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Die Hansa-Akteure Andreas Babendererde, Hilmar Weilandt und Frank Rillich (v.l.) präsentieren am 25. Mai 1991 in Rostock den Meisterpokal.
Wer die Geschichte des FC Hansa Rostock näher beleuchten will, kommt um die deutsch-deutsche Geschichte nicht herum. 1965 gegründet, verdiente sich der Club aus Mecklenburg-Vorpommern die ersten Meriten im DDR-Fußball. Mit zahlreichen Vizemeisterschaften und fünf erfolglosen Pokalfinalteilnahmen handelte sich Hansa den Ruf des ewigen Zweiten ein, doch im entscheidenden Jahr setzten sich die Rostocker durch. Als letzter Meister der DDR-Oberliga, die bereits als NOFV-Oberliga in den DFB-Spielbetrieb eingegliedert war, qualifizierte sich das damals von Uwe Reinders trainierte Team 1990/91 für die Bundesliga. Trotz des sofortigen Abstiegs in die Zweite Liga war Hansa Rostock einer der wenigen Vereine aus den neuen Bundesländern, der sich nach der deutschen Wiedervereinigung im Profi-Fußball etabliert hat.
Mit Trainer Frank Pagelsdorf schaffte Hansa zweimal den Bundesliga-Aufstieg.
Unter Trainer Frank Pagelsdorf gelang 1995 der Wiederaufstieg ins Oberhaus des deutschen Fußballs. Zehn Jahre hielt sich Hansa mit vergleichsweise bescheidenen finanziellen Mitteln in der Ersten Liga. Spätere Nationalspieler wie René Schneider, Marko Rehmer, Oliver Neuville oder Stefan Beinlich trugen in dieser Zeit das Hansa-Trikot. Ausgerechnet im Sommer 2005, zum 40-jährigen Vereinsjubiläum, musste der Club dann wieder den Gang in die Zweite Bundesliga antreten. Was lag da näher, als erneut den "Heilsbringer" von 1995 zu verpflichten - Frank Pagelsdorf. Und tatsächlich: Mit dem ebenfalls zurückgekehrten Stefan Beinlich schaffte Hansa 2007 den dritten Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte. Doch wie bei der Premiere 1992/93 hielt sich der Verein nur eine Saison im Oberhaus.
Dass der Fahrstuhl auch noch eine Station tiefer fahren könnte, hätten die Hansa-Fans wohl nicht für möglich gehalten. Doch genau diese für die Region um Rostock herum vielfach als Horroszenario beschriebene Situation trat am 17. Mai 2010 ein. Nach anhaltender sportlicher Talfahrt, zwei Trainerwechseln und Querelen im Vorstand landete die Hansa-Kogge nach der Spielzeit 2009/2010 nur auf Rang 16. In der Relegation gegen den FC Ingolstadt setzte es zwei verdiente Niederlagen: Der erstmalige Abstieg in die Drittklassigkeit war besiegelt.
Dass die vollkommen neu formierten Mecklenburger den sofortigen Wiederaufstieg schaffen würden, hätte vor der Drittliga-Saison kaum jemand gedacht. Doch Trainer Peter Vollmann und Manager Stefan Beinlich stellten eine gute Mannschaft zusammen, die bereits vier Spieltage vor Saisonende die Rückkehr in die Zweite Liga feiern durfte.
| Vollständiger Vereinsname: | Fußball Club Hansa Rostock |
| Gegründet: | 28. Dezember 1965 |
| Vereinsfarben: | weiß-blau |
| Mitglieder: | 6.708 (Stand: Oktober 2011) |
| Größte Erfolge: | Meister Oberliga Nordost/Qualifikation für die Erste Bundesliga (1991), Bundesliga-Aufstiege (1995/2007), NOFV-Pokalsieger (1991), DFB-Hallenmeister (1998), DDR-Vizemeister (1962/63/64 unter dem Namen SC Empor Rostock, 1968), DDR-Pokalfinalist (1955/57/60 unter dem Namen SC Empor Rostock, 1967/87) |
| Stadion: | DKB-Arena |
| Fassungsvermögen: | 29.000 Zuschauer |
| Anfahrt: | Von der A20 Abfahrt Rostock West auf den Autobahnzubringer wechseln, Reutershagen/Zoo abfahren auf den Barnstorfer Ring, dann am Zoo in die Rennbahnallee einbiegen, über den Trotzenburger Weg rechts in die Kopernikusstraße fahren. |
| Trainer: | Wolfgang Wolf |
| Co-Trainer: | Michael Hartmann, Steffen Baumgart |
| Torwart-Trainer: | Jo Stock |
| Manager | Stefan Beinlich |
| Vorstandsvorsitzender: | Bernd Hofmann |