FC St. Pauli: Braun-weiße Sympathieträger
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Jubel bei den St.-Pauli-Spielern nach dem Ausgleichstreffer von Sebastian Schachten (2.v.l.).
Der FC St. Pauli hat sich für die überraschende Niederlage in Aachen rehabilitiert. Das Team von Trainer André Schubert bezwang am Sonntag den VfL Bochum mit 2:1 (1:1). Matchwinner war Abwehrspieler Sebastian Schachten, der beide Tore für die Kiezkicker erzielte. Die Braun-Weißen haben sich mit dem 13. Saisonsieg - kein Zweitligist hat mehr errungen - in der Spitzengruppe zurückgemeldet. "Wir sind heute sehr konzentriert aufgetreten und sind auch nach dem Rückstand ruhig geblieben. Das war ein sehr, sehr wichtiger Schritt für uns", lobte Schubert sein Team. Doppeltorschütze Schachten erklärte: "Es war wichtig, dass wir heute eine Reaktion gezeigt haben."
Gegenüber dem Aachen-Spiel baute Schubert seine Mannschaft auf vier Positionen um. Patrick Funk rückte aus der Abwehr ins defensive Mittelfeld für Dennis Daube, Schachten gab nach abgesessener Gelbsperre wieder den linken Außenverteidiger. Auch der zuletzt gesperrte offensive Mittelfeldmann Fin Bartels kehrte in die Startelf zurück. Im Sturm ersetzte Mahir Saglik den verletzten Marius Ebbers.
Tore: 0:1 Azaouagh (18.), 1:1 Schachten (26.), 2:1 Schachten (81.)
Gelb-Rot: Freier (74.)
Zuschauer: 24.257
St. Pauli: Pliquett - Schachten, Zambrano, Thorandt, Volz - Boll, Funk - Schindler (79. Bruns), Kruse, Bartels (90.+2 Daube) - Saglik (61. Naki).
Bochum: Luthe - Freier, Maltritz, Acquistapace, Toski - Vogt - Azaouagh (78. Kopplin), Dabrowski - Federico (83. Delura) - Aydin, Inui (85. Gelashvili).
Eine Viertelstunde lang passierte nicht viel am Millerntor: St. Pauli begann zwar aktiver als die recht passiv agierenden Gäste, konnte sich aber vor dem Bochumer Tor nicht entscheidend durchsetzen. Aus heiterem Himmel fiel dann der erste Treffer - für Bochum: Mimoun Azaouagh wurde kurz vor der Strafraumgrenze nicht angegriffen und schlenzte den Ball aus 17 Metern über Torwart Benedikt Pliquett hinweg ins Tor (18.). Die Kiezkicker zeigten sich jedoch nicht lange geschockt vom Rückstand. Eine Ecke von Funk nickte Schachten zum Ausgleich ein (26.). Nun nahm die Partie Fahrt auf, die Zweikämpfe wurden bissiger. Bochums Riesenschance durch Christoph Dabrowski klärte Saglik auf der Linie per Kopf (32.), fünf Minuten später wurde St. Paulis Stürmer erstklassig freigespielt, stand jedoch im Abseits. Weitere hochkarätige Torgelegenheiten gab es bis zum Pausenpfiff jedoch nicht mehr, die Bochumer Defensive stand exzellent.
St. Paulis Fin Bartels (r.) im Zweikampf mit Bochums Kevin Vogt (l.).
Die zweiten 45 Minuten begannen mit einem Paukenschlag. Keine sechs Sekunden waren gespielt, als Bochums Torwart Andreas Luthe in höchster Not einen Schuss von Bartels zur Ecke lenken konnte. Doch auch das blieb lange Zeit die einzige gefährliche Aktion im Strafraum. St. Pauli fand weiter keine Mittel gegen die kompakt und sicher stehenden Bochumer. Lediglich Standardsituationen brachten die Gäste in Bedrängnis. So hätte Markus Thorandt das 2:1 erzielen müssen, doch er spitzelte einen Freistoß von Max Kruse aus kürzester Distanz über das leere Bochumer Tor (67.). Bochum kam kaum noch vor das Gehäuse von Pliquett und dezimierte sich selbst, weil Paul Freier die Gelb-Rote Karte sah, nachdem er Funk auflaufen ließ (74.). St. Pauli benötigte trotz Überzahl dennoch wieder einen Standard, um zum Siegtor zu kommen. Kruse zirkelte einen Freistoß in die rechte Strafraumseite, Thorandt legte per Kopf in die Mitte ab und Schachten war mit dem Fuß zur Stelle - 2:1 für die Hamburger (81.). Die Entscheidung - St. Pauli hielt den Ball anschließend in den eigenen Reihen und brachte so den 13. Saisonsieg über die Runden.