Hannover 96: Auf und Ab für Traditionsclub
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Jubel bei Hannover 96: Es geht im Februar gegen den FC Brügge.
Hannover 96 hat bei der Auslosung in Nyon in der Schweiz eine lösbare Aufgabe für die Zwischenrunde der Europa League erwischt. Das Team von Coach Mirko Slomka tritt am 16. und am 23. Februar 2012 gegen den FC Brügge an, die Mannschaft des früheren Meistertrainers Christoph Daum. Slomka zeigte sich hocherfreut: "Ich freue mich auf die Begegnung mit Christoph Daum. Unter ihm hat Club Brügge eine starke Serie gestartet: vier 1:0-Siege in der belgischen Meisterschaft und vier Punkte in der Europa League, die letztlich den Gruppensieg sicherten. Mit der emotionalen Unterstützung unserer Fans, wie gegen den FC Sevilla, sollten wir im Heimspiel die Basis legen." Die "Roten" haben zuerst Heimrecht, bevor es zum Rückspiel nach Belgien geht.
In der Runde der letzten 16 ginge es im Fall eines Weiterkommens für 96 dann gegen den Sieger der Begegnung Wisla Krakau gegen Standard Lüttich. Die Belgier waren in der Vorrunde das einzige Team, gegen das Hannover eine Niederlage kassiert hatte. Im Achtelfinale (8.3./15.3.) hätte Hannover dann im Rückspiel Heimrecht. Die Niedersachsen hatten sich in Vorrunden-Gruppe B als Zweiter für die K.o.-Phase qualifiziert, direkt hinter Standard Lüttich. Es könnte also ein erneutes Aufeinandertreffen mit den Belgiern geben, dann allerdings im K.o.-Modus mit Hin- und Rückspiel.
"Schwierig, aber machbar" nennt 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke Gegner Brügge.
Der Wunsch von 96-Manager Jörg Schmadtke ging mit dem Los nicht in Erfüllung. Er hatte nach dem 3:1-Erfolg gegen Poltawa am Donnerstag auf die Frage nach einem Lieblingsgegner geantwortet: "Manchester United. Dort herrscht eine tolle Atmosphäre." Gegner Brügge beurteilt Schmadtke weniger euphorisch: "Ein Gegner auf Augenhöhe - schwierig, aber machbar. Für unsere Mannschaft ist es eine Herausforderung. Dass wir nach der Gruppenphase noch dabei sind, macht deutlich, was wir bislang erreicht haben." Brügge hatte sich als Gruppensieger der Gruppe H gegen Braga, Birmingham und Maribor behauptet. Während Manchester United jetzt gegen Ajax Amsterdam antreten muss, bekommt es Schalke 04 als zweites deutsches Team im Wettbewerb mit dem tschechischen Meister Viktoria Pilsen zu tun. Im Achtelfinale träfen die Westdeutschen dann auf den Sieger der Partie Steaua Bukarest/Twente Enschede.
Champions League, Viertelfinale
(Anpfiff jeweils um 20.45 Uhr)
Olympique Marseille - FC Bayern München, 28.3.
FC Bayern München - Olympique Marseille, 4.4.
Halbfinale
(Anpfiff jeweils um 20.45 Uhr)
Sieger München/Marseille - Sieger APOEL Nikosia/Real Madrid, 18.4.
Sieger APOEL Nikosia/Real Madrid - Sieger München/Marseille, 25.4.
Europa League, Viertelfinale
(Anpfiff jeweils um 21.05 Uhr)
Atletico Madrid - Hannover 96, 29.3.
Schalke 04 - Athletic Bilbao, 29.3.
Hannover 96 - Atletico Madrid, 5.4.
Athletic Bilbao - Schalke 04, 5.4.
Halbfinale
(Anpfiff jeweils um 21.05 Uhr)
Sieger Madrid/Hannover - Sieger AZ Alkmaar/CF Valencia, 19.4.
Sieger Sporting Lissabon/Metalist Charkiw - Sieger Schalke/Bilbao, 19.4.
Sieger AZ Alkmaar/CF Valencia - Sieger Madrid/Hannover, 26.4.
Sieger Schalke/Bilbao - Sieger Sporting Lissabon/Metalist Charkiw, 26.4.
Bereits die Gruppenphase in der Europa League hat sich für die "Roten" als äußerst lukrativ erwiesen: Rund 1,7 Millionen Euro hat Hannover 96 bisher an Prämien von der UEFA kassiert. Für den jüngsten Sieg gegen Worskla Poltawa gab es 140.000 Euro. Das meiste Geld wird der Verein aus dem sogenannten Marktpool erhalten, dessen Inhalt unter den deutschen Vertretern aufgeteilt wird - diesmal nur unter 96 und Schalke. Die Höhe der Ausschüttung hängt vor allem vom sportlichen Abschneiden ab. In der Vorsaison schüttete die UEFA rund zwölf Millionen Euro aus dem Marktpool an die deutschen Teilnehmer aus. Bayer Leverkusen war damals als letzter deutscher Teilnehmer im Achtelfinale ausgeschieden.