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VfL-Stürmer Edin Dzeko, Grafite (re.) © fishing4
 

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Wolfsburgs Spielerinnen feiern den Sieg im DFB-Pokal-Finale. © dpa - Bildfunk Fotograf: Marius Becker
 
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Impressionen des DFB-Pokal-Finals zwischen Wolfsburg und Potsdam.

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Impressionen der Meisterfeier des VfL Wolfsburg.

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Fussball im Tornetz mit Mauspfeil (Montage) © fotolia.com Fotograf: creativedoxfoto
 

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VfL-Trainer: "Wir werden die Gejagten sein"

Ralf Kellermann, Trainer der Fußballerinnen vom VfL Wolfsburg © picture alliance / dpa Fotograf: Revierfoto Detailansicht des Bildes Ralf Kellermann außer Rand und Band. Das Pokalfinale hat ihn, wie er sagt, Jahre seines Lebens gekostet. Wenn Ralf Kellermann eine Banane mit zwei Bissen "inhaliert", ist Gefahr im Verzug. Der Trainer der Fußballerinnen vom VfL Wolfsburg hat es beim dramatischen 3:2-Sieg im Pokalfinale gegen Turbine Potsdam kaum noch auf der Bank gehalten. In das Champions-League-Endspiel gegen Olympique Lyon am Donnerstag wird der 44-Jährige gelassener gegangen sein. Alles konnte, nichts musste: Das Triple war das Sahnehäubchen auf eine Saison, in der die VfL-Frauen erstmals überhaupt Titel gewonnen haben. Der Kader für die neue Saison nimmt auch langsam Gestalt an. Ines Bellinger hatte vor dem Finale mit dem VfL-Coach gesprochen:

Herr Kellermann, Sie haben gesagt, die Meisterschaft war der schönste Tag für den Frauenfußball in Wolfsburg. Wie fühlen Sie sich jetzt nach dem Gewinn des Doubles?

Ralf Kellermann: Man kann die Tage überhaupt nicht vergleichen. Emotionaler war es natürlich beim Pokalsieg. Wenn man ein Endspiel gewinnt - das ist das Allergrößte. Es war unser erstes Finale und ein wunderschönes Fest. Die Meisterschaft bedeutet mir sportlich aber mehr.

Der Pokalsieg hat 104.500 Euro in die Kasse gespült. Dürfen die Spielerinnen nach dem Champions-League-Finale in London mit der Prämie shoppen gehen?

Kellermann:  Nein. Die Spielerinnen haben in ihren Verträgen eine Erfolgsprämie für Meisterschaft und Pokal festgeschrieben. Was mit dem Pokalsieg eingenommen wurde, fließt in das Budget der Frauenabteilung. Damit müssen wir unsere Ausgaben, die in den vergangenen Wochen ja deutlich höher waren durch die vielen Reisen, kompensieren. Es tut uns gut, dass wir die Prämie eingefahren haben. Aber der Titel ist das Entscheidende, von der Außenwirkung her unbezahlbar. Es war auch eine unglaubliche Wertschätzung für uns, dass der VfL-Aufsichtsratsvorsitzende Francisco Javier Garcia Sanz, Manager Klaus Allofs und Männer-Trainer Dieter Hecking nach Köln zum Finale gekommen sind. Es sind tolle Tage derzeit.

Nach dem Double-Sieg fiel häufig das Wort Wachablösung. Würden Sie sagen, Sie haben Potsdam und Frankfurt schon überholt?

Kellermann: In der Titelsammlung sind wir noch Lichtjahre von Potsdam und Frankfurt entfernt, aber wir sind auf Augenhöhe mit diesen beiden Vereinen. Dieses Jahr haben wir in beiden Wettbewerben die Nase vorn gehabt. Von einer Wachablösung kann aber keine Rede sein. Nächste Saison geht es wieder bei null los. Dann werden wir die Gejagten sein.

Lassen Sie Ihre Spielerinnen jetzt auf der Erfolgswelle nach London schwimmen oder müssen sie sie wieder auf den Teppich holen?

Kellermann: Die Spielerinnen sollen das jetzt genießen. Wir sind professionell genug, um zu wissen, dass das am Donnerstag ein wahnsinnig schweres Spiel wird. Dafür müssen wir noch einmal alle Kräfte mobilisieren. Wir fahren nach London, um zu gewinnen.

Wird nach dem Champions-League-Finale endlich auch mal gefeiert?

Kellermann: Ja, wir haben in London eine Location angemietet und werden direkt aus dem Stadion dorthin fahren. Wir werden richtig feiern mit Open End, egal wie das Spiel ausgeht. Jetzt mussten wir ja immer mit angezogener Handbremse was machen. Wir bleiben dann auch noch ein paar Tage in London und schauen uns am Sonnabend das Männerfinale zwischen Bayern und Dortmund an.

Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein gegen Lyon?

Kellermann: Wir sind klarer Außenseiter. Lyon ist seit Jahren ungeschlagen und sehr eingespielt. Was für uns vielleicht ein Vorteil ist: So enge Spiele wie wir haben die in ihrer Liga nicht. Von uns wird wenig erwartet. Lyon hat schon einen gewissen Druck.

Wird Alexandra Popp nach ihrem Außenbandriss im Sprunggelenk rechtzeitig fit?

Kellermann: Wir haben große Hoffnungen, dass wir sie mit in den Kader nehmen können. Wir hatten als offensive Option im Pokalfinale nur die gerade genesene Zsanett Jakabfi auf der Bank und sonst nichts mehr zum Nachladen.

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Bundespräsident Joachim Gauck (l.) überreicht Wolfsburgs Spielführerin Nadine Keßler den DFB-Pokal. © dpa - Bildfunk Fotograf: Carmen Jaspersen
 

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Wolfsburgs Kapitän Nadine Keßler (vorne) zeigt die Meisterschale. © dpa - Bildfunk Fotograf: Peter Steffen
 

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