Torsten Lieberknecht wird am 1. August 1973 im rheinland-pfälzischen Bad Dürkheim geboren. 1990 kommt er zum 1. FC Kaiserslautern und wird mit der A-Jugend der "Roten Teufel" deutscher Meister. Der Mittelfeldspieler kommt in mehreren Junioren-Nationalmannschaften des DFB zum Einsatz, unter anderem neun Mal in der U21.
Lieberknecht (l.) rückt 1992 in den Profi-Kader der Pfälzer auf und kommt dort insgesamt 13 Mal zum Einsatz. Sein erstes und einziges Bundesliga-Tor schießt er am 31. Oktober 1992 beim 3:1-Sieg in Bochum.
Im Sommer 1994 wechselt Lieberknecht (M.) von Kaiserslautern zum Erzrivalen Waldhof Mannheim. Der Traditionsverein begeistert in seinem neuen Stadion unter Trainer Uli Stielike die Zuschauer und verpasst den Bundesliga-Aufstieg nur knapp.
Trotz der erfolgreichen Spielzeit zieht Lieberknecht weiter. Nächste Station ist der FSV Mainz 05. Dort wird er sofort zum Stammspieler und schrammt 1997 erneut nur knapp am Bundesliga-Aufstieg vorbei. Ein 4:5 am letzten Spieltag beim direkten Konkurrenten VfL Wolfsburg bedeutet das Ende aller Träume für die Mainzer.
Bis 2002 bleibt Lieberknecht in Mainz, trainiert dort noch eine Saison unter Jürgen Klopp. Anschließend geht es in die drittklassige Regionalliga Süd zum 1. FC Saarbrücken. Dort kommt der Defensivspezialist (im Bild unten rechts) jedoch nur sieben Mal zum Einsatz.
Lieberknecht verlässt den Südwesten der Republik und unterschreibt bei Eintracht Braunschweig. Die Niedersachsen spielen wie Saarbrücken in der Regionalliga, allerdings in der Nord-Staffel.
2005 gelingt Lieberknecht (l.) der erste Aufstieg seiner Karriere. Die Eintracht wird souverän Meister der Regionalliga Nord und ist zurück in der Zweiten Bundesliga.
Als Aufsteiger hält Braunschweig die Klasse. Dann folgt eine desaströse Spielzeit 2006/2007: Fünf verschiedene Trainer sitzen in dieser Saison auf der Eintracht-Bank. Am Ende werden die "Löwen" abgeschlagen Letzter. Lieberknecht beendet seine aktive Profi-Karriere.
Der Führungsspieler bleibt in Braunschweig und arbeitet fortan als Nachwuchs-Koordinator und A-Jugend-Trainer bei den "Löwen".
Am 12. Mai 2008 wird er Coach der Profis. Benno Möhlmann (r.) wirft überraschend drei Spieltage vor Saisonende das Handtuch. Braunschweig ist in ernster Gefahr, die Qualifikation für die Dritte Liga zu verpassen und in die Viertklassigkeit abzurutschen.
Am 31. Mai 2008 kennt der Jubel in Braunschweig keine Grenzen. Sieben Punkte holt Lieberknecht mit seinem Team aus den letzten drei Partien. Auf den letzten Drücker gelingt der Eintracht die Qualifikation für die eingleisige Dritte Liga.
Lieberknecht bleibt Coach in Braunschweig und erwirbt 2010 die Fußballlehrer-Lizenz. Seine Co-Trainer (v.l.n.r.) Jürgen Rische, Alexander Kunze und Darius Scholtysik gratulieren dem "Kleenen", der die "Löwen" stetig weiterentwickelt.
2011 trägt Braunschweig seine Fußballer und Lieberknecht auf den Schultern. Die Eintracht sichert sich mit einem 1:0 in Unterhaching die Rückkehr in die Zweite Liga.
Und Lieberknecht ist mittendrin. Die Euphorie in Braunschweig kennt keine Grenzen. Drei Jahre nachdem der Club vor dem Absturz stand, hat er es zurück auf die große Fußball-Bühne geschafft.
Mit Manager Marc Arnold (l.) setzt Lieberknecht auf Kontinuität. Die Leistungsträger des Aufstiegsteams bleiben bei den "Löwen", die sich überraschend stark in der Zweiten Liga präsentieren. Als Achter hält Braunschweig souverän die Klasse.
Neben Lieberknecht und Arnold ist Präsident Sebastian Ebel (r.) Garant für die positive Entwicklung bei der Eintracht. Der Club-Chef hat den Verein konsolidiert und steht für seriöse Arbeit.
Was in der Saison 2012/2013 passiert, können trotzdem auch die meisten Braunschweiger Fans nicht glauben. Die Eintracht verliert erst am 15. Spieltag zum ersten Mal und wird Herbstmeister in der Zweiten Bundesliga.
Die Niedersachsen werden zwar in der Rückrunde von Hertha BSC von der Tabellenspitze verdrängt. Der Aufstieg gerät aber nicht mehr in Gefahr...
..., denn drei Spieltage vor Saisonende steigen die Niedersachsen nach einem 1:0 in Ingolstadt in die Bundesliga auf. Der Erfolgstrainer wird mit einer Bierdusche gefeiert.