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Fussball im Tornetz mit Mauspfeil (Montage) © fotolia.com Fotograf: creativedoxfoto
 

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VfL: Wollitz muss gehen, Ukrow springt ein

Alexander Ukrow (l.) und Claus-Dieter Wollitz © imago/osnapix Fotograf: Detailansicht des Bildes Alexander Ukrow (l.) beerbt bis zum Saisonende Claus-Dieter Wollitz. Der VfL Osnabrück hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Trainer und Sportdirektor Claus-Dieter Wollitz getrennt. "Grund für die sofortige Freistellung des Fußballlehrers waren die öffentliche Bekanntgabe seines bevorstehenden Rücktritts und die geäußerte Kritik an Teilen der Vereinsführung auf der Pressekonferenz nach dem Spiel bei Arminia Bielefeld am vergangenen Samstag", teilte der Club mit. "Wir bedauern diesen Schritt, sahen aber angesichts der Umstände keine andere Handlungsmöglichkeit", sagte Vereinspräsident Christian Kröger. Wollitz hatte am Sonnabend nach dem 0:1 im Spitzenspiel bei Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld seinen Abschied zum Saisonende angekündigt. Als Erklärung gab er Differenzen mit namentlich nicht genannten handelnden Personen im Verein an. Bis zum Saisonende wird der bisherige Assistent Alexander Ukrow einspringen. Der 42-Jährige leitete am Dienstag die erste Trainingseinheit als Chef. Eine Dauerlösung ist er aber nicht. Osnabrück sucht einen neuen Sportdirektor und Trainer.

Letzte Chance am letzten Spieltag - Ukrow auf der Bank

Die Lage im Kampf um Platz drei

3. Heidenheim 71 Punkte / + 22 Tore
4. VfL Osnabrück 70 Punkte / + 25
5. Preußen Münster 69 Punkte / + 27

Letzter Spieltag:
1. FC Heidenheim - Kickers Offenbach
VfL Osnabrück - Alemannia Aachen
Preußen Münster - Babelsberg 03

Präsident Kröger hatte sich bereits am Sonntag im Sportclub des NDR Fernsehens enttäuscht über den Zeitpunkt der Bekanntgabe geäußert. Er habe trotz aller Meinungsverschiedenheiten ("kommt in jeder Familie vor") eine Basis für eine weitere Zusammenarbeit gesehen. Am Sonnabend (13.30 Uhr/live hier bei NDR.de) steht das Heimspiel gegen Alemannia Aachen an. Der VfL kann noch - wenn auch nicht aus eigener Kraft - den Relegationsplatz erreichen und damit seine letzte Aufstiegschance in die Zweite Liga bekommen. Dieses Ziel zu erreichen, wurde dem 47-jährigen Wollitz nun nicht mehr zugetraut. "Wir müssen jetzt die letzten Kräfte bündeln, um gegen Alemannia Aachen einen Sieg einzufahren und dann nach Heidenheim schauen. Die Chance ist da, die wollen wir nutzen", sagte Kröger.

Fans rücken von Wollitz ab

Fans des VfL Osnabrück © imago Detailansicht des Bildes Den Osnabrücker Fans hatte Wollitz den Aufstieg versprochen - nun fühlen sie sich im Stich gelassen. In Vereins-Foren wie lila-weiß.de regt sich ebenfalls Kritik am Verhalten des Coachs. Vor allem der Zeitpunkt der Bekanntgabe wird dem 47-Jährigen angelastet, die Bandbreite der Vorwürfe reicht von "unprofessionellem Verhalten" bis hin zum "im Stich lassen". Ex-Profi und Nachwuchscoach Joe Enochs wird von vielen Fans als Trainer ins Gespräch gebracht. Allerdings hat der VfL-Rekordspieler noch keine Fußball-Lehrerlizenz. Ebenso offen spekulieren die Anhänger darüber, dass Wollitz längst ein Angebot eines Zweitligisten (SC Paderborn, VfL Bochum) habe und deshalb seinen Abschied in die Wege geleitet habe.

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Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz © picture alliance / Eibner-Presse
 
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Neun Jahre war "Pele" Wollitz Spieler und Trainer beim VfL Osnabrück und genießt seitdem dort Kultstatus. Dabei war er als Profi eher ein Wandervogel. Eine Karriere in Bildern.

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Thomik: "Unrühmliches Ende"

Letzteres dementierte Wollitz allerdings vehement: "Ich habe definitiv mit keinem Verein über einen Wechsel gesprochen", beteuerte der Trainer, der gegen Aachen auf der Bank sitzen wollte: "Ich werde die Mannschaft mit größtem persönlichen und professionellen Einsatz betreuen, wir werden gegen Aachen gewinnen und unsere Hausaufgaben erledigen. Und das gilt auch für eine eventuelle Relegation", hatte Wollitz der "Neuen Osnabrücker Zeitung" gesagt. Gegenwind kam aber auch von den VfL-Profis: "Ich dachte, dass wir alle zusammenstehen. Das aber sieht nach einem unrühmlichem Ende aus, obwohl noch nichts verloren ist", erklärte Kapitän Paul Thomik.

Bärendienst des Trainers

Tatsächlich hat Wollitz mit seinem emotionalen Schritt zur Unzeit dem Club möglicherweise nicht nur sportlich einen Bärendienst erwiesen. Der VfL kämpft um die Lizenz für die Dritte Liga und muss bis zum 28. Mai eine Liquiditätsreserve von rund 1,7 Millionen Euro aufbringen. Dafür wurde eine Retterkampagne "Lebenslang lila-weiß" gestartet, bei der lebenslang gültige Dauerkarten verkauft werden sollen. Zurzeit laufen auch Vertragsgespräche mit bisherigen und künftigen Sponsoren - der Wirbel, für den Wollitz mitten in dieser überlebenswichtigen Phase gesorgt hat, ist für den VfL eher kontraproduktiv. Dennoch gab sich Kröger optimistisch: "Wir werden auch für die Dritte Liga eine Lizenz erhalten", sagte der VfL-Präsident.

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