Jubel bei den Fans des VfL Osnabrück. Zu Beginn der 70er-Jahre zählen die Lila-Weißen zu den dominierenden Teams in der Regionalliga Nord und schaffen 1974 den Aufstieg in die neu gegründete Zweite Bundesliga.
1978 macht der VfL den großen FC Bayern zur Lachnummer. In München gewinnen die Niedersachsen in der zweiten Pokalrunde sensationell mit 5:4. Andreas Wagner (3.v.r. im weissen Trikot) macht den Sieg mit seinem dritten Treffer perfekt.
Auf dem Trainersessel herrscht beim VfL beinahe traditionell ein Kommen und Gehen. In der Saison 1989/1990 darf Rolf Schafstall auf dem Schleudersitz an der Bremer Brücke Platz nehmen.
Am 6. Juni 1999 unterliegt der VfL im Aufstiegsspiel zur Zweiten Liga mit 0:2 beim Chemnitzer FC. Die Sachsen um Sven Köhler (l.), der sich hier ein Kopfballduell mit Martin Przondziono liefert, kehren in den bezahlten Fußball zurück.
Coach Gerd-Volker Schock zieht nach der Pleite die Konsequenzen und tritt aus "gesundheitlichen Gründen" zurück.
Auch im zweiten Relegationsspiel gegen die Kickers aus Offenbach gelingt dem VfL kein Sieg. Während den Hessen das 1:1 zum Aufstieg reicht, muss Osnabrück in der Regionalliga bleiben. Daniel Thioune sitzt nach Spielende völlig frustriert auf dem Rasen.
In der Saison 1999/2000 gelingt die ersehnte Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus. Der Jubel und die Euphorie rund um die Bremer Brücke kennen keine Grenzen mehr.
Endlich wieder ein Derby gegen den Nachbarn Hannover 96: Am 26. Februar 2001 trennen sich die beiden Rivalen 1:1. Dieses Kopfballduell kann der Osnabrücker Dennis Weiland (r.) gegen Igoris Morinas für sich entscheiden.
Große Ehre für Christian Claaßen. Am 14. Mai 2001 wird der VfL-Angreifer als "Fußballer des Jahres in Niedersachsen" ausgezeichnet.
Ein VfL-Denkmal: Keeper Uwe Brunn bedankt sich nach der Pokalpartie am 25. August 2001 gegen Hansa Rostock (2:1) bei den Fans. Der Torhüter bestritt insgesamt 357 Pflichtspiele für die Niedersachsen.
Am 12. Dezember 2001 sind die Pokalträume der Lila-Weißen ausgeträumt. Der deutsche Rekordmeister Bayern München siegt mit 2:0 an der Bremer Brücke. Dennoch hält der VfL um Daniel Thioune (r.) gut mit.
Neuaufbau in der Regionalliga: In der Saison 2002/2003 schickt der VfL eine umformierte Mannschaft ins Rennen um den Zweitliga-Aufstieg. Abwehrspieler Mentor Miftari ist einer der Helden, die am Ende der Spielzeit jubeln dürfen.
Trainiert wird der VfL von Jürgen Gelsdorf, der nach dem Aufstieg allerdings völlig überraschend seinen Rücktritt bekannt gibt.
Die Nachfolge von Gelsdorf tritt Frank Pagelsdorf an. Der ehemalige Coach von Hansa Rostock soll die Niedersachsen in der Zweiten Liga etablieren.
Zu Beginn läuft es auch gut unter dem neuen Trainer. Im Erstrundenspiel des DFB-Pokals muss sich der VfL am 31. August 2003 erst nach Elfmeterschießen gegen Rostock geschlagen geben.
Am Ende der Saison aber herrscht erneut Frust pur an der Bremer Brücke. Der VfL ist abermals nach nur einem Jahr wieder abgestiegen.
Im Sommer 2004 tritt Claus-Dieter Wollitz sein Amt bei den Niedersachsen an. "Pele", wie der Coach als Spieler gerufen wurde, steht vor der schweren Aufgabe, ein neues Team aufbauen zu müssen.
