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Trainer Torsten Lieberknecht (v.l.), Daniel Davari, Deniz Dogan und Marc Pfitzner bei Braunschweigs-Aufstiegsfeier 2011.
Auch wenn Zweitligist Eintracht Braunschweig an Ostern gar nicht im Einsatz war, durften sich die "Löwen" an den Feiertagen noch einmal als Sieger fühlen. Nach dem 2:1-Erfolg der Niedersachsen gegen Dresden am Gründonnerstag patzte Konkurrent Kaiserslautern am Ostersonntag beim 1:1 in Sandhausen. Zwar gewann zeitgleich der 1. FC Köln und zog an Lautern vorbei, Braunschweigs Vorsprung auf Rang drei wuchs aber zumindest um einen Zähler auf stolze zwölf Punkte an. "Das Wochenende ist für uns ganz gut gelaufen", sagt Manager Marc Arnold NDR.de und fügt hinzu: "Ein Punkt ist jetzt nicht die Welt, aber ausgebaut haben wir den Vorsprung doch."
Fakt ist: Bei noch sieben ausstehenden Spielen rückt die Bundesliga immer näher. Und wie sich ein Aufstieg anfühlt, wissen nicht nur viele Eintracht-Profis aus eigener Erfahrung, sondern auch Torsten Lieberknecht. Der Trainer, der seinen Schützlingen nach dem Dresden-Spiel Ostern frei gab, weiß im wahrsten Sinne des Wortes ein Lied davon zu singen. "Schatzi, schick mir ein Foto", schmetterte der Vater des Erfolgs nach dem Zweitliga-Aufstieg 2011 voller Inbrunst. Am 10. April des Jahres hatten die Niedersachsen mit einem 1:0-Sieg bei der SpVgg Unterhaching den Aufstieg in die Zweite Liga perfekt gemacht.
Als Eintracht Braunschweig im April 2011 den Sprung in die Zweite Liga bejubelte, fiel die Saisonanalyse von Coach Torsten Lieberknecht ebenso wortlos wie vielsagend aus ...
Zehn Spieler standen damals auf dem Platz, die auch noch heute zum Kader gehören. Knapp zwei Jahre später gegen Dresden wiederum spielten acht "Löwen", die zum Aufstiegsteam zählten - sechs weitere stehen im Aufgebot. "Wir haben uns von Jahr zu Jahr steigern können", sagte Abwehrchef Deniz Dogan jüngst im Sportclub des NDR Fernsehens. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass es sehr sinnvoll sei, weiter auf die Arrivierten zu setzen. Die Drittliga-Führungsriege um Dogan, Dennis Kruppke sowie Domi Kumbela ist das Korsett des heutigen Erfolges - und soll es auch in Zukunft sein. Arnold kündigte zwar vier bis sechs Verstärkungen an, was auch eine Woche nach dem Auftritt im Sportclub der aktuelle Stand ist, setzt aber weiter auf ein eingespieltes Team: 18 Spieler des diesjährigen Kaders sind mindestens bis zum Sommer 2014 vertraglich an Braunschweig gebunden.
Manager Marc Arnold (l.) und Geschäftsführer Sören Oliver Voigt feierten 2011 mit den Fans.
Arnolds Erinnerungen an den Zweitliga-Aufstieg sind noch frisch: "Das waren wahnsinnige Emotionen. Unterhaching, der Aufstieg war sieben Spieltage vor dem Ende perfekt, wahnsinnig früh", erinnert sich der 42-Jährige im Gespräch mit NDR.de: "Wir haben bis in die Nacht gefeiert - die lange Busfahrt war zum Ausschlafen gut. Im Stadion in Braunschweig ging es dann mit zirka 2.000 Fans weiter. Nach meiner Karriere als Spieler war der Aufstieg der bis dato größte Erfolg." Als Profi von Borussia Dortmund wurde der heutige Eintracht-Manager 1995 deutscher Meister, mit Hertha BSC zog er 1997 in die Beletage des deutschen Fußballs ein.
Aktuell beschäftigt sich Arnold nach eigenen Angaben weiterhin nur aus Planungsgründen mit der Ersten Liga. "Den Rechenschieber habe ich bisher nicht rausgeholt", betont der Ex-Profi. Aber liegt er in der Schublade bereit? "Die Rechnungen werden ja immer leichter, weil die Zahl der Spiele abnimmt. Und das bekomme ich dann schon noch mit dem Kopf hin", meint er. Theoretisch könnte es bereits in zwei Wochen klappen, dafür müsste die Konkurrenz jedoch mehrfach patzen und Braunschweig seine Spiele bei Spitzenreiter Hertha und in Sandhausen gewinnen. Arnold mahnt: "Es kann noch so viel passieren." Sicher ist immerhin schon einmal, dass die Niedersachsen in dieser Saison schlechtestenfalls wie im Vorjahr Achter werden können. Viel wahrscheinlicher ist aber eine erneute Jubel-Arie - inklusive Gesangseinlagen.