Stand: 29.01.2016 18:24 Uhr

VfL Wolfsburg: Henrique unterschreibt bis 2019

Bruno Henrique verstärkt den VfL Wolfsburg.

Bruno Henrique vom brasilianischen Zweitligisten Goias EC hat einen Vertrag bis 2019 beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg unterschrieben. Das teilten die Niedersachsen am Freitagabend mit. Der 25 Jahre alte Stürmer, der geschätzte vier Millionen Euro Ablöse kosten soll, ist hierzulande ein unbeschriebenes Blatt - der Name seines bisherigen Vereins dürfte Wolfsburger Fans allerdings hellhörig machen: VfL-Meisterkapitän Josué startete einst bei dem Club aus Zentral-Brasilien seine Profikarriere, spielte dort acht Jahre lang. Und Wolfsburgs einstiger Top-Torjäger Grafite schnürte 2003 ebenfalls seine Schuhe bei Goias, erzielte zwölf Tore in 20 Spielen.

"War schon immer mein Traum, in Deutschland zu spielen"

"Ich bin sehr glücklich hier zu sein. Es war schon immer mein großer Traum, in Deutschland zu spielen. Die Bundesliga ist eine der stärksten Ligen der Welt", sagte der Brasilianer. Trainer Dieter Hecking freut sich über eine weitere Option für den Angriff: "Durch die Verpflichtung von Bruno Henrique sind wir in der Offensive noch variabler aufgestellt. Im ersten Schritt geht es jetzt darum, ihn schnellstmöglich in die Mannschaft zu integrieren."

Allofs: "Keine kurzfristige Lösung"

In der vergangenen Erstligasaison kam Henrique auf sieben Tore und zehn Torvorlagen. Und so versucht VfL-Manager Klaus Allofs auch, allzu hohe Erwartungen zu dämpfen: "Er ist keine kurzfristige Lösung und braucht etwas Zeit, um in der Bundesliga klarzukommen." Grafite, der seinen Landsmann als "bekannten und hoch gehandelten Spieler" bezeichnete, drückt jedenfalls die Daumen. "Ich hoffe sehr, dass er sich schnell an den deutschen Fußball gewöhnt und dem VfL helfen kann", erklärte er der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung".

Embolo kommt wohl im Sommer

Die große Lösung ist Henrique natürlich nicht. Dennoch will Allofs nicht weiter auf dem Transfermarkt tätig werden: "Die Suche ist abgeschlossen", erklärte der VfL-Sportchef dem "kicker". Zuletzt waren Namen wie Alexandre Lacazette (Olympique Lyon) und Neapels Manolo Gabbiadini gehandelt worden. Sie kommen also nicht in die Autostadt. Genausowenig wie das lange umworbene 18 Jahre alte Ausnahmetalent Breel Embolo vom FC Basel. Auch ein nachgebessertes Angebot der vorherigen 28-Millionen-Euro-Offerte lehnten die Schweizer ab. "Bei Breel haben wir uns bemüht, das hat aber nicht geklappt. Das wird auch nicht funktionieren", erklärte Allofs, der allerdings auf einen Wechsel Embolos im Sommer setzt: "Breel hat sich ganz klar erklärt, er möchte gerne zum VfL Wolfsburg. Es sind sehr viele Dinge, die dafür sprechen, dass das in Zukunft funktionieren kann."

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