Ein großer Auftritt für das neu zusammengestellte Team: Am 21. September 2004 ist erneut Bayern München zu Gast an der Bremer Brücke. Der VfL ist der Pokalsensation ganz nah, erst in der Schlusssekunde trifft Roy Makaay zum 3:2 für die Bayern.
Im Liga-Alltag tut sich der VfL hingegen schwer. In den Spielzeiten 2004/2005 und 2005/2006 verfehlen die Osnabrücker den Aufstieg. Dennoch hält der Club an Coach Wollitz fest.
Erst in der Serie 2006/2007 nimmt der lila-weiße Express wieder Fahrt auf. Als Tabellenführer in der Regionalliga empfängt der VfL am 25. Oktober Borussia Mönchengladbach zum Zweitrundenspiel im DFB-Pokal ...
... und auch die "Fohlen" können den VfL nicht aufhalten. Am Ende bejubelt das Wollitz-Team einen verdienten 2:1-Sieg.
Als souveräner Tabellenführer in die Winterpause gegangen, kommt der VfL im Jahr 2007 nicht wieder in Tritt. Am 11. Mai hat die Krise ihren Höhepunkt erreicht. Bei der Zweitvertretung des Hamburger SV unterliegen die Niedersachsen mit 2:4. St. Pauli und Magdeburg eilen an der Tabellenspitze davon.
Doch Magdeburg schwächelt und Osnabrück zieht in einem Herzschlafinale doch noch vorbei und steigt damit erneut in die Zweite Liga auf.
Der Jubel an der Bremer Brücke kennt keine Grenzen mehr. Coach Wollitz vergießt in der Kabine Freudentränen und die Spieler machen die Nacht zum Tag.
Auch die Saison 2007/2008 wird für den VfL zur Zitterpartie. Ein 3:0 am letzten Spieltag gegen Offenbach sichert den Klassenerhalt und lässt Wollitz mit Manager Lothar Gans feiern.
Zwölf Monate später - am Ende der Saison 2008/2009 - ist der Jubel verflogen: Nach zwei 0:1-Niederlagen in der Relegation gegen den SC Paderborn müssen Thomas Cichon und Co. den bitteren Gang in die Drittklassigkeit antreten. Und: Coach Wollitz wechselt zu Energie Cottbus.
Mit Neu-Coach Karsten Baumann und einer Energieleistung gelingt allerdings der sofortige Wiederaufstieg. Die Osnabrücker sichern sich am letzten Drittliga-Spieltag der Saison 2009/2010 die Meisterschaft und sind zurück in der Zweiten Liga.
Doch es reicht einmal mehr nur für ein Jahr im Unterhaus. Osnabrück verliert in der Relegation gegen Dynamo Dresden und steigt erneut ab.
In der Dritten Liga leitet der VfL einen Umbruch ein - als Coach übernimmt Uwe Fuchs das Ruder. Doch das Vertrauen in den Trainer ist schon Anfang Dezember aufgebraucht ...
... und Claus-Dieter Wollitz kehrt zurück. Die Saison 2011/2012 beendet der VfL zwar "nur" auf Platz sieben, doch in der folgenden Spielzeit gehört das Team von Beginn an zur Spitzengruppe.
Doch der VfL droht die Relegation zu verpassen. Nach dem vorletzten Spieltag der Saison 2012/2013 kündigt Wollitz (r.) seinen Rücktritt zum Sommer an und wettert gegen den Verein. Der Club setzt Wollitz daraufhin noch vor dem letzten Spiel vor die Tür und beruft Alexander Ukrow (l.) als Interimstrainer.
Der schafft mit dem Team Platz drei. Doch in der Relegation scheitert der VfL trotz eines 1:0-Sieges im Hinspiel. In Dresden verliert Osnabrück 0:2 und muss auch in der Saison 2013/2014 in der Dritten Liga kicken.