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Finales Remis für Braunschweigs Party-"Löwen"

von Johannes Freytag, NDR.de

Braunschweiger Anhänger zeigen ein Banner mit einem abgebildeten Löwen. © dpa - Bildfunk Fotograf: Peter Steffen Detailansicht des Bildes Die Braunschweiger Fans zeigen mit einer eindrucksvollen Choreographie, dass sie hungrig auf die erste Liga sind. In Braunschweig herrschte seit dem perfekten Aufstieg der Eintracht Jubelstimmung - der Spielbetrieb litt spürbar: 0:0 gegen Cottbus und 1:5 am Hamburger Millerntor lauteten die anschließenden ernüchternden Ergebnisse der Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht. Auch im letzten Saisonspiel reichte es am Sonntag nicht für einen Sieg. 2:2 trennte sich der künftige Bundesligist vom FSV Frankfurt. Kapitän Dennis Kruppke traf doppel für die Eintracht. Nach dem Schlusspfiff stürmten die Fans den Platz, um zu feiern. "Eine ziemlich geile Atmosphäre - so wie in den 70er-Jahren", zeigte sich Deniz Dogan nach der Partie beeindruckt.

Görlitz kontert Kruppkes frühes Tor

Braunschweig - FSV Frankfurt 2:2 (1:1)

Tore: 1:0 Kruppke (2.), 1:1 Görlitz (11.), 1:2 Kapllani (50.), 2:2 Kruppke (73.)
Zuschauer: 22.100
Braunschweig: Davari - Theuerkauf, Dogan, Henn, Kessel - Kratz - Elabdellaoui, Boland, Vrancic (59. Merkel), Erwig-Drüppel (59. Kluft) - Kruppke (81. Turan)
Frankfurt: Pirson - Huber, Schlicke (67. Bambara), Heitmeier, Teixeira - Konrad, Stark - Görlitz, Gaus - Leckie (67. Yelen), Kapllani (81. Roshi)

Lieberknecht veränderte sein Team gegenüber dem 1:5 beim FC St. Pauli auf drei Positionen. So feierte Matthias Henn nach seinem Kreuzbandriss das Comeback in der Startelf - zuvor war er in dieser Saison lediglich zu zwei Kurzeinsätzen in den Schlussminuten gekommen. Außerdem durfte Jonas Erwig-Drüppel von Beginn an ran, Aufstiegsheld Damir Vrancic spielte im Mittelfeld für Marc Pfitzner. Die Eintracht zeigte sich von Beginn an engagiert und wurde mit ihrem frühesten Saisontreffer belohnt: Mirko Boland schickte Dennis Kruppke steil und der Braunschweiger Kapitän schob am FSV-Keeper Sören Pirson zum 1:0 ein (2.) - es war der zehnte Saisontreffer von Kruppke. Vorlagengeber Boland war auch am nächsten Tor im Eintracht-Stadion beteiligt: Sein Ballverlust brachte den FSV ins Spiel, über Marcel Gaus und Edmond Kapllani landete die Kugel bei Michael Görlitz, der vom rechten Strafraumeck in den Winkel zum Ausgleich für die Hessen vollendete (11.).

Lauer Sommerkick

Braunschweigs Dennis Kruppke (v.l.), Omar Elabdellaoui und Damir Vrancic bejubeln einen Treffer. © dpa - Bildfunk Fotograf: Peter Steffen Detailansicht des Bildes Der Kapitän ging voran: Dennis Kruppke (l.) erzielte seine Saisontreffer zehn und elf für die Eintracht. In der Folgezeit waren die Gäste aus Frankfurt besser im Spiel, ohne Daniel Davari im Braunschweiger Tor ernsthaft zu prüfen. Aber auch den "Löwen" fehlte es an Ideen in der Offensive, sodass die rund 22.100 Zuschauer im ausverkauften Stadion kaum Torchancen zu sehen bekamen. Erst in der 35. Minute wurde es wieder gefährlich, der Schuss von Damir Vrancic landete aber genau in den Armen von Pirson. Drei Minuten später schlenzte Vrancic einen Freistoß erneut genau auf den FSV-Torwart (38.). Das waren die besten Braunschweiger Gelegenheiten, ansonsten blieb es eher ein lauer Sommerkick.

Kruppke gleicht Kapllani-Führung aus

Aber zumindest die Frankfurter schienen sich für die zweiten 45 Minuten etwas vorgenommen zu haben. Yannick Stark scheiterte noch an Davari (48.), Kapllani machte es dann aber besser: Der Stürmer schloss einen FSV-Konter zum 2:1 für die Gäste ab (50.). Der Stimmung im Stadion tat das keinen Abbruch. Die Fans feierten weiter ihre Aufstiegshelden mit pausenlosen Gesängen. Auch die Wechsel von Lieberknecht nach einer guten Stunde zeigten, dass sich die Eintracht seit der feststehenden Rückkehr in die Bundesliga im Partymodus befindet: Björn Kluft kam zu seinem ersten Einsatz überhaupt für Braunschweig. Außerdem durfte sich in Vrancic einer der aktivsten Braunschweiger an diesem Nachmittag frühzeitig erholen - für ihn kam Pierre Merkel. Dann gab es aber auch mal wieder ein Tor zu bejubeln: Kruppke setzte einen Freistoß gekonnt über die Mauer zum 2:2 ins Netz (73.). Danach plätscherte das Spiel dahin. Je näher der Schlusspfiff rückte, desto mehr Fans fanden sich am Spielfeldrand ein, mit dem Abpfiff stürmten sie freudetrunken den Platz. Feiern durfte am Ende auch der verletzte Domi Kumbela - mit 19 Treffern wurde er diesjähriger Torschützenkönig der Zweiten Liga.

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