Gerald Asamoah war erst der große Held beim 1:0-Derbysieg gegen den Hamburger SV. Im Sommer dann nicht mehr gefragt und sechs Monate ohne neuen Club. Inzwischen hat "Asa" in Fürth angeheuert.
Christian Rahn spielte sich bei St.Pauli in die deutsche Nationalelf. 2002 wechselte er zum Hamburger SV, erhoffte sich den Karriereschub. Doch beim Lokalrivalen setzte sich Rahn nicht durch. Es folgten erfolglose Jahre in Köln und ein halbwegs passables Engagement in Rostock. Zuletzt kickte Rahn bei Jahn Regensburg.
Thomas Meggle machte gleich zweimal den Fehler, St. Pauli zu verlassen: Abgang eins 1999 trieb ihn zu 1860 München, wo er nicht zum Einsatz kam. Nach weiteren zwei Jahren beim Kiezclub wechselte er zu Hansa Rostock (Foto: l. mit Trainer Juri Schlünz), setzte sich aber auch dort nicht durch. 2005/2006 kehrte Meggle zu St. Pauli zurück, wo er seit 2009 Co-Trainer ist.
Matthias Lehmann war bei St. Pauli eine Konstante, ist am Höhenflug der Frankfurter Eintracht aber allenfalls in einer Nebenrolle beteiligt. Der Antreiber der Kiezkicker, der in Frankfurt zuletzt nur noch als Joker zum Einsatz kam, hatte sich seinen Wechsel in die Mainmetropole sicher anders vorgestellt.
Marcel Rath kam in der Saison 1999/2000 als gestandener Zweitligaprofi zum FC St. Pauli, spielte zuvor bei Energie Cottbus und Hertha BSC Berlin. Nach einem starken Zweitliga- und einem durchwachsenen Bundesligajahr verließ Rath den Kiezclub mit dem Abstieg. Es folgten zwei dürftige Jahre bei LR Ahlen und eines bei Union Berlin. Raths Post-Pauli-Bilanz: 52 Spiele und acht Tore.
Carsten Pröpper war nur Experten bekannt, als er 1993 vom FC Remscheid kommend ans Hamburger Millerntor wechselte. Fünf Jahre lang gab der Blondschopf den kämpfenden Spielgestalter beim Kiezclub. Seinem Abschied folgte zwar noch ein gutes Jahr in Oberhausen, doch in seiner zweiten Saison dort musste er verletzungsbedingt seine Karriere beenden.
Jens Scharping schloss sich nach erfolgreichen Bundesligajahren für den FC St. Pauli 1998 dem Zweitligisten Rot-Weiß Oberhausen an. Danach folgten Norderstedt, Lüneburg und Lübeck. Alemannia Aachen bescherte dann mit Zweiter Liga und Europa League ein kurzes Zwischenhoch, ehe Scharping 2005 und 2006 noch einmal für den FC St. Pauli auflief, ohne zu glänzen.
Thomas Kessler erging es wie Lehmann. Mit der Aussicht auf einen Stammplatz zu Eintracht Frankfurt gewechselt, hat der Torhüter seit dem zweiten Spieltag nur noch einen Stammplatz auf der Bank.
Nico Patschinski feierte beim FC St. Pauli seine größten Erfolge: Legendär sein "Weltpokalsiegerbesieger"-Tor gegen die Bayern. Doch fern von St. Pauli sank "Patsches" Stern: Abstieg mit Trier, Abstieg mit Ahlen. Seine Zeit bei Union Berlin endete mit einer Kündigungsschutzklage. Zuletzt spielte Patschinski beim BFC Dynamo.
Holger Wehlage spielte sich zur Jahrtausendwende ins Blickfeld größerer Vereine. 2001 wechselte er vom FC St. Pauli zu Werder Bremen. Dort kam der gebürtige Meppener nur sporadisch zum Einsatz und wurde danach zum Wandervogel: Union Berlin, MSV Duisburg, Rot-Weiß Essen, Eintracht Braunschweig, BSV Ölper und zuletzt als Spielertrainer beim SSV Didderse hießen die Stationen.
