Braunschweigs Saison in Bildern
Der Eintracht-Weg durch die Spielzeit 2012/2013.
Bildergalerie starten
Matchwinner für Braunschweig: Pierre Merkel (r.), der zum 1:1 traf.
Ungefähr 15 Sekunden, länger hatte Pierre Merkel nicht auf dem Platz gestanden, dann zappelte der Ball im Netz. Mit seiner ersten Aktion rettete der Angreifer Eintracht Braunschweig ein Remis im Heimspiel gegen den Aufsteiger VfR Aalen. 1:1 (0:1) hieß es am Ende. Merkels Kopfball aus der 86. Minute verhinderte die erste Heimniederlage des Zweitliga-Spitzenreiters seit über einem Jahr. Kurios: Der Matchwinner war für Randy Edwini-Bonsu in die Partie gekommen, den Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht auch erst in der zweiten Hälfte eingewechselt hatte. Eine 0:1-Pleite wäre doppelt bitter für die "Löwen" gewesen, denn das Tor hatten die Gäste durch einen ungerechtfertigten Foulelfmeter erzielt. "Für mich ist es ein gefühlter Sieg", sagte Lieberknecht.
Tore: 0:1 Valentini (45.+1, Foulelfmeter), 1:1 Merkel (86.)
Zuschauer: 19.850
Braunschweig: Davari - Bohl (59. Edwini-Bonsu, 86. Merkel), Bicakcic, Dogan, Reichel - Zhang (59. Pfitzner), Theuerkauf - Elabdellaoui, Boland, Petersch - Ademi
Aalen: Fejzic - Traut, Kister, Barth, Buballa - Junglas (90.+3 Mössmer), Grech (84. Andreas Hofmann) - Lechleiter, Haller, Valentini - Cidimar (90.+1 Reichwein)
Orhan Ademi hätte das Fehlen der Braunschweiger Toptorjäger Dennis Kruppke (verletzt) und Domi Kumbela (gesperrt) bereits in der sechsten Minute vergessen machen können. Aalen bekam den Ball nicht weg, der dann etwas glücklich vor den Füßen des Schweizers landete. Doch der Drehschuss des Eintracht-Angreifers ging nur ans Außennetz. Der Tabellenführer hatte das Geschehen im Griff, kam aber nur selten vor das Tor der Gäste, die tief und diszipliniert verteidigten. Als Aalens Sascha Traut patzte (24.) und unter einer Flanke durchsprang, bot sich Oliver Petersch eine gute Möglichkeit. Doch Tim Kister blockte in letzter Sekunde den Schuss des Braunschweigers.
Die Gäste befreiten sich ab und zu aus der Umklammerung der Eintracht und kamen durch Robert Lechleiter (33.) zu einer guten Chance, doch "Löwen"-Schlussmann Daniel Davari war auf dem Posten. Kurz darauf verpasste Petersch bei einem aussichtsreichen Konter den Zeitpunkt des Abspiels. Ademi stand so im Abseits, anstatt frei durch zu sein (36.). Dann wurde es bitter für Braunschweig: Ken Reichel ging im Strafraum Marco Haller an, traf ihn allerdings nicht. Der Aalener fädelte dankbar ein und Schiedsrichter Florian Steuer fiel darauf herein - Elfmeter für den VfR. Enrico Valentini (45.+1) verwandelte sicher zum schmeichelhaften 1:0 für die Gäste.
Schiedsrichter Florian Steuer zeigte fälschlicherweise auf den Punkt.
Die Braunschweiger kamen wütend aus der Kabine zurück und setzten die Aalener unter Druck. In der 57. Minute hatten die Eintracht-Fans den Torschrei schon auf den Lippen, als Ademi den Ball aus dem Gewühl heraus aufs Tor beförderte. Doch Haller rettete für seinen bereits geschlagenen Keeper Jasmin Fejzic kurz vor der Linie. Lieberknecht reagierte, brachte mit Marc Pfitzner und Edwini-Bonsu für Chengdong Zhang und Steffen Bohl zwei frische Kräfte. Norman Theuerkauf (65.) per Kopf und Pfitzner (67.) mit einem Distanzschuss scheiterten an Ex-Eintracht-Torwart Fejzic. Die Gastgeber steckte nie auf, zogen ein richtiges Powerplay auf, doch die Gäste bekamen immer wieder ein Bein dazwischen. Dann stand Merkel zur Einwechslung bereit, als die Eintracht einen Freistoß aus halbrechter Position hatte. 15 Sekunden später, nachdem Omar Elabdellaoui den ruhenden Ball gefühlvoll vors Aalener Tor gebracht hatte, stand es 1:1...