Der Hamburger SV eröffnet die Bundesliga-Saison bei Meister Borussia Dortmund und erhält eine Lehrstunde. Der BVB beherrscht die Hamburger klar und siegt - für den HSV noch schmeichelhaft - mit 3:1.
Einen Traumstart erwischt indes der VfL Wolfsburg beim 3:0 in Köln. Patrick Helmes trifft bei seinem Ex-Club doppelt.
Defensiv stark, im Angriff effektiv: Hannover 96 knüpft bei seiner Saison-Premiere gegen Hoffenheim da an, wo es in der vergangenen Spielzeit aufgehört hat. Der Lohn: ein 2:1-Erfolg.
Auch Werder siegt zum Auftakt: Markus Rosenberg (M.) ist beim 2:0 gegen Kaiserslautern mit zwei Treffern der Mann des Tages.
Wolfsburg ist am dritten Spieltag zurück auf dem Boden der Tatsachen: Einem 0:1 gegen Bayern München folgt ein 1:4 bei Borussia Mönchengladbach. Auch "Wölfe"-Zugang Thomas Hitzlsperger kann die Pleite nicht verhindern.
Noch ärger erwischt es den HSV. Das 0:5 bei Bayern München ist ein Desaster, das noch verhältnismäßig glimpflich für die Hamburger ausfällt.
Ein Spektakel wie in besten Zeiten liefert Werder Bremen am dritten Spieltag gegen den SC Freiburg. 5:3 heißt es nach 90 turbulenten Minuten.
Dort geht es Richtung England: Per Mertesacker verlässt Bremen Ende August vier Tage nach dem 2:1 in Hoffenheim. Der FC Arsenal zahlt rund neun Millionen Euro Ablöse.
Weiter auf Talfahrt ist der Hamburger SV: In der Schlussphase kassieren die Norddeutschen zwei Tore gegen Köln und verlieren mit 3:4. Die Bilanz nach vier Spielen: ein Punkt, Tabellenplatz 18.
Nicht viel besser ergeht es dem VfL Wolfsburg. Das Magath-Team unterliegt beim SC Freiburg mit 0:3 und belegt lediglich Rang 15.
Einen Durchhänger hat auch Hannover 96. Die gut gestarteten Niedersachsen kassieren beim VfB Stuttgart ihre erste Saisonniederlage: 0:3.
Die Nummer eins im Norden ist Werder Bremen. Das 2:0 im Derby gegen den HSV ist der vierte Sieg im fünften Spiel. Claudio Pizarro ist mit seinem Doppelpack (wieder einmal) Bremens Matchwinner.
Ein besonderer Sieg für Wolfsburgs Coach Felix Magath. Die "Wölfe" schlagen seinen ehemaligen Verein Schalke 04 mit 2:1.
Für HSV-Coach Michael Oenning ist nach sechs Spieltagen Schluss. Nach einem 0:1 gegen Mönchengladbach entlässt der Verein den erfolglosen Trainer. Seine Bilanz: ein Sieg in 14 Spielen als Chefcoach.
Land unter in Nürnberg: Die Partie des "Clubs" gegen Werder Bremen muss wegen heftiger Regenfälle unterbrochen werden. Die Hanseaten kommen in Unterzahl nach Rot für Tim Wiese zu einem 1:1.
Einen dramatischen Sieg feiert Hannover 96 gegen Borussia Dortmund. Noch in der 87. Minute liegen die "Roten" gegen den Meister zurück, dann köpft Karim Haggui (M.) den Ausgleich, Didier Ya Konan markiert zwei Minuten später das entscheidende 2:1.
Neuer Trainer, neues Glück: Unter Interimscoach Rodolfo Cardoso gelingt dem HSV am siebten Spieltag beim VfB Stuttgart der erste Saisonsieg. Robert Tesche feiert seinen 2:1-Siegtreffer sehenswert.
Fünf Tore, achtmal Gelb und einmal Rot für Marko Arnautovic: Die Partie Hannover 96 - Werder Bremen am achten Spieltag hat alles, was ein Derby ausmacht. Mohammed Abdellaoue ist der Mann des Tages und erzielt alle 96-Tore beim 3:2-Erfolg.
Neunter Spieltag, zweiter Sieg für den HSV: Sportchef Frank Arnesen ist offiziell Trainer beim 2:1 in Freiburg. Neuzugang Ivo Ilicevic entscheidet bei seinem Debüt die Begegnung für die Hamburger.
