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Szabolcs Huszti (3.v.l) bejubelt seinen Treffer Lars Stindl (l.), Leon Andreasen und Konstantin Rausch (r). © dpa-bildfunk Fotograf: Peter Steffen
 

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Hannovers großer Kampf wird nicht belohnt

von Christian Poppe, NDR.de

Willian (l.) gegen Szabolcs Huszti © Witters Detailansicht des Bildes Szabolcs Huszti (r.) war bester Mann auf dem Platz. Trotz großem Kampfgeist und viel Leidenschaft ist Hannover 96 in der Zwischenrunde der Europa League gescheitert. Gegen den russischen Vertreter Anschi Machatschkala kamen die Niedersachsen am Donnerstagabend trotz einer ganz starken Vorstellung nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und mussten nach dem 1:3 aus dem ersten Vergleich die Segel streichen. Sergio da Silva Pinto (70.) hatte den Bundesligisten in Front geschossen, Lacina Traoré glich ganz kurz vor Schluss noch für die Gäste aus. Aufgrund des Zwei-Tore-Rückstands aus dem Hinspiel hatte 96-Trainer Mirko Slomka eine sehr offensive 4-4-2-Formation aufs Feld geschickt. Neben den beiden Spitzen Mohammed Abdellaoue und Mame Diouf bekleideten der etatmäßige Stürmer Didier Ya-Konan und Szabolcs Huszti die offensiven Außenpositionen. Dementsprechend stürmisch begannen die "Roten" und setzten die Russen vom Anpfiff an mit viel Engagement und hoher Laufbereitschaft unter Druck.

96 hochüberlegen in Durchgang eins

Hannover - Machatschkala 1:1 (0:0)

Tore: 1:0 da Silva Pinto (70.), 1:1 Traore (90.+8)
Zuschauer: 27.500
Hannover: Hannover: Zieler - Sakai (83. Sobiech), Djourou, Christian Schulz, Pocognoli (71. Rausch) - Schmiedebach (61. Schlaudraff), da Silva Pinto - Ya Konan, Huszti - Abdellaoue, Diouf
Anschi: Gabulow - Logaschow, Joao Carlos, Ewerton, Eshenko - Jucilei, Diarra - Boussoufa (79. Carcela), Ahmedow (90.+10 Schatow), Willian (68. Traore)

Vor allem Huszti wirbelte auf der linken Seite, narrte seine Gegenspieler ein ums andere Mal und sorgte auch immer wieder für gefährliche Standards. Der Ungar bereitete auch die erste gute Chance des Spiels vor, Abdellaoue kam bei dessen Hereingabe aber einen Schritt zu spät. Wenig später versuchte es der Norweger aus 22 Metern - der Ball ging aber einen Meter am Tor vorbei (20.). Sein Sturmpartner Diouf setzte kurz darauf einen Kopfball nur um Zentimeter neben den rechten Pfosten (23.). Eine 96-Führung wäre zu diesem Zeitpunkt bereits hochverdient gewesen. Doch Hannover ließ sich auch durch die schlechte Chancenverwertung nicht entmutigen und spielte weiter munter nach vorne. In der 40. Minute hatten viele 96-Fans schon den Torschrei auf den Lippen, aber ein Kopfball von Ya Konan landete dann doch neben dem Gehäuse. Die Millionen-Elf aus Machatschkala kam dagegen im ersten Durchgang nur einmal gefährlich vor den Kasten von Ron-Robert Zieler, aber Superstar Samuel Eto'o verzog aus spitzem Winkel (19.).

Pinto-Treffer letztlich zu wenig

Sergio Da Silva Pinto (Mitte) gegen Lassana Diarra (r.) © dpa-bildfunk Fotograf: Sebastian Kahnert Detailansicht des Bildes Sergio da Silva Pinto erzielte den einzigen 96-Treffer. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild: Hannover musste dem hohen Tempo der ersten Hälfte Tribut zollen und konnte zunächst kaum noch Druck aufbauen. Stattdessen kam nun Anschi besser ins Spiel und Eto'o hätte fast den Spielverlauf auf den Kopf gestellt, doch Zieler war auf der Hut (60.). Alles schien nun für die Russen zu laufen, doch in der 70. Minute keimte bei den Niedersachsen wieder Hoffnung auf: Da Silva Pinto nahm eine Hereingabe von Huszti aus 13 Metern direkt und versenkte das Leder unhaltbar - 1:0. Nun würde ein Tor zum Weiterkommen reichen und die beflügelten "Roten" warfen alles nach vorne. Bei inzwischen heftigem Schneetreiben kamen die die Norddeutschen allerdings kaum noch zu klaren Möglichkeiten. Einen Aufreger gab es in der 86. Minute, als Diouf im Strafraum zu Fall kam, aber der schwedische Schiedsrichter Jonas Eriksson entschied auf Schwalbe und zeigte dem Senegalesen die Gelbe Karte. Da zwischenzeitlich sogar der Platz vom Schnee geräumt werden musste, gab es eine rekordverdächtige, achtminütige Nachspielzeit, in der Hannover weiter unermüdlich anrannte. Doch in der 98. Minute setzte Anschi noch einen Konter und der eingewechselte Lacina Traoré traf zum unverdienten 1:1.

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Mirko Slomka (2. v. l.), Trainer von Hannover 96, steht zwischen seinen Spielern. © dapd Fotograf: Focke Strangmann
 
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Dieses Thema im Programm:

Aktuell | 21.02.2013 | 23:00 Uhr

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