Mit der deutschen Reichsmeisterschaft 1938 feiert Hannover 96 seinen ersten Riesenerfolg. Der große Favorit FC Schalke 04 wird vor fast 95.000 Zuschauern mit 4:3 nach Verlängerung geschlagen. Im Halbfinale am 29. Mai 1938 besiegen Edmund Malecki (r.) und Co. den HSV.
16 Jahre später stehen die "Roten" mit Mittelstürmer Hans Tkotz (2.v.r) wieder im Endspiel. Vor 76.000 Zuschauern im Hamburger Volksparkstadion gewinnt 96 am 23. Mai 1954 gegen Titelverteidiger 1. FC Kaiserslautern mit 5:1.
Anschließend feiern die Spieler mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Heinrich Kopf (M., mit Anzug) und den Fans die zweite Meisterschaft.
Heißes Nord-Duell am 21. November 1954 in der Oberliga Nord: Torhüter Krämer (v.) vom amtierenden Meister Hannover wirft sich HSV-Spieler Klaus Stürmer entgegen.
Spektakulärer Spielabbruch: 8.000 Zuschauer erleben am 7. Januar 1962 auf der Johanniswiese in Hildesheim beim Oberligaspiel VfV Hildesheim - Hannover 96 (3:1) den Bruch eines Torpfostens.
Der ersehnte Aufstieg in die Erste Bundesliga gelingt. Hessen Kassel wird am 28. Juni 1964 vor 70.000 Anhängern mit 3:1 geschlagen. Das Erfolgsteam (v.l.): Heinz Steinwedel, Horst Podlasly, Udo Nix, Klaus Bohnsack, Bodo Fuchs, Otto Laszig, Walter Rodekamp, Winfried Mittrowski, Werner Gräber, Friedrich (Fred) Heiser, Georg Kellermann.
Hans Siemensmeyer (M.) wird Nationalspieler und feiert einen Einstand nach Maß. Beim Debüt am 27. September 1967 erzielt der 96-Stürmer vor 90.000 Fans in Berlin zwei Treffer beim 5:1-Sieg gegen Frankreich.
Hannovers Stürmerstar Joschi Skoblar (M.) scheitert an Mönchengladbachs Torwart Volker Danner. 96 verliert das Heimspiel am 14. September 1968 mit 2:3.
Die "Roten" beenden unter Trainer Zlatko "Tschik" Cajkovski die Saison 1968/69 als Tabellenelfter. Im Dezember 1969 muss der Kroate jedoch den Verein verlassen.
Hannover als Sprungbrett für die Karriere: Jupp Heynckes stürmt von 1967 bis 1970 in der Bundesliga für die Niedersachsen. Danach wechselt er zu Borussia Mönchengladbach.
Verbissene Zweikämpfe zwischen dem Hannoveraner Abwehrspieler Peter Anders und Kölns Stürmer Heinz Flohe (l.). Dieses Duell im März 1973 endet wie die Partie (3:3) unentschieden. 96 holt damit den ersten Auswärtspunkt.
Verjüngungskur an der Leine: Trainer Helmut Kronsbein präsentiert am 17. Juli 1975 seine Neuzugänge. Stehend (v.l.): Peter Hayduk, Paul Holz, Horst Kinkeldey, Wolfgang Lüttges, Kronsbein; Sitzend (v.l.): Jürgen Milewski, Herbert Pösger, Jürgen Weber, Günter Wesche.
Hannovers Torjäger Dieter Schatzschneider (l.) zerrt am Trikot von Nürnbergs Kapitän Anders Giske. 96 und der 1. FC Nürnberg trennen sich am 3. Juni 1989 im Bundesligaspiel in Hannover 2:2. Doch am Ende nützt alle Gegenwehr nichts, denn ...
... die Niedersachsen steigen mit Trainer Rainhard Saftig nach einer verkorksten Saison als Tabellenletzter aus der Bundesliga ab.
Aber auch als Zweitligist sorgen die "Roten" für Furore - dank Jörg Sievers. Der Torwart hält im DFB-Pokalendspiel (23. Mai 1992) im Elfmeterschießen gegen Borussia Mönchengladbach zwei Elfmeter und avanciert damit beim 4:3-Sensationssieg zum Helden.
So jubeln Pokal-Helden: Die "Roten" gewinnen als Zweitligist das deutsche Pokalfinale.