Eine Woche später betreut Thorsten Fink den HSV. Der ehemalige Bayern-Profi soll den Club wieder nach oben führen. Sein Auftakt ist jedoch durchwachsen. Mario Mandzukic bringt Wolfsburg im Nordduell bereits in der zweiten Minute in Führung, Mladen Petric gelingt in Hälfte zwei der Ausgleich.
Der zehnte Spieltag ist für Hannover 96 ein Festtag. Die "Roten" schlagen den souveränen Tabellenführer Bayern München mit 2:1. Mohammed Abdellaoue beendet dabei mit seinem Elfmeter-Tor Manuel Neuers Serie von 770 Minuten ohne Gegentreffer.
Nach alter britischer Tradition darf ein Spieler, der in einer Partie drei Treffer markiert, den Ball behalten. Also schnappt sich Claudio Pizarro nach Werders 3:2 gegen Köln am zwölften Spieltag die Kugel. Der Peruaner dreht die Begegnung nach einem 0:2-Pausenrückstand fast im Alleingang.
0:2 liegt auch der VfL Wolfsburg in Dortmund zur Pause zurück. Doch für die Magath-Elf gibt es kein Comeback. Im Gegenteil: Der Meister führt die "Wölfe" vor und gewinnt mit 5:1.
Nach der Länderspielpause Mitte November zeigt sich Wolfsburg zunächst gut erholt vom Dortmund-Debakel. Im Derby gegen Hannover behält der VfL überraschend deutlich mit 4:1 die Oberhand.
Am selben Spieltag müssen die Bremer ihre Defensivschwächen teuer bezahlen. Mönchengladbach demontiert die Hanseaten mit 5:0. Dreifacher Torschütze: Marco Reus.
Endlich wieder ein Heimsieg: Der HSV setzt sich gegen Hoffenheim mit 2:0 durch, der erste Erfolg vor eigenem Publikum nach mehr als sieben Monaten. Fink darf seinen ersten Dreier als HSV-Coach bejubeln.
HSV trifft auf HSV - Hannover hat Hamburg zu Gast. Die Gäste führen am 14. Spieltag mit 1:0, ehe Jan Schlaudraff ein Traumtor gelingt. Der Ex-Nationalspieler verwandelt eine Ecke von der Strafraumgrenze per Direktabnahme. 106 km/h zeigt die offizielle Geschwindigkeitsmessung.
Noch härter (108 km/h) ist Naldos Freistoß, der im Tor des VfB Stuttgart einschlägt. Werder gewinnt auch ohne den verletzten Torjäger Pizarro mit 2:0 gegen die Schwaben und geht selbstbewusst in den Nord-Süd-Gipfel bei Bayern München.
Doch dort hängen die Trauben für die Hanseaten zu hoch. Der große Rivale schickt die Bremer mit einer verdienten 1:4-Klatsche im Gepäck wieder auf die Heimreise. Wirklich mithalten kann Werder bei den Bayern nur 20 Minuten. Unrühmliches Ende eines blassen Auftritts ist die Rote Karte für Aaron Hunt nach einem brutalen Foul an Toni Kroos.
Eine Woche später dasselbe Ergebnis, aber Jubel bei den Bremern: Im Nordduell gegen erschreckend schwache Wolfsburger rehabilitieren sich die Grün-Weißen für die Pleite in München. Sokratis, Claudio Pizarro, Markus Rosenberg und Marko Arnautovic treffen beim 4:1-Sieg für Werder.
Der Jahresausklang misslingt den Bremern gründlich. Das 0:5 auf Schalke ist die dritte herbe Auswärtsniederlage in Folge. Dennoch ist Werder als Tabellenfünfter bester Nordclub am Ende der Hinrunde.
Ein Youngster sorgt für Erleichterung in Wolfsburg. Sebastian Polter trifft zum entscheidenden 1:0 gegen Stuttgart. 20 Zähler aus 17 Partien sind allerdings nicht die Ausbeute, die sich die Verantwortlichen von der teuren "Wölfe"-Mannschaft erhofft hatten.
Positive Stimmung herrscht hingegen beim Hamburger SV, obwohl die Hanseaten nach einem 1:1 gegen Augsburg als Tabellen-13. schlechtester Nordclub sind. Doch unter Trainer Fink ist das Team noch ungeschlagen. Zwei Siege und sechs Unentschieden lautet die Ausbeute des Coaches.
Hannover 96 geht zum Ende der Hinrunde ein wenig die Luft aus. Das 1:1 beim 1. FC Kaiserslautern ist die siebte Partie in Folge ohne Sieg. Die Bilanz nach 17 Spielen: Rang sieben mit 23 Punkten.