Aller guten Dinge sind drei: Die Chance für die Frauen vom VfL Wolfsburg auf das Triple ist da. An der Stamford Bridge in London treffen die Niedersächsinnen auf den Topfavoriten Olympique Lyon aus Frankreich und spielen um die Champions-League-Trophäe. Ob vor ...
... oder im Stadion - die Fans sind zuversichtlich und voller Vorfreude.
Vor dem Anpfiff wird noch ein Foto der Startelf gemacht ...
... und dann kann es endlich losgehen: VfL-Spielführerin Nadine Keßler (l.) kämpft hier gegen Lyons Amandine Henry (M.) um den Ball. Der Einsatz beider Teams stimmt von Beginn an.
In dieser Szene bekommt es Conny Pohlers (oben) mit dem Kampfgeist von Corine Franco zu tun - die erfolgsverwöhnten Französinnen standen die vergangenen drei Spielzeiten im CL-Finale, zwei davon haben sie gewonnen.
Die "Wölfinnen" sind bissig im Defensivverhalten. Schon die Offensivriege um Anna Blässe verteidigt gut und setzt die Lyonerinnen oft schon in deren Hälfte unter Druck.
In der Vorwärtsbewegung sind vielversprechende Versuche dabei, doch es fehlt die nötige Konsequenz. Alexandra Popp probiert sich an einem schwierigen Torschuss aus der Drehung - ohne Erfolg.
Vor allem Abräumerin Keßler spielt sich in den Fokus. Die "Sechserin" zieht die Fäden im Mittelfeld und agiert als Schaltzentrale im Wolfsburger Spielaufbau.
In der Defensive stehen die VfL-Frauen nach wie vor sicher: Rechtsverteidigerin Luisa Wensing (l.) versucht hier Megan Rapinoe den Ball abzuluchsen.
Doch auch der Schwäche im Torabschluss auf Seiten von Olympique ist es zu verdanken, dass es mit einem 0:0 in die Pause geht.
Im zweiten Durchgang startet Lyon mit neuem Elan durch: Die Spielerinnen laufen Angriff um Angriff, doch gegen VfL-Torhüterin Alisa Vetterlein (M.) ist kein Kraut gewachsen. Die Torfrau pariert ein ums andere Mal in hervorragender Manier.
Elf Frauen müsst ihr sein: Die wiedergenesene Alexandra Popp (r.) spielt statt auf ihrer gewohnten Position im Sturm als Linksverteidigerin. Die Nationalspielerin erfüllt ihre Aufgabe mit Bravour und lässt Elodie Thomis und Co. nicht zur Entfaltung kommen.
In der 73. Minute bekommt der VfL aus heiterem Himmel einen Hand-Elfmeter zugesprochen: Anschließend tritt Martina Müller (l.) zum Strafstoß an ...
... und hämmert den Ball in die Maschen - 1:0 für Wolfsburg.
Die Torschützin (r.) rutscht jubelnd über den Rasen. Popp ist die erste Gratulantin.
Schnell formiert sich eine grün-weiße Jubeltraube - die Freude ist grenzenlos.
Nach der kurzen, aber berauschenden Jubelarie laufen die Spielerinnen wieder in die eigene Hälfte - jetzt muss nur noch eine Viertelstunde durchgestanden werden. Es gibt wahrlich leichtere Aufgaben, als eine Führung gegen Lyon zu verteidigen.
Doch Keßler und Co. schaffen es: Lyon-Star Lotta Schelin und ihre Kolleginnen rennen zwar noch einmal an, doch der Ausgleich gelingt ihnen nicht mehr.
Da ist das Ding: Bei der anschließenden Pokalübergabe küsst Kapitänin Keßler (M.) die Trophäe ...
... und reckt sie in den Himmel über London. Die Frauen des VfL Wolfsburg haben damit das Triple perfekt gemacht und eine grandiose Saison gekrönt.
Die Gewinnerinnen posieren noch einmal samt Pokal ...
... und dann kann die Party in Großbritanniens Hauptstadt beginnen.