Eintracht Braunschweig: Fast vergessene Erfolge
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Der Braunschweiger Norman Theuerkauf (l.) und der Karlsruher Christian Timm (r.) kämpfen um den Ball.
Eintracht Braunschweig tritt in der Zweiten Liga weiterhin auf der Stelle. Eine Woche nach dem 1:2 in Frankfurt kamen die Niedersachsen zu Hause gegen Abstiegskandidat Karlsruher SC nicht über ein 0:0 hinaus. Dabei ließen die Fußball-Profis von Trainer Torsten Lieberknecht sogar einen Elfmeter ungenutzt: Domi Kumbela scheiterte in der 57. Minute vom Punkt an KSC-Keeper Dirk Orlishausen. Insgesamt boten die Braunschweiger eine enttäuschende Leistung. "Wir tun uns zurzeit schwer gegen Mannschaften, die unten stehen. Aber Karlsruhe war heute auch deutlich besser als in der Hinserie", sagte Lieberknecht. "Das war ein typisches Stinkerspiel."
Tore: Fehlanzeige
Besonderes Vorkommnis: Orlishausen hält Foulelfmeter von Kumbela (57.)
Zuschauer: 18.000
Braunschweig: Davari - Washausen, Bicakcic, Dogan, Reichel - Theuerkauf (82. Pfitzner), Vrancic - Reinhardt (70. Korte), Kruppke (78. Petersch), Boland - Kumbela
Karlsruhe: Orlishausen - Staffeldt, Soumare, Rada, Charalambous - S. Haas - Groß, Cuntz - Calhanoglu (88. Lavric) - Timm (49. B. Müller), Iashvili (87. Terrazzino)
Die Braunschweiger erwischten den besseren Start in die Begegnung. Karlsruhe stand zunächst tief, überstand aber die erste Druckphase des Favoriten mit Kumbelas 20-Meter-Schuss (5.) und einer gefährlichen Flanke von Julius Reinhardt (6.) unbeschadet. Auf der anderen Seite wurde es nach elf Minuten erstmals gefährlich, aber Dennis Dogan konnte den Abschluss von Alexander Iashvili abblocken. Die Niedersachsen ließen sich von diesem Konter aber zunächst nicht beeindrucken: Norman Theuerkauf zieht einen direkten Freistoß aufs Tor, der Ball klatscht allerdings an den Pfosten (14.). Danach befreiten sich die Karlsruher vom Braunschweiger Angriffsdruck. Die Gastgeber verloren die spielerische Linie, während die Gäste teilweise gefällig kombinierten - und zu guten Chancen kamen. Mit einem starken Relfex rettete Eintracht-Keeper Daniel Davari gegen Bakary Soumaré (23.), kurz darauf ließen Pascal Groß und Christian Timm nacheinander gute Möglichkeiten aus (28.). Und noch einmal musste Davari retten, indem er bei einem Karlsruher Konter kurz vor dem heranstürmenden Timm an den Ball kam (34.). Von den Braunschweigern war derweil kaum noch etwas zu sehen. Einzig Mirko Boland fiel einmal mit einem Solo auf, schoss aber aus 18 Metern knapp am Tor vorbei (33.).
Der Braunschweiger Domi Kumbela (l.) vergab die größte Möglichkeit der Eintracht.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Niveau der Partie dürftig. Die Braunschweiger schienen verunsichert, waren aber zumindest darum bemüht, das Heft wieder in die Hand zu nehmen. Im Angriff aber waren sie weiterhin auf Einzelaktionen angewiesen. Die beste Szene hatte wieder Boland, der mit hohem Tempo in den Strafraum zog und dort von Soumaré gefoult wurde - Elfmeter. Es passte zu diesem Nachmittag, dass die Eintracht auch diese Gelegenheit nicht nutzte: Kumbela schoss halbhoch ins rechte Eck, eine sichere Beute für Orlishausen (57.). Immerhin wirkten die Gastgeber nun deutlich stabiler und stellten Karlsruhes Defensive vor weitere Probleme. Aber auch Ken Reichel (63.), Damir Vrancic (65.) und noch einmal Kumbela (83.) konnten Orlishausen nicht überwinden. So mussten sich die Braunschweiger letztlich bei ihrem Torhüter für den einen Punkt bedanken, weil Davari in der Schlussphase gegen Hakan Calhanoglou (69.), Bogdan Müller (84.) und Iashvili (85.) mit starken Paraden seinen Kasten sauber gehalten hatte.