Fußball-Tippspiel: Kommende Saison geht's weiter!
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Auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz gab Dirk Rasch am Freitag seinen Rücktritt bekannt.
Beim Fußball-Drittligisten VfL Osnabrück ist eine Ära zu Ende gegangen. Nach 15 Jahren mit vier Auf- und vier Abstiegen ist Präsident Dirk Rasch am Freitag unerwartet zurückgetreten. Eigentlich hätte die aktuelle Amtsperiode des 61-Jährigen noch bis November gedauert. Doch jetzt ist der Akku offenbar leer. "Mir fehlt die Kraft", gestand Dirk Rasch freimütig ein. Nachfolger ist sein bisheriger Vize Gert Lehker.
Schon länger habe er sich gedanklich mit einem vorzeitigen Rücktritt befasst, erklärte Rasch. "Der Hauptgrund für meinen vorzeitigen Rückzug ist die Erkenntnis, dass ehrenamtliches Wirken, so wie ich es in den vergangenen fünfzehn Jahren nach meinem Selbstverständnis praktiziert habe, sowohl zeitlich als auch von der Motivation her nicht mehr in ausreichender Verantwortung für den Verein auszuüben ist", begründete Rasch seinen Entschluss. Auch sein Job nehme den Kaufmann immer stärker in Anspruch, hinzu kämen gesundheitliche Probleme. Zudem hätten die privaten Kontakte in den vergangenen Jahren arg gelitten.
Dirk Rasch stand seit 1987 an der Spitze des Vereins.
So groß der Jubel nach Aufstiegen und Pokalsensationen gewesen sei, so heftig hätten ihm auch Niederlagen stets zugesetzt. Auch die finanziellen Sorgen des Vereins seien eine immerwährende Belastung gewesen. Insbesondere seine Familie habe ihm nun "die Rote Karte gezeigt", sagte Rasch, der den Verein 1997 in wirtschaftlich schwierigen Zeiten übernommen hatte. Während seitdem Trainer kamen und gingen, stellte Rasch eine bedeutende Konstante dar.
Vizepräsident Gert Lehker (r.) übernimmt die Aufgaben des zurückgetretenen Dirk Rasch (l.).
Und so kommt der Rücktritt für die Führungsgremien des Klubs überraschend. Als Nachfolger Rauschs ist nun Lehker benannt worden. Darauf verständigten sich am Dienstag die verbleibenden Mitglieder des VfL-Präsidiums, der Wirtschafts- sowie der Ehrenrat des Klubs. Lehker ist seit 2009 als Vizepräsident bei den Osnabrückern tätig und war in dieser Funktion vor allem für die Finanzen des Vereins zuständig. Der 58-Jährige füllt sein neues Amt nun mindestens bis zur Wahl eines neuen Präsidiums im Rahmen der Mitgliederversammlung Ende 2012 aus.