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Trainer Claus-Dieter Wollitz litt persönlich unter den schlechten Platzverhältnissen.
Die Winterpause kam für den VfL Osnabrück vollkommen ungelegen. Der Drittliga-Tabellenführer war vor der Unterbrechung 13 Mal hintereinander ohne Niederlage geblieben. Besonders in den beiden jüngsten Partien gegen Saarbrücken (3:0) und in Offenbach (5:1) hatte das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz seine herausragende Form unter Beweis gestellt. Doch ausgerechnet vor der Top-Partie am kommenden Sonnabend (14 Uhr) gegen den Tabellenzweiten Karlsruher SC, die das NDR Fernsehen live überträgt, wurde der Lauf der Niedersachsen jäh gestoppt. Und die Wintervorbereitung stand unter keinem guten Stern.
Anders als viele andere Teams absolvierte der VfL seine Vorbereitung komplett in der Heimat - obwohl das neue Präsidium trotz der finanziellen Probleme grünes Licht für ein Trainingslager gegeben hatte. "Wir haben nicht die konkreten Zusagen von möglichen Testspielgegnern erhalten. Das war uns zu riskant", erklärte Wollitz in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dabei hatte der Coach schon des Öfteren über die schlechten Bedingungen auf dem Trainingsplatz geklagt. Das Testspiel gegen die U23 von Schalke 04 musste wegen des schlechten Wetters abgesagt werden. Immerhin blieb die Stammformation von Verletzungen verschont. Vom Pech verfolgt ist aber weiter Martin Hudec. Der 30 Jahre alte Tscheche, der seit dem 13. Spieltag nicht mehr in der Startelf stand, erkrankte am Pfeifferschen Drüsenfieber.
Timo Beermann (l.) und Gaetano Manno im heimischen Trainingseinsatz.
In heimischer Umgebung gab es allerdings auch positive Meldungen. So zeigten die Lila-Weißen in den Tests nach der 0:1-Pleite gegen den Regionalligisten Bayer Leverkusen II zu Beginn der Vorbereitung durchweg gute Leistungen: Gegen die Bundesligisten Werder Bremen (1:2) und Bayer Leverkusen (0:1) gab es nur knappe Niederlagen, den Vergleich mit dem Regionalliga-Spitzenteam Fortuna Köln entschieden Wollitz' Schützlinge mit 2:1 für sich. Am wichtigsten dürfte allerdings gewesen sein, dass die Baustelle im Tor geschlossen werden konnte. Nachdem sich der herausragende Stammkeeper Manuel Riemann einer Hand-Operation unterziehen musste, war die Nummer eins vakant. Der VfL holte die für den Transfer nötige Erlaubnis vom DFB ein und verpflichtete Marcus Rickert. Der ehemalige Keeper von Rot-Weiß Erfurt kommt mit Zweit- und Drittliga-Erfahrung nach Niedersachsen. "Das ist ein Torwart, der auch kicken kann", lobte Wollitz im "kicker". Überhaupt sei sein Team "gut in Tritt" - Karlsruhe kann also kommen. Denn auch die Serie des KSC von 13 ungeschlagenen Spielen - davon zuletzt zehn Siege in Folge - wurde schließlich unterbrochen.