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Rund 35.000 Menschen haben am Sonntagvormittag in der Arena von Hannover 96 Abschied von Robert Enke genommen. Auch die komplette deutsche Nationalmannschaft, Vertreter zahlreicher Fußball-Verbände, Bundesligisten sowie ausländischer Vereine und Spieler nahmen an der größten öffentlichen Trauerfeier in der deutschen Sportgeschichte teil. Enke, der unter schweren Depressionen litt, hatte sich am Dienstagabend im Alter von 32 Jahren das Leben genommen. Der Sarg des Nationaltorhüters war im Mittelkreis der Arena aufgebahrt. DFB-Kapitän Michael Ballack und Per Mertesacker legten einen Kranz nieder. Alle Nationalspieler verneigten sich am Sarg. DFB-Präsident Theo Zwanziger erinnerte in seiner Trauerrede an einen Satz der hannoverschen Landesbischöfin Margot Käßmann: "Fußball ist nicht alles." Zwanziger appellierte an Menschlichkeit und Fairplay. "Denkt nicht nur an den Schein. Denkt auch an das, was in den Menschen ist, an Zweifel und Schwäche", sagte der DFB-Präsident.
"In unseren Herzen wirst Du weiterleben", sagte 96-Präsident Kind.
Martin Kind, Präsident von Hannover 96, würdigte Enke als herausragende Persönlichkeit: "Robert, du warst Nummer Eins im echten Sinne des Wortes. In unseren Herzen wirst Du immer weiterleben." Der sichtlich bewegte Kind beklagte die Ohnmacht, die so hilflos mache: "Die marternde Frage geht allen durch den Kopf: Warum ist es so gekommen?" Auch er könne keine Antwort geben. Nach Kinds Rede sang die 17-jährige Schülerin Alina Schmidt, begleitet von zwei Gitarristen, das 96-Vereinslied "Alte Liebe". Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) forderte ein Umdenken in der Gesellschaft: "Die Welt ist nicht im Lot. Wir brauchen doch keine fehlerfreien Roboter. Wir brauchen Menschen mit Ecken und Kanten und mit allen ihren Schwächen und ihren wunderbaren Eigenschaften." Der Regierungschef wandte sich in seiner Rede an Enkes Ehefrau Teresa: "In Ihrer Pressekonferenz am Mittwoch haben Sie sich mutig, stark und eindrucksvoll an die Öffentlichkeit gewandt. Dadurch ist für uns all das erst erkennbar geworden." Mit stehendem Applaus erwiesen die Menschen in der Arena der Witwe ihre Anteilnahme. Auch Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil wünschte Teresa Enke die Kraft, gemeinsam mit der erst wenige Monate alten Tochter Leila neuen Lebensmut zu finden.
Pfarrer Heinrich Plochg, der mit der Familie Enke eng verbunden ist, erinnerte an die Schattenseiten des menschlichen Lebens: "Misserfolg, Krankheit, Niederlagen, aber auch Schicksalsschläge gehören dazu", sagte er. Gemeinsam mit den Menschen im Stadion sprach der Geistliche das "Vaterunser". Die Mannschaft von Hannover 96 trug anschließend den Sarg von Robert Enke aus dem Stadion. Zum Abschluss der Trauerfeier sang Alina Schmidt die Fußball-Hymne "You'll never walk alone". Dabei wurden auf der Stadionleinwand Szenen aus der Karriere Enkes gezeigt.
Am Nachmittag wurde Robert Enke auf dem Friedhof in Empede bei Neustadt am Rübenberge (Region Hannover) neben seiner Tochter Lara, die 2006 im Alter von zwei Jahren gestorben war, beigesetzt. Hunderte Menschen säumten bei strömendem Regen die Straßen des Dorfes, als die Trauergesellschaft zur Beisetzung fuhr. Die Polizei hatte den Friedhof weiträumig abgesperrt. Nur Familienangehörige, Kollegen und engste Freunde waren zugelassen. Zuvor hatte es eine private Trauerfeier in der Kapelle des Klosters Mariensee gegeben.
Alle Informationen zum Tod des Schlussmanns von Hannover 96.
Theo Zwanziger rief zu mehr Menschlichkeit auf.
Der CDU-Politiker würdigte in seiner sehr persönlichen Ansprache Robert Enke als großartigen Menschen.
Rund 35.000 Menschen erweisen in Hannover Robert Enke die letzte Ehre.
Der Tod von Nationaltorwart Robert Enke hat ganz Fußball-Deutschland schockiert. In Hannover versammelten sich Zehntausende Fans, um gemeinsam ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen.
Die Familie Enke bittet die Fans im Sinne des Verstorbenen, anstelle freundlich zugedachter Blumenspenden um eine Überweisung für die Per Mertesacker Stiftung, Bankhaus Hallbaum Hannover, Konto-Nr. 1002127767, BLZ 250 601 80, Verwendungszweck Robert Enke.
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