dann das Glück des Tüchtigen, als Referee Drees ein klares Foul von Thorandt an dem eingewechselten John Jairo Mosquera nicht mit einem Strafstoß ahndete. Der aus China nach Cottbus gewechselte Kolumbianer besaß wenig später seine zweite Gelegenheit, schlug jedoch ein Luftloch (85.). Damit blieb es beim torlosen Remis, mit dem die Hamburger am Ende zufrieden sein mussten. "Vom Einsatz her war das von meiner Mannschaft in Ordnung, aber spielerisch müssen wir uns steigern", resümierte Frontzeck.
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