Am 34. und damit letzten Spieltag der Zweiten Bundesliga empfängt Eintracht Braunschweig den FSV Frankfurt. Die Anhänger der Heimelf möchten ihrer Mannschaft einen gebührenden Saisonabschluss bereiten.
Die Botschaft ist deutlich: "Braunschweig ist hungrig auf die 1. Liga", zeigt ein Transparent. Es soll das vorerst letzte Spiel in der zweithöchsten deutschen Spielklasse sein.
Marc Arnold, Sportdirektor der Gastgeber, kann entspannt in die Partie gehen - die Niedersachsen stehen bereits seit dem 31. Spieltag als Aufsteiger fest.
Doch wer Trainer Torsten Lieberknecht kennt, weiß um seinen Siegeswillen. Der Übungsleiter will vor heimischer Kulisse noch einen "Dreier" einfahren.
Auf den Rängen im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße herrscht Freude und Jubelstimmung. Die Fans zeigen ein riesiges Banner mit einem abgebildeten Löwen.
Auf dem Rasen legen die Hausherren los wie die Feuerwehr: Bereits in der zweiten Minute jubeln die Blau-Gelben. Nach einem schnellen Konter trifft Dennis Kruppke (l.) zum 1:0 für die Eintracht.
Der Jubel beim Aufsteiger ist groß. Es ist das schnellste Braunschweiger Saisontor.
Der Torschütze (l.) und seine Kollegen treten dominant und zielorientiert auf. Die Gäste aus Hessen hingegen brauchen eine Weile, um auf Betriebstemperatur zu kommen.
Und dann schlagen sie eiskalt zu: In der elften Minute hämmert Michael Görlitz (r.) den Ball humorlos in den Giebel des Braunschweiger Kastens - der 1:1-Ausgleichstreffer.
Doch der guten Stimmung auf den Rängen tut es keinen Abbruch. Die Braunschweiger Zuschauer träumen sogar schon von ganz großen Zielen, wie ein Fan mit einer mitgebrachten Schale beweist.
Braunschweig ist das aktivere Team und versucht häufiger als die Gäste, den Weg zum Tor zu finden. Allerdings sind Mirko Boland (r.) und Co. dabei nicht zwingend genug. So bleibt es beim 1:1 zur Pause.
In der zweiten Hälfte erwischen die Gäste den besseren Start: In der 50. Minute trifft Edmond Kapllani (l.) zum 2:1 für den FSV.
Doch in der 73. Minute gleicht Kruppke (hinten) wieder aus, schnürt damit einen Doppelpack und markiert den 2:2-Endstand. Die "Löwen" beenden die Saison damit zwar nicht mit einem Sieg, aber bei den Feierlichkeiten des Aufstiegs ist das ohnehin nebensächlich.
Nach dem Abpfiff brechen bei den Braunschweiger Anhängern alle Dämme: Sie stürmen den Platz und feiern den Aufstieg.
Die Freude kennt keine Grenzen, der Jubel ist ausgelassen. Braunschweig ist hungrig auf die Bundesliga.