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Fussball im Tornetz mit Mauspfeil (Montage) © fotolia.com Fotograf: creativedoxfoto
 

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VfL nach Sieg in Aachen Herbstmeister

Osnabrücks Torwart Manuel Riemann (r.) und Andreas Glockner © imago/osnapix Detailansicht des Bildes Torschütze Andreas Glockner (l.) und Torwart Manuel Riemann haben gut lachen: Das 1:0 in Aachen bringt dem VfL die Herbstmeisterschaft. Serie ausgebaut, Tabellenführung behauptet: Der finanziell angeschlagene Fußball-Drittligist VfL Osnabrück bleibt nach dem 1:0-Sieg im Krisengipfel bei Alemannia Aachen auf Aufstiegskurs. Die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz ist seit nunmehr zehn Spielen ungeschlagen und baute dank der zeitgleichen 0:1-Niederlage von Preußen Münster in Babelsberg den Vorsprung auf den Verfolger zum Ende der Hinrunde auf vier Punkte aus. Für die Niedersachsen war das 1:0 der erste Sieg in Aachen seit fast 20 Jahren. Wollitz bewies ein glückliches Händchen, denn für das Tor des Tages in der 78. Minute sorgte Joker Andreas Glockner - ganze acht Minuten nach seiner Einwechslung. "Wir wussten, dass uns ein kompliziertes Spiel erwartet. In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, am Ende haben wir das Spiel verdient gewonnen", sagte Wollitz.

Auch Osnabrück bangt um die Zukunft

Osnabrücker Fans © imago/osnapix Fotograf: osnapix Detailansicht des Bildes Auch die Osnabrücker Fans bangen um die Zukunft ihres Clubs. Der Schuldenberg ist auf neun Millionen Euro angewachsen. Auf dem Tivoli herrschte nach den Hiobsbotschaften der vergangenen Wochen am Sonnabend sehr gedrückte Stimmung. Während die Aachener Fans nach dem Insolvenzantrag und dem damit besiegelten Abstieg in die Regionalliga wie in Trauer erstarrt das Spiel verfolgten, trieben die 500 mitgereisten Osnabrücker Anhänger ihre Mannschaft lautstark an. Dabei sieht es in Sachen Finanzen bei den Niedersachsen ähnlich trübe aus wie in Aachen. Wenn am 9. Dezember auf der Mitgliederversammlung nicht der angestrebten Ausgliederung der Profiabteilung zugestimmt wird, dürften auch beim VfL die Lichter ausgehen. Der Schuldenberg ist auf etwa neun Millionen Euro angewachsen. Trainer Wollitz bekannte im Gespräch mit dem NDR Sportclub: "Wenn ich die Situation so im Verein gekannt hätte, hätte ich den Job nicht angenommen."

VfL verpasst frühe Führung

Osnabrücks Daniel Nagy (2.v.l.) behauptet den Ball gegen Aachen. © dpa - Bildfunk Fotograf: Rolf Vennenbernd Detailansicht des Bildes Daniel Nagy (2.v.l.) umzingelt von Aachenern: Der Mittelfeldspieler agierte glücklos und wurde ausgewechselt. In Aachen war von Zukunftsangst bei den Lila-Weißen zunächst wenig zu spüren. Der VfL übernahm vom Anpfiff weg die Initiative und stellte das klar bessere Team. Nur ein Tor wollte nicht fallen. Nach dem 0:0 gegen Bielefeld hatte Wollitz seine Mannschaft nur auf einer Position verändert. Claus Costa spielte im Mittelfeld anstelle des verletzten Sebastian Neumann. Je länger Aachen ohne Gegentor blieb, desto mutiger wurden die Gastgeber. Vor allem der quirlige Alemannia-Stürmer Marcel Heller stellte die Osnabrücker Abwehr vor Probleme. Er hatte kurz vor der Pause gleich drei gute Gelegenheiten und hätte den Spielverlauf auf den Kopf stellen können. Als er nach einem Fehler von VfL-Torhüter Manuel Riemann völlig frei an den Ball kam, stockte dem Osnabrücker Anhang der Atem. Doch Heller zeigte Nerven und traf per Kopf nur das Außennetz (41.).

Zoller und Grimaldi treffen Aluminium

Alemannia Aachen - VfL Osnabrück 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Glockner (78.)
Zuschauer: 12.031
Aachen: Melka - Wilschrey, Schwertfeger, Olajengbesi, Herröder - Baumgärtel - Florian Müller (80. Borg), Drevina, Streit - Heller, Leipertz (73. Thiele)
Osnabrück: Riemann - Nils Fischer, Pisot, Beermann, Krük - Costa (84. Hudec), Staffeldt - Piossek, Nagy (61. Grimaldi), Manno (70. Glockner) - Zoller

Die zweite Halbzeit begann wie die erste: Das Wollitz-Team spielte auf ein Tor, doch Simon Zoller (48.) und Daniel Nagy (51., 53.)  vergaben in aussichtsreicher Position. Die mit Abstand attraktivste Spielszene bekamen die Zuschauer in der 71. Minute zu sehen. Doch wieder war der VfL vom Pech verfolgt, als Zoller einen Distanzschuss von Timo Staffeldt per Fallrückzieher an den Pfosten verlängerte. Vier Minuten später der nächste Aluminium-Treffer: Der für Nagy eingewechselte Adriano Grimaldi donnerte das Leder nach Zuspiel von Alexander Krük an die Latte (75.). Nun schien ein Tor für die drückend überlegenen Gäste nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Und tatsächlich: Der erst in der 70. Minute eingewechselte Glockner wurde von Costa freigespielt und musste den Ball aus drei Metern nur noch über die Torlinie schieben (78.).

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Tabelle der 3. Fußball-Bundesliga © Panthermedia, NDR.de/Screenshot Fotograf: Alexander Ricci
 

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