Werder Bremen: Erfolg durch Kontinuität
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Werder Bremen feiert den Gewinn der deutschen Meisterschaft 1965.
Dank umsichtiger Einkaufspolitik zu sportlichem Erfolg: Kaum ein deutscher Fußball-Verein genießt diesbezüglich einen so guten Ruf wie Werder Bremen. Verdient haben sich die Norddeutschen diese Wertschätzung vor allem in den 1980er und den 2000er-Jahren, als Weltklassespieler wie Rudi Völler, Karl-Heinz Riedle, Johan Micoud und Diego für verhältnismäßig kleines Geld nach Bremen kamen. Dabei liegt Werders erste erfolgreiche Transferperiode deutlich länger zurück: Im Sommer 1964 verpflichteten die Grün-Weißen die Verteidiger Heinz Steinmann und Horst-Dieter Höttges sowie Stürmer Klaus Matischak - und holten am Saisonende pünktlich zum tausendjährigen Bestehen der Stadt Bremen sensationell den Titel.
Werders erste deutsche Meisterschaft sorgte sogar innerhalb der Mannschaft für Erstaunen. Torhüter Günter Bernard: "Wenn mir jemand zu Beginn der Saison gesagt hätte, wir würden Meister werden, ich hätte ihn für verrückt erklärt." Kein Wunder, schließlich hatten die Bremer bislang außer dem Pokalsieg 1961 nicht viel beschickt und galten in der noch jungen Bundesliga als graue Maus. Vor allem die Abwehr hatte den Fans reichlich Sorgen beschert: 1963/64 war Werder mit 63 Gegentreffern nur auf Rang zehn gelandet. Trainer Willi Multhaup reagierte und zog mit Steinmann (Saarbrücken) und Höttges (Mönchengladbach) zwei Spieler an Land, die in der Defensive seines damals revolutionären 4-2-4-Systems sofort einschlugen. Werder kassierte in der gesamten Saison nur 29 Gegentore. Bis 1988 sollte dieser Wert nur einmal unterboten werden - 1966/67 von Eintracht Braunschweig (27). Bis heute spricht man in Bremen deshalb von der legendären "Beton-Abwehr", wenn es um die Meistermannschaft von 1965 geht.
Kapitän der Bremer Meistermannschaft: Arnold "Pico" Schütz.
Den Titel brachte das Team um Kapitän Arnold "Pico" Schütz sogar vorzeitig unter Dach und Fach. Am vorletzten Spieltag bejubelten 40.000 Zuschauer einen 3:0 (2:0)-Heimsieg im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund - Torschützen: Matischak (13.), Theo Klöckner (45.) und Gerhard Zebrowski (87.). Als dann das gleichzeitige 0:0 des 1. FC Köln gegen Nürnberg die Runde machte, war die Meisterfeier perfekt. Die Tabellenführung hatten die Bremer bereits am 17. Spieltag durch ein 1:1 (0:1) bei Eintracht Braunschweig übernommen und seitdem nicht mehr abgegeben.















































































































































































































































































































































































