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Der NDR sucht in der Saison 2011/12 wieder den Fußball-Experten im Norden. mehr
Schirmherr Uwe Seeler (l.) und Initiator Reinhold Beckmann.
"Götter des Fußball-Olymps" - so lautete das Motto beim sechsten "Tag der Legenden" in Hamburg. Mehr als 80 Fußball-Helden, darunter zahlreiche Welt- und Europameister, kamen am Sonntag auf Einladung von Reinhold Beckmann ins Millerntor-Stadion, um bei der Partie "Hamburg gegen Deutschland und den Rest der Welt" für einen guten Zweck die Fußballschuhe zu schnüren. Für das "Team Deutschland" stiegen nicht nur die 1990er-Weltmeister Lothar Matthäus, Guido Buchwald und Olaf Thon vom "Fußball-Olymp" ans Millerntor herab - zum ersten Mal mit dabei war auch Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann, der bis vor Kurzem noch das Tor des VfB Stuttgart gehütet hatte. Und auch das magische Dreieck Fredi Bobic, Krassimir Balakow und Giovane Elber verzauberte wieder die Zuschauer.
Das gegnerische "Team Hamburg" war nicht minder hochkarätig besetzt - und setzte sich am Ende einmal mehr durch: 3:2 (2:1) und somit der fünfte Sieg im sechsten Vergleich. Michel Mazingu-Dinzey und Martin Driller brachten die Hamburger zunächst mit 2:0 in Führung, ehe Ailton und Maurizio Gaudino ausglichen. Den Siegtreffer für die Hansestädter erzielte Sergej Barbarez. St. Paulis "Fußball-Götter" Klaus Thomforde, Andre Trulsen und Dietmar Demuth liefen an alter Wirkungsstätte gemeinsam mit einem "Who is Who" des Hamburger SV zu Höchstform auf. Die HSV-Urgesteine Horst Hrubesch (allerdings nur als Coach an der Seitenlinie), Manfred Kaltz, Barbarez und Richard Golz traten ebenso an wie Schalke-Coach Felix Magath, Hamburger Sieg-Torschütze beim Europapokal-Triumph 1983. Für zusätzliche Unterhaltung sorgte HSV-Physiotherapeut Hermann Rieger, der als Sanitäter mit einem Luftkissenboot auf den Platz gefahren wurde und Hamburgs Stefan Studer wieder auf die Beine half. Die Einnahmen des Tages gehen an Beckmanns Jugendinitiative NestWerk, die sich um benachteiligte Kinder und Jugendliche in der Hansestadt kümmert.
Lothar Matthäus (l.) gegen Michel Mazingu-Dinzey und Bernd Hollerbach (r.).
Insgesamt fanden am Sonntag 24.500 Fußball-Fans den Weg ins damit ausverkaufte Stadion des Bundesligisten FC St. Pauli - eine bislang unerreichte Zahl. "Das ist wieder ein kleiner Rekord für uns, das neue Stadion macht das möglich. Ich muss den Hamburgern danken, dass sie das so angenommen haben", sagte Beckmann. Der Initiator freute sich zudem, dass sogar der Wettergott ein Einsehen und viel Sonne geschickt hatte: "Das ist richtiges Fußballwetter, nach all dem Schietwetter ein toller Altweibersommer." Mit viel Spaß und Engagement waren die Altstars bei der Sache. "Das ist wie ein Klassentreffen aus guten, alten Bundesligazeiten", sagte Michael Rummenigge. Rekord-Nationalspieler Matthäus geriet zwar zwischenzeitlich ein wenig aus der Puste, aber auch ins Schwärmen: "Es fehlt ein bisschen die Praxis, aber es macht wahnsinnig Spaß, dabei zu sein. Es ist immer ein tolles Erlebnis."