Mit Markus Sailer hatte der FC St. Pauli 1991 einen Goalgetter. 15 Mal in 32 Spielen traf "Toni" in der Zweiten Liga. Dann wollte er weg, ging zum MSV Duisburg und vorbei war es mit der Herrlichkeit. Es folgten ein (enttäuschendes) Kurz-Comeback beim Kiezclub, die Stuttgarter Kickers, der SV Sandhausen, BV Cloppenburg und der VfB Oldenburg.
Ivo Knoflicek: Auch der Tscheche glänzte nur kurz am Millerntor. Der Stürmer war einer der wenigen Nationalspieler im braun-weißen Dress, nahm 1990 sogar an der WM in Italien teil. Nach dem Abschied aus Hamburg folgten glücklose Engagements in Bochum, bei Vorwärts Steyr (Österreich) und in der zweiten tschechischen Liga.
Alexander Ludwig verließ St. Pauli 2009 nach zwei soliden Jahren, witterte beim Ligakonkurrenten 1860 München größere Chancen, in die Bundesliga aufzusteigen. Während tatsächlich jedoch St. Pauli aufrückte, schrammte 1860 knapp an der Insolvenz vorbei. Ludwig spielt inzwischen bei Energie Cottbus.
Carsten Wehlmann wagte wie Christian Rahn den direkten Wechsel vom FC St. Pauli zum Hamburger SV. Ein Fehler: Vom unumstrittenen Stammkeeper wurde Wehlmann zum Bankdrücker, blieb ohne Einsatz. Einem halben Jahr bei Hannover 96 (Zweite Liga) und in der HSV-Reserve (Regionalliga) folgten in vier Jahren beim VfB Lübeck 19 Zweitliga- und acht Regionalligaspiele. Nach einem Clubmanager-Engagement in Katar heuerte er 2009 bei Holstein Kiel als Scout und später als Torwarttrainer an.
Auch Björn Brunnemann fand außerhalb von St. Pauli nicht sein Fußballglück: 2009 ging er zu Union Berlin, kam dort in zwei Jahren auf 35 Spiele. Sein Vertrag bei den Hauptstädtern wurde 2011 nicht verlängert. Brunnemann spielt inzwischen beim BFC Dynamo.
Nascimento Vivaldo: Der Brasilianer lieferte 2003 in St. Paulis Zweitliga-Defensive zuweilen überragende Leistungen ab. Bundesligist Eintracht Frankfurt lieh den 1,92-Meter-Hünen aus, doch bei den Hessen kam er lediglich auf 60 Erstligaminuten. Auch bei Rot-Weiß Essen setzte sich der Innenverteidiger nicht durch. Das Karriereende kam mit 27 Jahren beim SV Wilhelmshaven.
Filip Trojan (r.) verließ 2009 St. Pauli, weil er als Zweitligaprofi keine Chance auf die tschechische Nationalelf sah. Beim FSV Mainz in der Bundesliga kam Trojan auf magere fünf Einsätze und durfte meist nur in der Reserve der Rheinhessen ran. Nach der Zwischenstation Duisburg (Ausleihe) wechselte Trojan zu Dynamo Dresden.
Felix Luz war 2005/2006 maßgeblich an St. Paulis Pokal-Erfolgsstory beteiligt, die erst im Halbfinale endete. Beim 4:3 n.V. des Regionalligisten gegen den Bundesligisten Hertha BSC traf Luz zum 2:2 (Foto). Nach einem weiteren Drittligajahr wollte Luz mehr, bekam aber weniger: 2011 stieg er mit Oberhausen aus der Zweiten Liga ab. Zuletzt kickte Luz für Wacker Burghausen.
Marvin Braun (l.) stieg 2007 mit dem FC St. Pauli in die Zweite Liga auf und schaffte im darauffolgenden Jahr den Klassenerhalt. Dann wechselte er zum VfL Osnabrück und stieg in die Dritte Liga ab. Sein Vertrag bei den Niedersachsen wurde nicht verlängert, Braun ging nach Wuppertal. Seit 2010 arbeitet Braun in einer Hamburger Marketingagentur.