Stand: 11.03.2016 21:09 Uhr

Paderborn begräbt St. Paulis Aufstiegshoffnungen

von Matthias Heidrich, NDR.de

Der Aufstiegszug in die Fußball-Bundesliga ist für den FC St. Pauli wohl abgefahren. Nach der Pleite in Heidenheim mussten die viertplatzierten Kiezkicker am Freitagabend im heimischen Millerntorstadion eine 3:4 (0:2)-Niederlage gegen das Zweitliga-Kellerkind SC Paderborn hinnehmen. Da der Tabellendritte Nürnberg zeitgleich einen souveränen 4:0-Sieg in Bielefeld feierte, haben die Hamburger acht Spieltage vor Saisonschluss nunmehr acht Punkte Rückstand auf den Relegationsrang. "Der Grund dafür, dass wir verloren haben, liegt eindeutig darin, dass wir in der Defensive heute nicht auf der Höhe waren", sagte St.-Pauli-Trainer Ewald Lienen dem NDR.

Pleite gegen Paderborn - Aufstieg adé?

St. Pauli spielt, Paderborn trifft

26.Spieltag, 11.03.2016 18:30 Uhr

  • FC St. Pauli
  • 3:4


  • Paderborn 07

Tore: 0:1 Helenius (7.) 0:2 Hartherz (24.) 1:2 L. Sobiech (51., Foulelfmeter) 1:3 Helenius (59.) 1:4 Bertels (81.) 2:4 Sobota (84.) 3:4 Picault (90.+3)
FC St. Pauli: Himmelmann - Hornschuh, L. Sobiech, Ziereis, Buballa - Sobota, Alushi, Rzatkowski, Buchtmann - Dudziak (79. Picault), Choi (65. Maier) -
Paderborn 07: Heuer Fernandes - Narey, Sebastian, Wahl, Hartherz - Wydra (90.+1 Pepic), Bakalorz - Koc (78. Bertels), Stöger (68. Krauße), Stoppelkamp - Helenius
Zuschauer: 28815

Weitere Daten zum Spiel

Die St. Paulianer wurden kalt erwischt. Mit einer schönen Einzelleistung brachte Nicklas Helenius die Paderborner bereits in der siebten Minute in Führung. Mit zwei Hebern ließ der Däne Philipp Ziereis sowie Marc Rzatkowski alt aussehen und versenkte den Ball ebenso sehenswert über St.-Pauli-Keeper Robin Himmelmann hinweg im Tor der Gastgeber. Die Hamburger reagierten, in dem sie das ohnehin schon hohe Tempo noch einmal anzogen: Doch weder Jeremy Dudziak bei seiner Doppelchance in der elften und der folgenden Direktabnahme in der 19. Minute noch Enis Alushi (22.) brachten das Leder im Paderborner Kasten unter. Wie Kaltschnäuzigkeit geht, zeigten dann die Gäste: Mit dem dritten Torschuss gelang Florian Hartherz nach 24 Minuten mit seinem ersten Profi-Tor das 2:0, nach herrlich getimter Vorarbeit von Kevin Stöger. Die Defensive der Kiezkicker war bei dieser schnellen Kombination wieder nur Staffage gewesen. St. Pauli hatte Glück, dass Himmelmann den Kopfball von Hauke Wahl noch aus der kurzen Ecke kratzte (36.). Andernfalls wäre die Partie wohl schon vor der Pause entschieden gewesen. Pfiffe erntete die Lienen-Elf trotzdem beim Gang in die Kabine.

Aufholjagd der Kiezkicker kommt zu spät

Nach dem Seitenwechsel waren es die Gastgeber, die den Blitzstart hinlegten. Kapitän Lasse Sobiech verkürzte per Foulelfmeter auf 1:2 (51.). Zuvor hatte der Innenverteidiger die Umarmung von Paderborns Tim Sebastian im Strafraum dankend angenommen. Hoffnung keimte am Millerntor auf, die kurz darauf schon wieder dahin war. Helenius markierte nach einem Konter das 3:1 für die Ostwestfalen (59.). Den von Himmelmann bereits bravourös entschärften Schuss des Dänen hätte Ziereis locker mit rechts klären können. Doch St. Paulianer entschied sich aus unerfindlichen Gründen dafür, den Ball erst einmal durchlaufen zu lassen, um dann nicht mehr hinterherzukommen. Im Gegensatz zum Aufbäumen in der ersten Hälfte verfielen die Kiezkicker nach dem dritten Paderborner Treffer zunächst in eine Art Schockstarre. Thomas Bertels' Tor zum 4:1 (81.) schien alles klarzumachen. Doch die Hamburger kamen noch mal zurück. Waldemar Sobota traf zum 2:4 (84.), Fabrice-Jean Picault markierte in der dritten Minute der Nachspielzeit sogar das 3:4, doch mehr war nicht drin für die Braun-Weißen.

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