Das Auf und Ab an der Leine geht weiter: Im Mai 1996 steigt Hannover in die Regionalliga ab. Ein Jahr später holen sich die Niedersachsen dort die Meisterschaft mit 105 Toren. Doch für den Aufstieg langt es nicht, weil das Team von Trainer Reinhold Fanz das entscheidende Aufstiegsspiel bei Energie Cottbus mit 1:3 verliert. Auch Hannovers Abwehrspieler Matthias Dworschak (l.), hier im Duell mit Energie-Stürmer Toralf Konetzke, kann das nicht verhindern.
Die Norddeutschen gehen dennoch optimistisch in die neue Saison - mit Erfolg: Torhüter Jörg Sievers (r.) und Trainer Reinhold Fanz bejubeln am 24. Mai 1998 im heimischen Niedersachsenstadion den Aufstieg in die Zweite Bundesliga. Im Elfmeterduell gegen Tennis Borussia Berlin erweist sich Sievers einmal mehr als "Killer". Er pariert zwei Schüsse - 96 siegt 3:1.
Hannovers Spieler im Siegesjubel: Der zweifache ghanaische Torschütze Gerald Asamoah (l.) umarmt Mittelfeldspieler Harald Gärtner. Der Zweitliga-Aufsteiger besiegt den Erstliga-Absteiger 1. FC Köln mit 6:1. Ende der Saison wechselt Asamoah für 2,7 Millionen Mark zu Schalke 04.
Trauer bei Coach Franz Gerber (r.) und seinem Co-Trainer Edward Kowalczuk. Seine Mannschaft verpasst am letzten Spieltag (17. Juni 1999) nur knapp den Durchmarsch. Am Ende fehlt nur ein Punkt für den Aufstieg in Liga eins.
Horst Ehrmantraut wird am 22. Februar 2000 als neuer Trainer von Hannover 96 bei einer Pressekonferenz vorgestellt. 13 Monate später löst ihn Stanislav Levy wieder ab.
Nach einer tollen Saison wird Hannover im Mai 2002 ungefährdeter Zweitligameister und stellt mit 75 Punkten einen Punkterekord auf. Auch ein Verdienst des Tschechen Jan Simak.
Die AWD-Arena wird für die Weltmeisterschaft 2006 in ein modernes Fußballstadion verwandelt. Nach einer Sprengung versinkt ein Tribünendach am 4. Juni 2003 im Trümmerstaub.
66 Millionen Euro kostet der Umbau. Die Arena fasst 49.000 Besucher. Es gibt 41.000 Sitz- und 8.000 Stehplätze sowie 29 Logen und 1.200 Business-Seats.
Nach der Entlassung des Aufstiegscoaches Ralf Rangnick rettet Ewald Lienen die Norddeutschen im Mai 2004 vor dem Bundesliga-Abstieg. Nach mäßigem Saisonstart und dem zwischenzeitlichen 13. Platz trennt sich der Club im November 2005 jedoch von Lienen. Unter dem neuen Coach Peter Neururer folgt zwar ein Zwischenhoch, ...
... doch nach einem krassen Fehlstart löst Dieter Hecking den glücklosen Trainer am vierten Spieltag der Bundesliga-Saison 2006/2007 ab. Er führt das Team am Ende auf Platz elf.
Noch besser läuft es in der Spielzeit 2007/2008. Hannover beendet die Saison als Achter, der besten Bundesliga-Platzierung seit 43 Jahren.
Mit großen Ambitionen in die Saison gestartet, landen die Niedersachen 2008/09 auf einem enttäuschenden elften Platz. 69 Gegentore sind Liga-Negativrekord.
Im November 2009 steht Hannover unter Schock. Im Alter von 32 Jahren nimmt sich Torwart Robert Enke das Leben. Zehntausende trauern, der Fußball rückt in den Hintergrund.
Sportlich verläuft die Saison über weite Strecken katastrophal. Mirko Slomka kommt im Januar 2010, er ist bereits der dritte Coach der laufenden Saison. Doch auch der Ex-Schalker kann die Talfahrt zunächst nicht stoppen.
Erst am letzten Spieltag schafft 96 den Klassenerhalt. Ein 3:0 in Bochum sichert den Niedersachsen Rang 15.
Ein fulminantes Comeback gelingt den "Roten" in der darauffolgenden Spielzeit. Die beste Bundesligasaison der Vereinsgeschichte beenden die Hannoveraner auf Rang vier und ziehen nach 19 Jahren wieder in den Europapokal ein.